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News, 18.04.2013
Digitale „Zuvielisation“
E-Müll kostet Wirtschaft jährlich Hunderte Milliarden Euro
Die digitale Kommunikation per E-Mail und Social Media entwickelt sich in Unternehmen mehr und mehr zum Produktivitätskiller, warnt der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft.
Durch die wachsende Verbreitung und Nutzung von Smartphones werden "digitalen Störungen" im Arbeitsalltag noch verstärkt.
Durch die wachsende Verbreitung und Nutzung von Smartphones werden "digitalen Störungen" im Arbeitsalltag noch verstärkt.

Die permanente Ablenkung am Arbeitsplatz durch laufend neue E-Mail und Instant Messages sowie durch Facebook, Twitter & Co. verursacht mittlerweile jährlich weltweit Produktivitätsverluste in Höhe von rund 500 Milliarden Euro. Das teilte der heute eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft auf seinem Jahreskongress in Köln mit. Im Durchschnitt beliefen sich die Kosten, die Unternehmen durch die digitalen Störungen am Arbeitsplatz entstehen, dem Verband zufolge je Büroarbeitsplatz auf jährlich mehr als 12.000 Euro. „Der Konzentrationsverlust durch Ablenkungssucht hat mittlerweile eine Schwelle erreicht, in der er die Vorteile der elektronischen Kommunikation zu überwiegen beginnt“, so Harald A. Summa, Geschäftsführer des eco.

Erstaunen löste auf dem Internetkongress auch eine Modellrechnung zur E-Mail-Kommunikation aus. Danach bringt jeder Mensch im Durchschnitt rechnerisch in 75 Lebensjahren rund acht Monate allein mit dem Sichten und Löschen von E-Mails zu. Zum Vergleich: Auf Schlafen wären bei einem 75-Jährigen im Durchschnitt 23 Jahre entfallen, und weitere 14 Tage hätte dieser nur allein mit Küssen verbracht.

„Die Unternehmen sind gefordert, neue betriebliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die digitale Kommunikation nicht vom Segen zum Fluch entwickelt“, meint eco-Chef Summa. Viele Konzerne hätten die Gefahr bereits erkannt und steuerten dagegen, beispielsweise mit Regeln wie „keine E-Mails nach Feierabend“. Daneben förderten Unternehmen, die den Kampf gegen die digitale „Zuvielisation“ aufnehmen, die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter und ihre Attraktivität als Arbeitgeber. So kämen dem Verband zufolge schon heute in jeder dritten Scheidungsklage die Worte Smartphone und Facebook vor.

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