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News, 30.08.2010
Einfuhrpreise
Preisauftrieb im deutschen Außenhandel setzt sich fort
Im Juli sind die Preise für Importe auf Jahressicht so stark gestiegen wie seit 10 Jahren nicht mehr. Auch die deutschen Ausfuhrpreise erhöhten sich erneut.
Einen besonders kräftigen Preisschub gab es auf Monatssicht im Juli bei Getreide, allen voran bei importiertem Weizen.
Einen besonders kräftigen Preisschub gab es auf Monatssicht im Juli bei Getreide, allen voran bei importiertem Weizen.
Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Preise für deutsche Importe im Juli um 9,9 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Laut Statistikamt war das der höchste Anstieg binnen Jahresfrist seit November 2000 (+10,6%). Im Juni war der Index der Einfuhrpreise noch um 9,1 Prozent und im Mai um 8,5 Prozent über dem Vorjahresmonat gelegen. Bei den Ausfuhrpreisen registrierten die Statistiker im Juli ebenfalls einen erneuten Anstieg um 4,1 Prozent und damit den stärksten Jahrespreisauftrieb seit 1982 (+ 4,3% gegenüber Juni 1981). Im Juni hatte hier die Jahresteuerung noch 3,9 Prozent und im Mai 3,6 Prozent betragen.

Erdgaspreise ziehen kräftig an


Den Statistikern zufolge war der Anstieg der Einfuhrpreise im Juli ebenso wie in den Vormonaten vor allem auf die höheren Energiepreise zurückzuführen, die im Berichtszeitraum um 30,4 Prozent höher lagen als im Juli 2009 (+0,1% gegenüber Juni 2010). Dabei erhöhten sich die Preise für Rohöl binnen Jahresfrist um 35,4 Prozent (-0,1% zum Juni) und die für Mineralölerzeugnisse um 27,5 Prozent (-5,6% zum Juni). Erdgas verteuerte sich auf Jahressicht um 29,0 Prozent und im Vergleich zum Juni um 7,5 Prozent. Der Einfuhrpreisindex ohne Energieprodukte lag im Juli um 7,5 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Eisenerz verteuert sich zum vierten Mal in Folge

Auch die Rohstoffpreise liegen weiter deutlich höher als im Vorjahr. Das gilt vor allem für Eisenerz, das im Juli um 65,4 Prozent mehr kostete als im Vergleichszeitraum 2009 und sich zum vierten Mal in Folge auf Monatssicht verteuerte (+8,9% gegenüber Juni 2010). Für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten deutsche Importeure auf Jahressicht gesehen um 30,0 Prozent mehr zahlen. Im Vergleich zum Juni blieben hier die Preise gleich. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze und Nicht-Eisen-Metalle lagen im Juli um 34,0 bzw. 30,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (-2,7% bzw. -2,9% zum Juni). Nickel und Rohkupfer waren im Juli um 44,6 bzw. 41,9 Prozent teuerer als im Vorjahr, verbilligten sich aber gegenüber Juni um 4,5 bzw. 1,3 Prozent. Auch Rohaluminium war deutlich teurer als im Vorjahr (+17,7% gegenüber Juli 2009; -1,1% gegenüber Juni).

Weizen fast ein Viertel teurer als im Juni

Im Nahrungsmittelsektor verteuerte sich auf Jahressicht am stärksten Rohkaffee, für den deutsche Importeure im Juli um 37,1 Prozent höhere Einfuhrpreise zahlen mussten als im Vorjahr (+3,7% gegenüber Juni). Auch Milch und Milchprodukte waren deutlich teurer. Hier stiegen die Einfuhrpreise binnen Jahresfrist um 15,4 Prozent und im Vergleich zum Juni um 1,2 Prozent. Den stärksten Preisanstieg auf Monatssicht gab es im Juli bei Getreide, das sich gegenüber Juni um 13,2 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 18,5 Prozent verteuerte. Die Preise für Weizen-Importe erhöhten sich im Juli gegenüber Juni sogar um 22,5 Prozent (+ 14,3% gegenüber Juli 2009).
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