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News, 01.11.2010
Einzelhandelsstatistik
Umsatz im Einzelhandel erneut gesunken
Im September hat der deutsche Einzelhandel erneut auf Monatssicht einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Auf Jahressicht verbuchten die Einzelhändler allerdings ein Umsatzplus.
Grund für das Umsatzminus war die im Vergleich zum Vorjahr erneut rückläufige Umsatzentwicklung im Einzelhandel mit Lebensmitteln.
Grund für das Umsatzminus war die im Vergleich zum Vorjahr erneut rückläufige Umsatzentwicklung im Einzelhandel mit Lebensmitteln.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte, fielen die Umsätze im deutschen Einzelhandel im September 2010 saison- und kalenderbereinigt nominal 2,4 Prozent und real 2,3 Prozent niedriger aus als im August. Im Vormonat August war Einzelhandelsumsatz ebenfalls auf Monatssicht real (-0,4%) gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel dem Statistikamt zufolge allerdings ein Plus, demnach der Einzelhandelsumsatz um nominal 1,6 Prozent und inflationsbereinigt 0,4 Prozent höher lag als im September 2009.

„Die Zahlen unterstreichen, dass der Weg zu einem selbsttragenden Aufschwung kein leichter sein wird", kommentierte Carsten Brzeski, Analyst bei der ING-Bank, die aktuellen Zahlen. Ulrike Hörchens, Sprecherin der Einzelhandelsverbandes HDE, bezeichnete die Zahlen allerdings als eine „keineswegs dramatische Entwicklung“. Derartige Monatsschwankungen kämen ihr zufolge häufiger vor.

Schleppend läuft es weiterhin vor allem im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, wo der Umsatz im September nominal 1,8 Prozent und real 3,5 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahresmonat. Am stärksten büßten die Discounter, Super- und Verbrauchermärkte ein, deren Umsatz nominal um 1,9 Prozent und real um 3,7 Prozent auf Jahressicht zurückging. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lag der Umsatz nominal 0,5 Prozent und real 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Dagegen gut läuft es im sogenannten Non-Food-Einzelhandel, der im September auf Jahressicht gesehen ein Umsatzplus von nominal 3,7 Prozent und real von 3,1 Prozent verzeichnete. Am stärksten legte der Umsatz im Segment Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren zu mit einem realen Jahresplus von 5,3 Prozent. Dahinter folgten Kauf- und Warenhäuser (real: +4,7%) sowie der Einzelhandel mit Haushalts-, Wohn- und Baubedarf (real: +3,0%). Im sonstigen Einzelhandel (z.B. Bücher, Schmuck) sowie im Einzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten erhöhten sich der Umsatz im September binnen Jahresfrist real um 2,9 bzw. 2,0 Prozent. Allein der Internet- und Versandhandel verbuchte einen Umsatzrückgang (real: -3,0).

Bezogen auf die ersten drei Quartale dieses Jahres stieg der Einzelhandelsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nominal um 2,1 Prozent und preisbereinigt um 1,1 Prozent. Wie Hörchens meinte, sei dies „richtig gut“. Dem HDE zufolge dürfte sich das Umsatzplus bis Ende dieses Jahres noch erhöhten, zumal die umsatzstärkste Jahreszeit im Einzelhandel noch bevorsteht. "Wir sind sehr optimistisch, dass die HDE-Prognose eines nominalen Umsatzanstieges um 1,5% im klassischen Einzelhandel im laufenden Jahr erfüllt wird", so die Sprecherin des HDE.
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