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News, 11.01.2011
Einfuhrrekord
Deutsche Wirtschaft importiert so viel wie nie zuvor
Die deutschen Importe haben im November letzten Jahres ein Allzeithoch erreicht. Auch bei den Exporten legte die deutsche Wirtschaft deutlich zu.
Die deutschen Importe steigen deutlich stärker als die Exporte – auch im Außenhandel mit Staaten der EU.
Die deutschen Importe steigen deutlich stärker als die Exporte – auch im Außenhandel mit Staaten der EU.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stiegen die deutschen Einfuhren im November 2010 gegenüber Oktober kalender- und saisonbereinigt um 4,1 Prozent auf ein Volumen von 75,1 Milliarden Euro. Das ist der höchste gemessene Wert in der Außenhandelsstatistik der Bundesrepublik Deutschland und gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus 33,3 Prozent. Die deutschen Exporte stiegen im November ebenfalls. Mit einem Zuwachs gegenüber Oktober um 0,5 Prozent auf 88,0 Milliarden Euro lagen sie im November um 21,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und zugleich so hoch wie seit Oktober 2008 nicht mehr. „Ende des Jahres werden wir 90 Prozent des Kriseneinbruchs wieder aufgeholt haben“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA), die aktuelle Zahlen im Export.

Anstieg der Exporte in EU-

Stärkster Wachstumsmotor bei den deutschen Ausfuhren waren im November abermals die Länder außerhalb der Europäischen Union (Drittländer), die aus Deutschland Waren im Wert von 35,7 Milliarden Euro bezogen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das ein Zuwachs um 24,7 Prozent. Aber auch die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten legten kräftig zu. Sie stiegen im November binnen Jahresfrist um 19,7 Prozent auf 52,3 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Oktober hatte das Ausfuhrplus auf Jahressicht noch 14,9 Prozent betragen. Stärkster Abnehmer in der EU waren im November erneut die Eurozone-Länder, die ihre Einfuhren aus Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,9 Prozent auf 35,3 Milliarden Euro steigerten. Die Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, erhöhten sich mit einem Volumen von 17,0 Milliarden Euro auf Jahressicht sogar um 23,7 Prozent.

Deutsche Importe aus EU schnellen in die Höhe

Wie aus den Einfuhrzahlen im November hervorgeht, kann von einem Wiedererstarken der deutschen Wirtschaft auf Kosten der EU-Länder - trotz Außenhandelsbilanzüberschuss - keine Rede sein. So stiegen die deutschen Einfuhren aus den EU-Mitgliedsstaaten im November um stolze 30,7 Prozent auf ein Volumen von 47,2 Milliarden Euro und damit erheblich stärker als die Exporte in die EU. Die Einfuhren aus Nicht-Eurzone-Ländern erhöhten sich mit 14,0 Milliarden Euro auf Jahressicht sogar um 32,3 Prozent. Die Importe aus der Eurozone beliefen sich im November auf 33,3 Milliarden Euro und überstiegen das Niveau des Vorjahresmonats um 29,7 Prozent. Die deutschen Einfuhren aus den Nicht-EU-Ländern erhöhten sich auf Jahressicht sogar um 38,3 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro.

„Erneut zeigt sich, dass die deutsche Wirtschaft der Motor für die anderen EU-Staaten ist. Die deutschen Unternehmen nehmen ihren europäischen Nachbarn eben nichts weg, sondern stärken sie durch ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit“, so BGA-Chef Börner. Die  Entwicklung der Einfuhren belege Börner zufolge eindeutig, dass Europa in großem Umfang von der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland profitiere.

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