VOLLTEXTSUCHE
News, 02.03.2012
Einfuhrpreise Januar
Unerwartet starker Preisschub bei Importen zu Beginn des Jahres
Stark gestiegene Energiepreise haben den Index der Einfuhrpreise im Januar deutlich steigen lassen. Auf Jahressicht hat sich der Preisauftrieb bei deutschen Importen jedoch weiter abgeschwächt.

Aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge sind die deutschen Einfuhrpreise im Januar deutlich stärker gestiegen als von Experten erwartet. Demnach verteuerten sich deutsche Importe gegenüber Dezember im Schnitt um 1,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Gegenüber Januar 2011 erhöhte sich der Index der Einfuhrpreise um 3,7 Prozent. Damit zeigte Jahresteuerungsrate der Importe den vierten Monat in Folge nach unten, wenn auch nicht ganz so stark wie ursprünglich erwartet (Prognose: +3,0%). Im Dezember letzten Jahres hatte die Jahresveränderungsrate der deutschen Einfuhrpreise 3,9 Prozent und im November sogar noch 6,0 Prozent betragen.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Januar 2,1 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Hier blieb die Jahresteuerungsrate binnen Monatsfrist konstant (Vormonat: ebenfalls 2,1%). Gegenüber Dezember verteuerten sich deutsche Exporte im Schnitt um 0,8 Prozent.  und stieg gegenüber Dezember um 2,8 Prozent.

Preisauftrieb bei Energie verstärkt sich wieder

Dem Statistikamt nach war ein wesentlicher Teil der Jahresteuerungsrate im Januar der Preisentwicklung bei Energie geschuldet. So verteuerte sich importierte Energie im Schnitt auf Jahressicht um 17,4 Prozent und gegenüber Dezember um 1,6 Prozent. Im Dezember war die Jahresteuerungsrate von Energieimporten noch bei 16,9 Prozent gelegen. Ohne die Preiserhöhungen bei Energie wäre die Jahresveränderungsrate des Index der Einfuhrpreise im Januar lediglich bei 1,6 Prozent und damit weniger als halb so hoch gelegen. Den stärksten Preisschub binnen Monatsfrist gab es bei importierte Mineralölerzeugnissen, die sich im Schnitt gegenüber Januar um 6,8 Prozent verteuerten und eine Jahresveränderungsrate von 18,6 Prozent auswiesen. Die höchste Jahresteuerung verzeichneten allerdings Erdgas-Importeure, die im Januar 23,2 Prozent mehr zahlen musste als im Jahr zuvor (+0,7% gegenüber Dezember). Die Preise für importiertes Erdöl stiegen binnen Jahresfrist um 17,7 Prozent (+4,3% gegenüber Dezember).

Preissturz bei Eisenerz-Importen

Erheblich verbilligt hat sich dagegen Eisenerz, für das Importeure im Januar 17,9 Prozent weniger zahlen mussten als im Dezember und 8,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Im Dezember hatten die Preise für importiertes Eisenerz noch 14,6 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen. Auch für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten Importeure weniger bezahlen. Hier sanken die Einfuhrpreise im Januar gegenüber Dezember um 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 6,8 Prozent. Nichteisen-Metallerze waren 6,1 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, allerdings 6,6 Prozent teurer als im Vormonat. Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug verbilligten sich  auf Jahressicht um  5,3 Prozent (+2,7% gegenüber Dezember). Am stärksten gaben allerdings auf Jahressicht die Preise für Nickel nach, für das Importeure trotz einer Teuerung um 10,2 Prozent gegenüber Dezember im Durchschnitt 20,7 Prozent weniger zahlen mussten als im Januar 2010.

Im Nahrungsmittelsektor verteuerte sich vor allem Geflügelfleisch, für das Importeure 16,8 Prozent mehr zahlen mussten als im Jahr zuvor, allerdings 0,6 Prozent weniger als im Dezember. Importiertes Schweinefleisch war ebenfalls deutlich teurer als im Vorjahr. Hier lagen die Preise im Januar trotz deutlicher Verbilligung gegenüber Dezember (-3,2%) 10,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Preise für importierten Rohkaffee lagen dagegen 3,2 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonat (+0,4% gegenüber Dezember).

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG