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News, 28.08.2012
Einfuhrpreise Juli
Deutsche Importe mit geringster Jahresteuerung seit 2009
Die deutschen Importpreise sind im Juli so schwach auf Jahressicht gestiegen wie seit Dezember 2009 nicht mehr. Bei Energieprodukten verringerte sich der Inflationsdruck binnen Jahresfrist zwar ebenfalls erneut, gegenüber Juni zogen allerdings die Preise für Energieimporte deutlich an.
Die moderate Preisentwicklung bei den deutschen Importen dürfte weiterhin sowohl bei den Erzeugerpreisen als auch den verbraucherpreisen für Entlastung sorgen.
Die moderate Preisentwicklung bei den deutschen Importen dürfte weiterhin sowohl bei den Erzeugerpreisen als auch den verbraucherpreisen für Entlastung sorgen.

Der Preisauftrieb bei deutschen Importen hat sich im Juli den zehnten Monat in Folge abgeschwächt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verteuerten sich nach Deutschland importierte Güter gegenüber Juli letzten Jahres  lediglich im Schnitt um 1,2 Prozent. Das ist die geringste Jahresveränderungsrate seit Dezember 2009, als sich Importe nach Deutschland im Schnitt um 1,0 Prozent auf Jahressicht verbilligt hatten. Zum Vergleich: Im Juli letzten Jahres hatte sich der Index der deutschen Einfuhrpreise noch auf Jahressicht um 7,5 Prozent erhöht. Gegenüber Juni stieg der Index im Juli allerdings um 0,7 Prozent, wobei Experten, nachdem er zuvor drei Monate in Folge binnen Monatsfrist gesunken war, sogar im Schnitt mit einem Anstieg um 0,9 Prozent gerechnet hatten. Der Index der Ausfuhrpreise stieg gegenüber Juli letzten Jahres um 1,4 Prozent. Hier blieb die Jahresveränderungsrate binnen Monatsfrist konstant (Juni: ebenfalls +1,4%). Gegenüber Juni verteuerten sich deutsche Exporte im Schnitt um 0,3 Prozent.

Importe von Eisenerzen und Nickel fast ein Fünftel günstiger als im Vorjahr

Besonders stark beeinflusst wurde die Entwicklung des Index der Einfuhrpreise sowohl auf Jahres- als auch Monatssicht wie in den Vormonaten durch die Preisentwicklung im Sektor Energie. So legten die Preise für importierte Energie im Juli um 3,3 Prozent gegenüber Juni zu. Im Juni waren die Preise noch auf Monatssicht um 7,2 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhte sich das Preisniveau von Energieimporten um 1,5 Prozent (Jahresteuerungsrate Juni: +1,8%).  Ohne die Preiserhöhungen bei Erdöl und Mineralerzeugnissen wäre der Index der Einfuhrpreise im Juli lediglich 1,0 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und binnen Monatsfrist sogar um 0,4 Prozent gesunken.

Weiter stark rückläufige Preise verzeichneten auf Jahressicht dagegen Importeure von unter anderem Eisenerzen. Sie verbilligten sich gegenüber Juli letzten Jahres um 18,5 Prozent  (-0,5% gegenüber Juni). Auch Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren im Juli deutlich günstiger. Hier lag das Preisniveau im Schnitt 6,5 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats  (-1,5% gegenüber Juni). Für Nicht-Eisen-Metallerze mussten Importeure 4,4 Prozent weniger zahlen als vor einem Jahr. Importierte Nicht-Eisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug verbilligten sich im Juli auf Jahressicht um durchschnittlich 4,8 Prozent.  Am stärksten gaben hier die Preise für Nickel nach, das im Durchschnitt 18,4 Prozent weniger kostete als im Vorjahresmonat (+1,5% gegenüber Juni). Aber auch Kupfer-und Aluminiumimporte waren deutlich günstiger als im Juli letzten Jahres (-6,9 bzw. -4,9%).

Im Sektor Nahrungsmittel verbilligte sich vor allem Rohkaffee. Für ihn mussten Importeure 15,8 Prozent weniger zahlen als im Vorjahr (+2,1% gegenüber Juni). Im Juni hatte die Jahresveränderungsrate von importiertem Rohkaffee sogar noch 19,8 Prozent betragen. Milch und Milcherzeugnisse verbilligten sich ebenfalls deutlich um 6,1 Prozent gegenüber Juli letzten Jahres (-0,3% gegenüber Juni).

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