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News, 26.10.2011
Einfuhrpreisindex
Deutsche Importpreise deutlich gestiegen
Kräftige Preisanstiege bei Energie haben im September die deutschen Importpreise gegenüber August nach oben getrieben. Auch die Jahresteuerungsrate zog wieder an.
Die Teuerung der deutschen Exporten hat sich - anders als die der Importe - im September dagegen erneut verlangsamt.
Die Teuerung der deutschen Exporten hat sich - anders als die der Importe - im September dagegen erneut verlangsamt.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg der Index der Einfuhrpreise im September gegenüber August um 0,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Importe im Durchschnitt um 6,9 Prozent. Im August waren die Einfuhrpreise noch um 0,7 Prozent auf Monatssicht zurückgegangen und die Jahresteuerungsrate nach 7,5 Prozent im Juli mit einem Rückgang auf 6,6 Prozent auf den niedrigsten Stand seit September 2009 gesunken. Der Index der Ausfuhrpreise lag im September 2,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und blieb auf Monatssicht konstant. Im August hatten die deutschen Exporte nach 3,7 Prozent im Juli noch eine Jahresteuerungsrate von 3,2 Prozent  ausgewiesen.

Rohölpreise legen kräftig zu

Verantwortlich für den deutlichen, wenn auch von Experten erwarteten Anstieg des Preisindexes war unter anderem ein Anziehen der Preise für importierte Energie, die sich im Durchschnitt gegenüber August um 1,9 Prozent erhöhten und eine Jahresveränderungsrate von 28,4 Prozent auswiesen. Im Monat zuvor waren die Preise für importierte Energie noch um 3,0 Prozent auf Monatssicht gesunken und 25,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Kräftige Preisanstiege verzeichneten Importeure vor allem bei Rohöl, für das im September 4,3 Prozent mehr zu bezahlen war als im August und 35,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch Mineralölerzeugnisse verteuerten sich deutlich. Sie kosteten 3,0 Prozent mehr als im August und 30,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Erdgaspreise lagen mit einer Jahresveränderungsrate von 19,8 Prozent ebenfalls deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats, gaben allerdings auf Monatssicht um 3,8 Prozent nach.

Rohkupferpreise geben weiter nach

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe verteuerte sich sowohl auf Jahressicht als auch auf Monatssicht vor allem Eisenerz, für das deutsche Importeure im September 3,6 Prozent mehr zahlen mussten als im August und 14,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze lagen 4,0 Prozent über dem Vorjahresniveau, gingen aber binnen Monatsfrist um 1,7 Prozent zurück. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten ebenfalls weniger als im August (-1,3%) und verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresniveau nur leicht um 1,0 Prozent. Nicht-Eisen-Metalle hingegen kosteten 9,3 Prozent mehr als im September 2010, verbilligten sich gegenüber August aber ebenfalls leicht um 0,9 Prozent. Die Preise für Rohaluminium lagen im September 9,6 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats und sanken gegenüber August um 0,5 Prozent. Die stärkste Entspannung verzeichneten Importeure von Rohkupfer, das sich im September erneut auf Monatssicht um 2,7 Prozent verbilligte und nach einem Rückgang der Jahresveränderungsrate im August von 25,4 Prozent im Juli auf  11,7 Prozent eine weitere Halbierung der Jahresteuerung auf 5,1 Prozent auswies.

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse waren vor allem Düngemittel (+ 28,4 %) teurer als im Vorjahresmonat, wobei sich die Preise gegenüber August um 1,9 Prozent verringerten. Auch Kunststoffe in Primärformen kosteten deutlich mehr als im Vorjahresmonat (+8,0%), verbilligten sich aber ebenfalls auf Monatssicht um 0,4 Prozent.

Rückläufiger Preisauftrieb bei Getreide- und Rohkaffeeimporten

Im Nahrungsmittelsektor verzeichneten vor allem Importeure von Rohkaffee eine deutliche Entspannung bei den Preisen, der mit einer Jahresveränderungsrate von 24,6 Prozent zwar weiter deutlich war als im Vorjahresmonat, sich aber gegenüber August um 3,0 Prozent verbilligte und eine rückläufige Jahresteuerung aufwies. Im August hatte die Jahresteuerungsrate von Rohkaffeeimporten noch 30,1 Prozent betragen. Die Preise für Getreideimporte fielen ebenfalls gegenüber August (-1,4%) und lagen im September 12,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im August waren die Preise für importiertes Getreide noch 16,4 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen. Geflügelfleisch dagegen verteuerte sich auf Monatssicht dagegen um 4,7 Prozent und kostete 19,0 Prozent mehr zahlen als im September 2010. Die Preise für Schweinefleisch lagen 13,9 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen ebenfalls deutlich gegenüber August (+4,1%), während Schweinefleisch nur eine Jahresveränderungsrate von 3,3 Prozent auswies und sich leicht auf Monatssicht verbilligte (-0,4%). Importierte Milch und Milcherzeugnisse waren ebenfalls etwas günstiger als im August (-0,2%) und kosteten 7,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
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