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News, 23.07.2015
Ehen halten länger
Ehescheidungen in Deutschland weiter rückläufig
Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland ist im letzten Jahr erneut zurückgegangen. Auch halten die Deutschen deutlich länger an der Ehe fest als noch vor 20 Jahren.
2014 gab es in Deutschland knapp 50.000 Ehescheidungen weniger als im Jahr 2003. (Bild: panthermedia.net / Antje Lindert-Rottke)
2014 gab es in Deutschland knapp 50.000 Ehescheidungen weniger als im Jahr 2003. (Bild: panthermedia.net / Antje Lindert-Rottke)
Ehepaare in Deutschland lassen sich immer seltener und im Durchschnitt später scheiden. Wie das Statistische Bundesamt ermittelt hat, wurden im Jahr 2014 von den Familiengerichten insgesamt 166.199 Ehescheidungen in Deutschland durchgeführt. Das waren 2,1 Prozent weniger Scheidungen als im Vorjahr und ist das dritte Jahr in Folge mit einem Rückgang. Damit erreichte die Zahl der Scheidungen den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Im Jahr 2013 war die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland, nachdem sie 2012 um 4,5 Prozent gesunken war, sogar um 5,2 Prozent zurückgegangen. Die meisten Scheidungen gab es im wiedervereinigten Deutschland im Jahr 2003, als die Zahl der Ehescheidungen um 4,8 Prozent auf 213.975 nach oben schnellte und dann ein weiteres Jahr auf diesem Stand verharrte (2004: 2013.691 Scheidungen). Ab dem Jahr 2005 (201.693; - 5,6 %) nahm dann die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland kontinuierlich ab.

Ehen halten deutlich länger als vor 20 Jahren

Wie das Statistikamt errechnete, werden nach den derzeitigen Scheidungsverhältnissen etwa 35 Prozent aller in einem Jahr geschlossenen Ehen im Laufe der kommenden 25 Jahre geschieden. Im Jahr 2014 betrug die durchschnittlich Dauer der geschiedenen Ehen 14 Jahre und acht Monate. Damit setzte sich der Trend der letzten Jahre zu einer längeren Ehedauer bis zur Scheidung weiter fort: Vor 20 Jahren hatten geschiedene Ehe im Durchschnitt zwei Jahre weniger lang gehalten (1994: durchschnittlich 12 Jahre Ehedauer vor der Scheidung).

Von den im Jahr 2014 geschiedenen Ehepaaren hatte rund die Hälfte gemeinsame Kinder unter 18 Jahren. Insgesamt waren im vergangenen Jahr rund 134.803 minderjährige Kinder von einer Ehescheidung ihrer Eltern betroffen. Das waren knapp ein Prozent weniger als Jahr 2013. 

Frauen bei der Scheidung in der Regel der aktive Part

Auch im Jahr 2014 waren es zumeist die Frauen, die den Scheidungsantrag stellten: Mehr als die Hälfte der letzten Jahr erfolgten Ehescheidungen (52 %) wurden von den Frauen initiiert. Lediglich in 40 Prozent der Scheidungsfälle wurde der Scheidungsantrag von den Männern eingereicht. In den übrigen Fällen, rund acht Prozent der Scheidungen, erfolgte der Scheidungsantrag gemeinsam.

Bei mehr als acht von zehn erfolgten Scheidungen (83 %) lebten die Geschiedenen zuvor bereits seit einem Jahr getrennt (138.000 Scheidungsfälle). Bei weiteren 25.300 Ehescheidungen  ging eine dreijährige Trennungsphase voraus. In 1.700 Scheidungsfällen waren die Geschiedenen vor ihrer Ehescheidung noch kein Jahr zusammen. Gut 400 Scheidungen erfolgten auf Basis anderer Regelungen, beispielsweise nach ausländischem Recht.

cs/Destatis
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