VOLLTEXTSUCHE
News, 27.05.2011
Einfuhrpreise
Preisauftrieb bei Importen schwächt sich deutlich ab
Der Anstieg der deutschen Einfuhrpreise hat sich im April erheblich verlangsamt: Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge lag die Teuerung deutscher Importe im April so niedrig wie seit einem halben Jahr nicht mehr.
Trotz der leichten Entspannung: In vielen Bereichen zogen die Preise für deutsche Importe weiter an
Trotz der leichten Entspannung: In vielen Bereichen zogen die Preise für deutsche Importe weiter an
Der Anstieg der Außenhandelspreise schwächt sich weiter ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, stiegen die deutschen Einfuhrpreise im April gegenüber März nur leicht um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich der Index der deutschen Einfuhrpreise um 9,4 Prozent. Sowohl auf Monats- als auch Jahressicht ist das der geringste Anstieg seit Oktober 2010, als die Preise gegenüber September um 0,3 Prozent gesunken waren und die Jahresveränderungsrate 9,2 Prozent betragen hatte. Analysten hatten Reuters zufolge im April nachdem die Einfuhrpreise im Vormonat auf Monatssicht um 1,1 Prozent gestiegen waren, mit einem doppelt so starken Anstieg gegenüber März gerechnet. Im März war der Index der Einfuhrpreise noch um 11,3 Prozent und im Februar sogar um 11,9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Der Index der deutschen Ausfuhrpreise stieg im April gegenüber März um ebenfalls 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 4,2 Prozent. Das ist die niedrigste Jahresveränderungsrate seit August 2010 (4,2%). Im März und Februar waren die Ausfuhrpreise noch auf Jahressicht um 4,9 bzw. 5,4 Prozent gestiegen.

Preise für Energie- und Nahrungsmittelimporte steigen weiter

Ungeachtet der rückläufigen Teuerung beim Einfuhrpreisindex, zeigte die Preisentwicklung in vielen Gütergruppen im April erneut nach oben, allen voran bei Energie. So stiegen die Preise für importierte Energie im April auf Monatssicht im Durchschnitt erneut um 2,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat verteuerten sich Energieprodukte um 31,2 Prozent. Den höchsten Preissprung gegenüber März gab es bei importiertem Erdgas, das sich für Importeure im April auf Monatssicht um 3,3 Prozent verteuerte. Auf Jahressicht erhöhten sich die Erdgaspreise um 29,3 Prozent. Für Mineralölerzeugnisse und Rohöl mussten Importeure ebenfalls mehr bezahlen als im März. Hier stiegen die Preise für Importe im April auf Monatssicht um 2,7 bzw. 1,4 Prozent. Auf Jahressicht verteuerten sich Mineralölerzeugnisse und Rohöl um 31,7 bzw. 32,8 Prozent. Ohne die Preiserhöhung bei Energie wäre der Index der deutschen Einfuhrpreise nur um 6,2 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und gegenüber März konstant geblieben.

Im Nahrungsmittelsektor hat sich der Preisdruck bei vielen Waren ebenfalls verstärkt. Den stärksten Preisauftrieb gegenüber März gab es bei Getreide, für das Importeure im April auf Monatssicht 5,1 Prozent mehr zahlen mussten und 72,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch Rohkaffee verteuerte sich erneut. Hier stiegen die Preise gegenüber März um 1,8 Prozent und lagen sogar 74,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Kräftige Preisanstiege gab es auch bei Fleisch. So verteuerte sich Geflügelfleisch auf Jahressicht um 16,7 Prozent und gegenüber März erneut um 2,2 Prozent. Die Preise für Schweinefleisch stiegen gegenüber März sogar um 4,3 Prozent und lagen um 10,0 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Rindfleisch mussten Importeure 10,3 Prozent mehr zahlen als im Vergleichszeitraum und 2,3 Prozent mehr als im März. Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse stiegen gegenüber März um 1,7 Prozent und lagen 14,6% über dem Vorjahresniveau.

Bei den Metallen und ihren Rohstoffen verteuerte sich am stärksten Eisenerz. Hier stiegen die Preise gegenüber März um 15,4 Prozent und lagen 69,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten deutsche Importeure 11,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat und 0,1 Prozent mehr als im März. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze stiegen im April auf Jahressicht um 11,5 Prozent, gaben allerdings auf Monatssicht leicht nach (-1,9%). Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug kosteten 14,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber ebenfalls leicht gegenüber März (-0,8%). Die Preise für Rohkupfer lagen 13,5% über dem Vorjahresniveau (- 3,0% gegenüber März 2011), die Preise für Rohaluminium erhöhten sich auf Jahressicht um 15,9 Prozent (+ 0,4% gegenüber März 2011).

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse verteuerten sich vor allem Düngemittel, die im April 36,0 Prozent mehr kosteten als im Vorjahresmonat und 2,0 Prozent mehr als im März.  Für Kunststoffe in Primärformen mussten deutsche Importeure ebenfalls deutlich mehr bezahlen. Hier stiegen die Preise gegenüber März um 1,6 Prozent und binnen Jahresfrist um 15,7 Prozent.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG