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News, 20.10.2014
Ehen weiter rückläufig
Immer weniger Familien mit Trauschein
Die klassische Familie bestehend aus Ehepaar und Kind dominiert zwar nach wie vor in Deutschland die Familienformen, wird aber seltener.
In Sachsen und Sachsen-Anhalt lag der Anteil nichtehelicher und gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften mit Kind fast viermal höher als in Rheinland-Pfalz
In Sachsen und Sachsen-Anhalt lag der Anteil nichtehelicher und gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften mit Kind fast viermal höher als in Rheinland-Pfalz

Der Anteil von Patchwork-Familien und gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften mit Kind nimmt zu. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, gab es im letzten Jahr in  Deutschland insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind. Davon waren 70 Prozent Familien, in den die Eltern als Ehepaar zusammenlebten. Weitere 20 Prozent waren Familien mit alleinerziehenden Müttern und Vätern, die restlichen 10 Prozent entfielen auf gleichgeschlechtliche sowie nichteheliche Lebensgemeinschaften. Damit ist die klassische Familie heute deutlich seltener in Deutschland anzutreffen als noch in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre: 1996 wurden noch gut acht von zehn Familien (81 %) von Ehepaaren geführt. Demgegenüber lagen der Anteil der Familien mit Alleinerziehenden nur bei 14 Prozent und der Anteil der Lebensgemeinschaften mit Kind mit damals 10 Prozent sogar nur halb so hoch wie heute.

Klassische Familie vor allem im Süden, Lebensgemeinschaften im Osten

Im Vergleich der Bundesländer zeigen sich jedoch bei der Verteilung der Familienformen große Unterschiede. So ist die klassische Familie in Baden-Württemberg und Bayern mit einem Anteil von 78 Prozent und 77 Prozent fast um die Hälfte häufiger anzutreffen als in den neuen Bundesländern, in denen im Schnitt nur jeweils rund die Hälfte aller Familien mit Kindern auf einer Ehe basieren (Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt: jeweils 51 %; Thüringen und Brandenburg: jeweils 52;  Mecklenburg-Vorpommern: 53 %).

Umgekehrtes Bild zeigt sich bei Familien bestehend aus Lebensgemeinschaften: Sie finden sich am häufigsten im Osten, allen voran in Sachsen und in Sachsen-Anhalt. Hier liegt ihr Anteil an den Familienformen mit jeweils 23 Prozent fast viermal höher als in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern, wo es mit einem Anteil von sechs Prozent bzw. jeweils sieben Prozent die wenigsten Lebensgemeinschaften mit Kind (auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder) gibt.

Die meisten Ein-Eltern-Familien gab es im letzten Jahr in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 %) der Familien Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. Überdurchschnittlich hoch lag der Anteil der Familien mit alleinerziehenden Müttern und Vätern auch in Bremen (30 %) und in den anderen neuen Bundesländern (jeweils 26 oder 27 %). In Baden-Württemberg sowie in Bayern und Hessen gab es mit 16 Prozent beziehungsweise jeweils 17 Prozent dagegen relativ betrachtet lediglich gut halb so viele Familien mit Alleinerziehenden wie in Berlin.

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