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News, 08.08.2016
Unerwartetes Orderminus
Einbruch der Auftragseingänge im Euroraum
Ein starker Rückgang der Bestellungen aus den Euroländern hat den Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe insgesamt im Juni unter das April-Niveau zurückgehen lassen.
Im Quartalsvergleich hat sich der Auftragseingang ebenfalls leicht abgeschwächt (Grafik: BMWi).
Im Quartalsvergleich hat sich der Auftragseingang ebenfalls leicht abgeschwächt (Grafik: BMWi).
Der Auftragseingang aus den Euroländern hat im Juni stark an Fahrt verloren und die ansonsten positive Orderentwicklung im Verarbeitenden Gewerbe getrübt. Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge ging der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber Mai um 0,4 Prozent zurück. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten eigentlich mit einem weiteren Zuwachs der Bestellungen gerechnet und für Juni im Median ein Auftragsplus von 0,5 Prozent prognostiziert. „Der Umfang an Großaufträgen war im Juni unterdurchschnittlich“, führte das Ministerium zu den Gründen an. Im Mai hatte sich der Auftragseingang nach den  deutlichen Ordereinbußen im April (- 1,9 %) auf Monatssicht stabilisiert (+ 0,1 %).

Verhagelt wurde die Bilanz in erster Linie durch ein starkes Orderminus in den Euroländern, wo die Nachfrage nach Industriezeugnissen im Juni gegenüber Mai um 8,5 Prozent zurückging. Diesen Rückgang konnten auch die starken Orderzugewinne in den Ländern außerhalb des Euroraums, wo der Auftragseingang binnen Monatsfrist um 3,8 Prozent nach oben ging, nicht kompensieren. Damit stand im Ausland in der Monatsendbilanz im Juni unter dem Strich ein Auftragsminus von 1,2 Prozent. Dieses konnte auch durch eine stärkere Bestelldynamik im Inland (+ 0,7 %) nicht aufgefangen werden.

Auch auf Quartalssicht büßte das Verarbeitende Gewerbe bei den Orders ein. Hier zeigt sich im Zeitraum April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal ein Rückgang der Bestellungen um 0,5 Prozent, wobei auch auf Quartalssicht einem Auftragsplus im Inland (+ 0,9 %) eine abgeschwächte Auslandsnachfrage (- 1,5 %) gegenübersteht.  Betroffen hiervon waren im Quartalsvergleich vor allem die Konsumgüterproduzenten, bei denen sich der Auftragseingang in den Monaten April bis Juni im Vergleich zum Startquartal um 2,4 Prozent verringerte. Auch Investitionsgüter wurden weniger nachgefragt als zu Beginn des Jahres (-1,5 %), während Vorleistungsgüterproduzenten auf Dreimonatssicht ein Auftragsplus von 1,5 Prozent verzeichneten. Was jedoch den Rückgang der Bestellungen im Ausland angeht, findet sich der Grund dafür in einem Auftragsrückgang in den Ländern außerhalb der Eurozone (- 3,7 %). Aus den Euroländern nahmen die Bestellungen dagegen auf Quartalssicht deutlich zu (+ 2,2 %).

„Die Bestellungen im Verarbeitenden Gewerbe zeigten im ersten Halbjahr insgesamt wenig Dynamik“, konstatierte das Ministerium. „Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe reagierte auf das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich sehr moderat und bleibt leicht expansiv.“

cs/BMWi
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