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News, 08.05.2008
Einkauf der Zukunft
Fingerabdruck als Bezahlverfahren bis 2015 Standard
Per Fingerabdurck über das Internet, das Handy oder an der Kasse bezahlen? Was heute noch wie Zukunftsmusik klingt, wird im Jahr 2015 nach Einschätzung der meisten Verbraucher als Bezahlverfahren ganz normal sein, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Demnach haben bereits heute neueste Technologien das Potenzial, den täglich Einkauf schon bald zu revolutionieren.
Einem Bericht des Marktforschungsunternehmens TNS Infratest zufolge zeigen sich weltweit 60 Prozent der Verbraucher davon überzeugt, dass sie bis spätestens zum Jahr 2015 mit ihrem Fingerabdruck bezahlen werden können. Dies geht aus der aktuellen Studie "New Future In Store" hervor, für die TNS im Februar 2008 weltweit insgesamt 4.500 Haushalte zu zwölf innovativen und den Einkauf der Zukunft verändernden Technologien befragt hat.

„Intelligente“ Einkaufswägen, interaktive Spiegel und Touchscreens in den Umkleidekabinen sowie 3D-Körperscans für ein perfektes Outfit – nicht alles, was nach Meinung der Verbraucher bis 2015 möglich sein wird, findet weltweit gleichermaßen Zuspruch. So stößt das Bezahlen per Fingerabdruck in China (69%) und in Spanien (64%) auf deutlich größeres Interesse als in Deutschland, wo nur ein Viertel der Befragten ein biometrisches Bezahlverfahren als Anreiz wertet und nur ein jeder Zehnte solche nutzen möchte. In China hingegen planen deren Nutzung rund die Hälfte (48%), in Spanien vier von zehn (41%) und in Japan noch immerhin ein Drittel (34%) der Befragten.

Dan Stanek, Executive Vice President TNS Retail Forward, zeigt sich in jedem Fall vom Nutzen biometrischer Verfahren überzeugt, nach dessen Auskunft biometrische Technologien stark im Kommen sind, angefangen von der Gesichts- und Spracherkennung über den Fingerabdruck bis hin zum Iris- und Netzhaut-Scan: „Diese Art von Technologie wird die Wertschöpfung, Zusammenarbeit und Kommunikation von Händlern und Herstellern auf ein nie dagewesenes Niveau heben – vom Rohstofflieferanten bis hin zum Endkunden und wieder zurück“, prognostiziert der TNS-Experte.

Auch gegenüber holografischen Verkäufern zeigen sich deutsche Konsumenten skeptischer als Verbraucher aus dem Reich der Mitte: Nur rund ein Fünftel (18%) der befragten Deutschen fände solche reizvoll und nur ein Drittel (6%) davon wollte solche, falls verfügbar, nutzen. Ganz anders in China, wo sechs von zehn Befragten (59%) sich für digitales Personal begeistern könnten und rund ein Drittel (34%) deren Dienste nutzen würden. Ein umgekehrtes Bild beim 3D-Body-Scan, der dafür sorgen soll, dass jedes Kleidungsstück auch bestens sitzt: Während in Deutschland sich gut jeder Fünfte (21%) einen solchen Service wünschte, gilt dies in China nur für jeden Zehnten (10%).

"Web-Dienste der nächsten Generation, neue Technologien und der Bedarf an mehr Sicherheit und schnelleren Einkäufen wird zu einer steigenden Nachfrage führen. Derart utopische Konzepte, bei denen beispielsweise vernetzte Kühlschränke automatisch verbrauchte Lebensmittel bestellen, werden die Entwicklung weiterer neuer Produkte fördern helfen", sagt Franz Kilzer, Director Consumer & Retail bei TNS Infratest. Weitere zentrale Ergebnisse der TNS Studie "New Future In Store":

  • 73 Prozent der befragten Verbraucher gehen davon aus, dass der interaktive Service in der Umkleidekabine bis 2015 Realität sein wird. Solche einen Service zu nutzen hingegen beabsichtigen zurzeit nur rund ein Viertel (23%).
  • US-Verbraucher wünschen sich meisten "intelligente" Einkaufswagen. 28 Prozent setzten ihn an die Spitze der 12 abgefragten Innovationen, verglichen mit nur neun Prozent in Frankreich und Deutschland.
  • Unter den Europäern haben die Spanier das größte Interesse am Konzept eines Kühlschranks, der mit anderen Geräten vernetzt ist, um Lebensmittel zu bestellen und anliefern zu lassen (45 Prozent verglichen mit 27 Prozent in Deutschland und 25 Prozent in Großbritannien).

Für Interessenten bietet TNS eine englischsprachige Zusammenfassung der Studie "New Future In Store" zum kostenfreien Download.

Quelle: TNS Infratest

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