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News, 09.07.2013
Rückläufige Auslandsnachfrage
Einbruch der deutschen Exporte
Rückschlag für den deutschen Außenhandel: Die Exporte deutscher Unternehmen sind im Mai so stark auf Monatssicht zurückgegangen wie seit Ende 2009 nicht mehr.
Besonders die Exporte in die EU-Mitgliedsländer verringerten sich im Jahresvergleich erheblich. Anders die Importe aus der EU: Sie blieben nahezu konstant.
Besonders die Exporte in die EU-Mitgliedsländer verringerten sich im Jahresvergleich erheblich. Anders die Importe aus der EU: Sie blieben nahezu konstant.
Die deutsche Exportwirtschaft hat nach dem starken Start ins zweite Quartal einen schweren Dämpfer erfahren.  Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, gingen die Exporte der deutschen Wirtschaft im Mai gegenüber April kalender- und saisonbereinigt um 2,4 Prozent zurück. Einen so starken Rückgang der deutschen Ausfuhren binnen Monatsfrist gab es zuletzt im Dezember 2009. Von Reuters befragten Ökonomen hatten nach dem starken Quartalsauftakt (April: +1,9 %) im Mittel lediglich eine leichte Abschwächung der Auslandsnachfrage um 0,4 Prozent erwartet. Gegenüber Mai 2012 verringerten sich die deutschen Ausfuhren mit einem Gesamtvolumen von 88,2 Milliarden Euro sogar um 4,8 Prozent.

Besonders starke Exporteinbußen verzeichnete die deutsche Wirtschaft in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU). Hier verringerte sich die Nachfrage nach Produkten „made in Germany“ gegenüber Mai 2012 um 7,1 Prozent (Wert der Warenlieferungen: 50,0 Mrd. Euro). Die Exporte in die Eurozone-Länder verringerten sich auf Jahressicht sogar um 9,6 Prozent (Ausfuhrvolumen: 32,3 Mrd. Euro). In die Mitgliedsstaaten der EU, die nicht der Eurozone angehören, versandten deutsche Unternehmen ebenfalls 2,4 Prozent weniger Waren als im Vorjahresmonat (Ausfuhrwert: 17,7 Mrd. Euro). Aber auch die Nicht-EU-Länder, die sogenannten Drittländer, bezogen von deutschen Unternehmen weniger Waren. Hier verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Rückgang der Exporte gegenüber Mai 2012 um 1,6 Prozent (Ausfuhrvolumen: 38,2 Mrd. Euro).

Die deutschen Importe gingen ebenfalls auf Jahressicht zurück. Sie beliefen sich im Mai auf einen Warenwert von 75,2 Milliarden Euro und lagen damit 2,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau, allerdings etwas höher als im April (+ 1,7 %). Vor allem aus dem außereuropäischen Ausland bezogen deutsche Unternehmen deutlich weniger Waren. Aus diesen Ländern verringerten sich die Wareneinfuhren gegenüber Mai 2012 um 5,9 Prozent (Einfuhrvolumen: 26,1 Mrd. Euro). Die Importe aus den EU-Mitgliedsländern lagen dagegen mit Warenbezügen im Wert von 49,1 Milliarden Euro nur 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wobei die Einfuhren aus den Eurozone-Staaten (- 0,5 %) deutlich weniger stark zurückgingen als die Importe aus den anderen Ländern der EU (- 1,3 %).
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