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News, 17.09.2010
EU-Außenhandel
EU und Südkorea unterzeichnen Freihandelsabkommen
Am Rande des EU-Gipfels haben sich die Staat- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) mit Südkorea am Donnerstag auf ein Freihandelsabkommen (FHA) geeinigt, das in den nächsten fünf Jahren den Abbau fast sämtlicher Zölle im Außenhandel beider Staaten vorsieht.
Bereits heute ist Südkorea der viertwichtigste Handelspartner der EU. Südkoreas wichtigster Umschlagplatz im Außenhandel ist der Containerhafen von Busan (Bild).
Bereits heute ist Südkorea der viertwichtigste Handelspartner der EU. Südkoreas wichtigster Umschlagplatz im Außenhandel ist der Containerhafen von Busan (Bild).
Mit der Unterzeichnung des Freihandelsabkommens mit Südkorea hat die EU am Donnerstag nach rund dreijährigem Ringen die Weichen für eine neue Ära im Außenhandel mit Asien gestellt. Kern der Vereinbarung ist der Abbau von 98 Prozent der zwischen Südkorea und der EU bestehenden Zölle zum 1. Juli 2011 sowie ein Wachstum des Handelsvolumens um 19 Milliarden Euro jährlich. „Das ist ein großer Schritt zur Öffnung der Märkte in Asien“, erklärte der belgische Außenminister und derzeitige EU-Ratspräsident Steven Vanackere. Dies sei die erste Generation bilateraler Handelsabkommen, die Europa und Asien enger miteinander verbinden werde.

Bundeswirtschaftminister Rainer Brüderle (FDP) bewertete das Freihandelsabkommen als ein klares Bekenntnis für offene Märkte und gegen Protektionismus. Brüderle zufolge böten sich der deutschen Wirtschaft dadurch gute Chancen im Export. Vorgesehen ist, dass Exporteure aus EU-Mitgliedsstaaten jährlich 1,6 Milliarden Euro an Zöllen sparen. Im Gegenzug verzichtet die EU bei Lieferungen aus Südkorea auf Zölle in Höhe von 1,1 Milliarden Euro. Große Fortschritte gab es auch im Bereich der so genannten nicht-tarifären Handelshemmnisse (bspw. Mengenbeschränkungen und Subventionen). Wie die Bundesregierung mitteilte, sei es hier erstmals gelungen, einen umfassenden Abbau durchzusetzen.

Im Ranking der wichtigsten EU-Handelspartner liegt Südkorea derzeit auf Platz 4. Laut Außenhandelsstatistik beläuft sich das jährliche Volumen der Exporte aus EU-Mitgliedsstaaten nach Südkorea aktuell auf 25 Milliarden Euro. Von Seiten der deutschen Wirtschaft versprechen sich vor allem der Maschinenbau, die Chemie- und Pharmaindustrie, die Elektrotechnik-Branche sowie die Autobauer neue Chancen im Export. Auch im Dienstleistungssektor wird mit positive Impulsen gerechnet. Vor dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens ist allerdings noch die Zustimmung des EU-Parlaments erforderlich, die jedoch aufgrund einer breiten Zustimmung unter den Abgeordneten als sicher gilt.
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