VOLLTEXTSUCHE
News, 10.11.2015
E-Mail-Marketing-Studie
Kaum ein Unternehmen mit rechtskonformem E-Mail-Marketing
Eine neue Studie offenbart erhebliche Defizite beim E-Mail-Marketing von Unternehmen in Deutschland. Besonders kritisch: Nur fünf von 100 untersuchten E-Mails waren rechtskonform.
Einziger Lichtblick der Studie: Mehr als jedes dritte Unternehmen versendet Emails, die auf Smartwatches sichtbar sind (Bild: panthermedia.net / prykhodov).
Einziger Lichtblick der Studie: Mehr als jedes dritte Unternehmen versendet Emails, die auf Smartwatches sichtbar sind (Bild: panthermedia.net / prykhodov).

Auch 31 Jahre nachdem die erste E-Mail in Deutschland ankam, haben Unternehmen noch Probleme mit dem neuen Medium. Eine groß angelegte Studie analysierte die E-Mail-Aktivitäten von 197 Unternehmen auf jeweils 50 Kriterien. Das Ergebnis der Absolit Consulting durchgeführte Untersuchung ist erschreckend: Obwohl die E-Mail vor Suchmaschinen und Social Media das Werbemedium mit dem höchsten Return on Investment (ROI) ist, zeigten sich auch bei den Profis reihenweise eklatante Fehler. Selbst das bestplatzierte Unternehmen erfüllte nur 80 Prozent der Anforderungen. Besonders große Defizite ermittelte die Studie im rechtlichen Bereich. "Nur sieben Unternehmen erfüllten alle sechs Kriterien der Rechtskonformität" kritisiert Studienautor Torsten Schwarz. Zehn Prozent versäumen es, den Inhaber einer E-Mail-Adresse zu verifizieren (Double Opt-in). Nur ein Viertel der Unternehmen hat eine korrekte Anbieterkennzeichnung. Die Studie dokumentiert Best Practices und zeigt, wie Unternehmen vorgehen sollten.

E-Mail-Marketing nur selten für mobile Nutzer optimiert

Nicht nur rechtlich, auch werblich machen Unternehmen Fehler. Besucher einer Website sind potenzielle Kunden und Interessenten, die oft gerne ihre Kontaktdaten hinterlassen. Das ist bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen. Von den 197 untersuchten Firmen bieten nur 165 die Möglichkeit, Informationen zum Beispiel durch einen Newsletter anzufordern. 18 Prozent verstecken diesen Hinweis jedoch so geschickt, dass er nicht auf der Startseite auffindbar ist. Aber auch der Vorreiter der Leadgenerierung kommt nur auf 83 Prozent der Gesamtpunktzahl. Am besten ist hier der Handel, der im Schnitt 54 Prozent des Potenzials ausschöpft. Nur 35 Prozent der Versicherungen bieten auf der Homepage einen Newsletter an. B2B-Unternehmen bilden das Schlusslicht: Nur 21 Prozent der Möglichkeiten werden ausgeschöpft, um auf der Website neue Kunden direkt anzusprechen.

Auch beim Erstkontakt mit potenziellen Interessenten wird kein Fettnäpfchen ausgelassen. Bei einem knappen Viertel der Unternehmen erhält der interessierte Neukunde auch nach zwei Monaten noch keine einzige E-Mail. Nur dreißig Prozent haben eine spezielle Begrüßungsmail vorbereitet.

Dass immer mehr Menschen ihre E-Mails auf dem Smartphone lesen, scheint sich bei deutschen Unternehmen noch nicht herumgesprochen zu haben. Nur 46 Prozent sind gut lesbar. Bei 32 Prozent sollte man sich jedoch hüten, etwas anzuklicken: Dort ist die Landingpage nicht für Mobilgeräte optimiert. Einziger Lichtblick: 39 Prozent der Unternehmen versenden E-Mails, die heute schon auf der Apple-Watch einwandfrei lesbar sind.

Eine Kurzversion der Studie "E-Mail-Marketing Benchmarks 2016" von Absolit Consulting steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

cs/Absolit

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG