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News, 07.03.2015
Einfuhrpreise Januar
Importpreise für Energie im freien Fall
Fortgesetzt stark fallende Energiepreise haben zu Jahresbeginn den Index der deutschen Einfuhrpreise erneut im Jahresvergleich nach unten gedrückt. Die Preise für Energie herausgerechnet verteuerten sich Importe jedoch erstmals wieder binnen Jahresfrist.
Die Talfahrt der deutschen Einfuhrpreise hat sich im Januar fortgesetzt. Berechnungen des Statistischen Bundesamt nach mussten Unternehmen für Importe zu Beginn des Jahres durchschnittlich 4,4 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich der Rückgang des Einfuhrpreis-Niveaus seit Oktober 2014 (-1,2 %) den dritten Monat in Folge beschleunigt. Im Dezember hatte die Jahresteuerungsrate -3,7 Prozent betragen. Auf Monatssicht gab der Index 0,8 Prozent nach.

Energiepreise um über ein Drittel niedriger

Dass der Importpreisindex weiter nachgab und im Januar erneut unter dem Vorjahresstand blieb, war allerdings in erster Linie auf massive Preisrückgänge bei importierter Energie zurückzuführen. So lagen die Einfuhrpreise für Energie im Januar durchschnittlich 34,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Importiertes Erdöl kostete im Durchschnitt sogar fast die Hälfte (- 47,9 %) weniger als noch ein Jahr zuvor. Auch Mineralölerzeugnisse und Erdgas waren erheblich günstiger. Hier unterschritten die Preise im Januar das Vorjahresniveau um 37,5 Prozent beziehungsweise 13,6 Prozent.  Die Preise für importierten Strom verringerten sich im Jahresvergleich um 9,8 Prozent und binnen Monatsfrist um 5,8 Prozent. Gegenüber Dezember verbilligten sich Energieimporte im Schnitt um 12,4 Prozent.

Lässt man die Preisrückgänge bei Energie außen vor, lagen die Einfuhrpreise im Januar dagegen 1,3 Prozent über dem Vorjahresstand und 0,8 Prozent über dem Dezember-Niveau. Lediglich die Preisentwicklung von Erdöl und Mineralölerzeugnissen herausgerechnet überschritten die Einfuhrpreise das Vorjahresniveau um 0,7 Prozent (+ 0,6 % gegenüber Dezember).

Rohstoffpreise ebenfalls auf Talfahrt, Preisexplosion bei Rohkaffee

Auch Rohstoffe verbilligten sich im Jahresvergleich massiv. Sie kosteten im Januar durchschnittlich 31,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 10,5 Prozent weniger als im Dezember. Starke Preisrückgänge gab es hier vor allem bei Eisenerzen, die im Januar fast ein Drittel (- 32,1 %) günstiger waren als im gleichen Zeitraum des Jahres zuvor. Deutlich teurer waren dagegen Metalle, wo die Preise das Vorjahresniveau um 5,7 Prozent überstiegen. Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug verteuerten sich im Schnitt sogar auf Jahressicht um 11,2 Prozent, Aluminium kostete sogar ein gutes Viertel (+ 27,3 %) mehr als im Vergleichszeitraum 2014. Auch die Weizenpreise lagen deutlich höher als im Vorjahresmonat (+ 7,4 %), während Mais-Importe erheblich günstiger waren als im Januar 2014 (- 15,2 %). Das Preisniveau von Getreide insgesamt dagegen blieb im Jahresvergleich annähernd konstant (- 0,2 %).

Importierte Nahrungsmittel waren ebenfalls im Januar günstiger als im Vorjahresmonat. Sie verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 2,6 Prozent. Signifikante Preisrückgänge verzeichneten unter anderem Importeure von Milch und Milcherzeugnissen. Hier unterschritten die Preise das Niveau von Januar 2014 im Schnitt um 10,7 Prozent. Ähnlich starke Preisrückgänge gab es auch bei Fleisch (ohne Geflügel), das sich binnen Jahresfrist um 8,9 Prozent verbilligte. Ein wahre Preisexplosion gab es dagegen bei importierten Rohkaffee: Er kostete im Januar durchschnittlich 51,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 4,2 Prozent mehr als im Dezember.

Investitionsgüter waren im Durchschnitt 1,1 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, Konsumgüter kosteten im Januar durchschnittlich 2,0 Prozent mehr, Gebrauchsgüter verteuerten sich auf Jahressicht sogar im Schnitt um 2,3 Prozent. Die Preise für Verbrauchsgüter lagen durchschnittlich 1,9 Prozent über dem Niveau von Januar 2014.
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