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News, 17.10.2014
EEG-Umlage bleibt Subventionsmoloch
Subventionen für EEG-Strom legen weiter kräftig zu
Während Stromkunden erstmals seit Inkrafttreten der EEG-Umlage eine Mini-Entlastung ins Haus steht, werden bei den Subventionen für „grünen Strom“ in Deutschland weitere Milliarden draufgepackt.
Die Entlastung bei der EEG-Umlage ist nur einem Recheneffekt geschuldet.
Die Entlastung bei der EEG-Umlage ist nur einem Recheneffekt geschuldet.
Mit Beginn des Jahres 2015 wird die EEG-Umlage sinken, wenn auch lediglich um 0,07 Cent. Was sich vordergründig erst einmal gut anhört, gibt bei nähere Betrachtung allerdings nur wenig Grund für Freudensprünge. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln berichtet, ist der Rückgang der EGG-Umlage auf dann 6,17 Cent je Kilowattstunde nämlich  nicht auf sinkende Kosten zurückzuführen, sondern vielmehr das Ergebnis eines Abrechnungseffektes. „Tatsächlich steigen die geplanten Subventionen für EEG-Strom – ohne den Abrechnungseffekt würde die EEG-Umlage gut 1 Cent höher ausfallen“, so das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.

Der Sachverhalt stellt sich dem IW Köln zufolge aktuell wie folgt dar: Den Wirtschaftsforschern nach beinhaltet die derzeitige EEG-Umlage Nachzahlungen für das vergangene Jahr in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Diese wurden nötig, weil die Subventionen für Solar- und Windstrom höher ausfielen als erwartet. Diese Mehrbelastung für die Stromverbraucher fällt mit Start des nächsten Jahres weg. Hinzu kommt, wie das IW Köln ermittelte,  dass die EEG-Umlage in diesem Jahr voraussichtlich 1,4 Milliarden Euro mehr in den Subventionstopf einfahren wird als benötigt. „Insgesamt kann die EEG-Umlage im nächsten Jahr dadurch erstmals sinken“, so das Institut.

Wären die Kosten für die Förderung von Ökostrom indes konstant geblieben, hätte die EEG-Umlage deutlich stärker sinken können, nämlich, wie das IW Köln berechnet hat, um 0,6 auf 5,7 Cent – also etwa zehnmal so stark wie jetzt für 2015 angekündigt. „Ein Dreipersonenhaushalt hätte damit pro Jahr immerhin 24 Euro weniger für seinen Strom gezahlt“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Stattdessen sei die angekündigte Entlastung mit lediglich 0,07 Cent pro Kilowattstunde mehr als überschaubar: „Für einen durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt fallen 2015 EEG-Kosten in Höhe von 250 Euro pro Jahr an – plus Mehrwertsteuer. Das sind gerade einmal 2,80 Euro weniger als 2014.“

Auch gingen die eigentlich Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland nicht zurück, sondern legten vielmehr weiter zu. So werden die Subventionen dem IW Köln zufolge um weitere 1,6 auf 21,1 Milliarden Euro steigen. Das ist ein Zuwachs um 8,3 Prozent. „Das Ende der Kostenspirale ist also noch nicht in Sicht“, resümiert das Kölner Wirtschaftsforschungsforschungsinstitut.
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