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News, 12.12.2007
E-Mail-Marketing Benchmark 2008
Spam-Problematik ungebrochen hoch
Im Jahr 2007 war fast jeder Zweite der Top 100 E-Mail-Marketers von „false positives“ betroffen: Als Spam von Filtersoftware identifiziert, landen demnach selbst erwünschte Werbemails in vielen Fällen nicht beim Nutzer, sondern vielmehr im Papierkorb. Angesichts der Flut von Spam-Mails werden die Empfänger überdies beim E-Mail-Marketing auch immer kritischer, wie eine aktuelle Studie belegt.
Der Enthusiasmus bezüglich E-Mail-Marketing hat sich bei Marketers im Jahr 2007 sichtbar abgeflacht. Hatten 2006 noch 38 Prozent der Marketers dem E-Mail-Marketing eine deutliche Effizienzsteigerung bescheinigt, sind es in diesem Jahr nur 22 Prozent. Vor allem „false positives“ machen nach wie vor den E-Mail-Marketers zu schaffen. Dies zeigen die Ergebnisse des E-Mail-Marketing Benchmark Guide 2008, im Rahmen dessen das Marktforschungsunternehmen MarketingSherpa mehr als 1.200 E-Mail-Werbetreibende zu den Entwicklungen befragt hat.

Wie ein Vergleich der diesjährigen Umfrageergebnisse mit denen aus dem Jahr 2005 zeigt, hat sich die Problematik der „false positives“ bis heute kaum verbessert. Trotz ausgefeilter E-Mail-Marketing-Software werden viele E-Mails oft von Internet Providern und freien E-Mail-Clients irrtümlich als Spam verifiziert. Die Folge: Die Mail wird automatisch in den Spam-Ordner verschoben oder im schlimmsten Fall sofort gelöscht. Im Jahr 2007 war rund die Hälfte (49%) der Top 100 E-Mail-Marketers von diesem Ärgernis betroffen. Als Hauptursache nennt die Studie vor allem Spam verdächtige Betreffzeilen.

Ein weiteres Problem für viele Marketers: Die E-Mail-Müdigkeit der Nutzer. Die Posteingänge laufen über, die Nutzer sehen sich in Anbetracht der Flut an E-Mails mittlerweile häufig überfordert. Als Folge dieser Schwemme gehen selbst erwünschte E-Mails häufig beim Empfänger unter. Mehr als ein Drittel (36%) der befragten Marketers sehen darin eine der zentralen Hausaufgaben für die Zukunft. An zweiter Stelle nennen Marketers das sinkende Vertrauen in E-Mails aufgrund von Spam (22%), gefolgt von unzureichenden Budgets (11%) sowie der fehlenden Bereitschaft, sich in E-Mail-Listen einzutragen (11%). Die Messbarkeit von E-Mail-Marketing-Kampagnen (6%) oder auch Probleme bei der Übermittlung (2%) hat die Mehrzahl der Befragten demnach gut im Griff.

Während Spam im Allgemeinen als Oberbegriff für jede Art von unerwünschten E-Mails steht, hat MarketingSherpa in seinem Benchmark näher untersucht, was die Empfänger einer E-Mail im Einzelnen als Spam bewerten. Das Ergebnis der Befragung:

Als Spam empfundene E-Mails, falls der Absender unbekannt ist:

  1. Werbemails und Newsletter, für die der Nutzer sich nicht registriert hat: 86%
  2. Anstößiger oder suggestiver Inhalt: 86%
  3. Alle E-Mails, für die der Nutzer sich nicht registriert hat: 82%
  4. Zu hohe Frequenz der E-Mail-Aussendung(en): 69%
  5. Uninteressante Werbemails und Newsletter: 68%
  6. Alle Mails mit werblichem Inhalt: 63%
  7. E-Mails/ Newsletter, die einst nützlich waren, aber mittlerweile nicht mehr interessant sind: 49%

Als Spam empfundene E-Mails, falls der Absender bekannt ist:

  1. Werbemails und Newsletter, für die der Nutzer sich nicht registriert hat: 85%%
  2. Anstößiger oder suggestiver Inhalt: 80%
  3. Alle E-Mails, für die der Nutzer sich nicht registriert hat: 76%
  4. Zu hohe Frequenz der E-Mail-Aussendung(en): 50%
  5. Uninteressante Werbemails und Newsletter: 56%
  6. Alle Mails mit werblichem Inhalt: 45%
  7. E-Mails/ Newsletter, die einst nützlich waren, aber mittlerweile nicht mehr interessant sind: 31%

Wie die Ergebnisse verdeutlichen, empfinden Nutzer E-Mails im Allgemeinen deutlich seltener als Spam, wenn ihnen der Absender bekannt ist. Darüber hinaus belegt die Studie: Ein Unternehmen, das beim E-Mail-Marketing den Bogen überspannt, in dem es beispielsweise seine Kunden wöchentlich mit E-Mails bombardiert, gilt schnell als Spammer.

Der insgesamt 328 Seiten und 260 Charts umfassende und englischsprachige E-Mail-Marketing Benchmark 2008 kann direkt bei marketingsherpa.com zum Preis von 347 US-Dollar (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.

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