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News, 28.11.2011
Einfuhrpreisindex
Deutsche Importe wieder etwas günstiger
Die deutschen Einfuhrpreise haben im Oktober etwas stärker nachgegeben als erwartet. Vor allem Importe von Metallen, aber auch Getreide und Rohkaffee verbilligten sich weiter deutlich.
Preistreiber Nr. 1 bleibt weiter Energie. Vor allem die Erdgaspreise zogen kräftig an.
Preistreiber Nr. 1 bleibt weiter Energie. Vor allem die Erdgaspreise zogen kräftig an.

Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge sank der Index der deutschen Einfuhrpreise im Oktober gegenüber September um 0,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Die Jahresteuerungsrate der deutschen Importe lag im Oktober dem Statistikamt zufolge bei 6,8 Prozent und damit ebenfalls unter dem Niveau des Vormonats. Im September waren die deutschen Einfuhrpreise noch auf Monatssicht um 0,6 Prozent gestiegen und durchschnittlich 6,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen.

Erdgaspreise ziehen kräftig an

Preistreibend wirkte im Oktober einmal mehr auf Jahressicht die Preisentwicklung bei importierte Energie, für die Importeure im Oktober durchschnittlich 28,1 Prozent mehr zahlen mussten als im Jahr zuvor und 1,2 Prozent mehr als im Vormonat. Im September hatte sich importierte Energie bereits um 1,9 Prozent auf Monatssicht verteuert und die Jahresveränderungsrate 28,4 Prozent betragen. Die höchste Jahresteuerung wies importiertes Rohöl auf mit einem Preisanstieg um 32,1 Prozent, das sich allerdings auf Monatssicht um 2,0 Prozent verbilligte. Mineralölerzeugnisse kosteten 26,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber ebenfalls auf Monatssicht (-1,2% gegenüber September). Erheblich mehr bezahlen als im September mussten Importeure dagegen für Erdgas, das sich auf Monatssicht um 11,3 Prozent verteuerte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Erdgaspreise um 27,9 Prozent. Ohne den Preisauftrieb bei Energieprodukten wäre der Index der Einfuhrpreise lediglich um 3,8 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Preise für Rohkupfer und Nicht-Eisen-Metallerze weiter im Sinkflug


Bei den Metallen ließ der Preisdruck im Oktober weiter nach. So verbilligten sich beispielsweise Nicht-Eisen-Metallerze gegenüber September um 8,0 Prozent und binnen Jahresfrist um 4,3 Prozent. Für Rohkupfer mussten deutsche Importeure im Oktober sogar 9,5 Prozent weniger zahlen als im September und 6,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Weiter deutlich teurer als im Vorjahr war dagegen Eisenerz, das eine Jahresteuerung von 16,0 Prozent aufwies, wenngleich auch hier die Preise binnen Monatsfrist leicht sanken (-1,7 Prozent). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber ebenfalls deutlich gegenüber September (- 1,9 Prozent). Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sanken binnen Monatsfrist um 5,8 Prozent und lagen 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch bei Rohaluminium schwächte sich der Preisdruck weiter ab:  Hier sank das Preisniveau auf Monatssicht um 1,5 Prozent und die Jahresteuerungsrate auf 7,9 Prozent (September: + 9,6%).

Preisdruck bei Rohkaffee erneut gesunken

Im Nahrungsmittelsektor gaben vor allem die Preise für Rohkaffeeimporte weiter nach, die zwar mit einer Veränderungsrate von 17,5 Prozent erheblich teurer blieben als im Vorjahresmonat, sich allerdings auf Monatssicht erneut um 6,1 Prozent verbilligten. Zum Vergleich: Im September hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 24,6 Prozent und im August sogar bei 30,1 Prozent gelegen. Auch bei Getreide entspannte sich die Lage an der Preisfront weiter. Hier fielen die Preise gegenüber September um 1,4 Prozent. Die Jahresteuerungsrate ging ebenfalls erneut zurück: Sie sank von 12,4 auf 10,1 Prozent. Die Preise für Geflügelfleisch erhöhten sich auf Jahressicht um 18,5 Prozent (-0,2% gegenüber September), die Preise für Rindfleisch um 12,8 Prozent (+1,0% gegenüber September) und die für Schweinefleisch um 6,2 Prozent (+0,2% gegenüber September). Importierte Milch und Milcherzeugnisse kosteten im Oktober 7,5 Prozent mehr als Vorjahresmonat (-0,2% gegenüber September).

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