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News, 03.12.2012
E-Commerce-Studie
Online-Handel bei Online-Shoppern mittlerweile erste Wahl
Fast die Hälfte der Konsumausgaben deutscher Online-Konsumenten entfällt inzwischen auf den Online-Handel. Auch kaufen Online-Shopper einer aktuellen Studie nach inzwischen häufiger im Netz als offline ein. Der Durchbruch von Social Media als E-Commerce-Kanal lässt allerdings noch auf sich warten.
Laut Studie fließt bereits in einer Reihe von Produktsegmenten mindestens die Hälfte der Konsumausgaben in den E-Commerce.
Laut Studie fließt bereits in einer Reihe von Produktsegmenten mindestens die Hälfte der Konsumausgaben in den E-Commerce.

Eine Woche ohne Online-Käufe ist für viele Deutsche kaum mehr vorstellbar: Fast vier von zehn befragten deutschen Online-Konsumenten machen inzwischen mindestens einmal wöchentlich Besorgungen im Internet (37%). Damit steht das Internet bei Online-Käufern, was die Nutzungshäufigkeit als Einkaufsquelle angeht, inzwischen vor dem stationären Einzelhandel: Hier kaufen wöchentlich nur 31 Prozent der deutschen Online-Shopper ein. Das ergab jetzt die Studie "Der Kunde wird wieder König" der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC, für die das Unternehmen 1.000 Online-Konsumenten in Deutschland zu ihrem Kaufverhalten und ihren Erwartungen befragt hat. Dabei ermittelte die Studie, dass bei jedem Online-Konsument in Deutschland aktuell bereits im Durchschnitt 42 Prozent der monatlichen Konsumausgaben in den E-Commerce bzw. Online-Handel fließen.

Deutlich wird der Siegeszug des Internets als Einkaufsplattform auch beim Blick auf ausgewählte Warengruppen, wie beispielsweise Kleidung, Schuhe, Bücher und Musik: Der Studie nach entfällt hier mittlerweile mindestens die Hälfte der Gesamtausgaben deutscher Online-Konsumenten auf den Online-Handel. Gleiches gilt bei Filmen und bei Videospielen sowie bei Kaufvorhaben in den Warengruppen Elektronik und Computer.  Entsprechend legen auch die E-Commerce-Umsätze weiter kräftig zu: PwC zufolge schoss der Online-Umsatz in den Warengruppen Kleidung, Schuhe, Gesundheit und Kosmetik in diesem Jahr um mehr als 30 Prozent nach oben. „Der Online-Absatz ist mittlerweile weit mehr als ein Zusatzgeschäft“, so Gerd Bovensiepen, Partner von PwC.

Preis nur ein Motiv für Online-Einkauf

Wie die Studie aufzeigt, ist  der Umstand, dass der Kauf im Online-Handel in der Regel Preisvorteile bietet, zwar ein wichtiges, jedoch bei weitem nicht das einzige Motiv zum Online-Einkauf. So liegt der Faktor Preis im Ranking der Motive mit 58 Prozent an Nennungen zwar  an der Spitze, allerdings nur knapp: Für fast ebenso viele ist neben Preisaspekten auch die „Bequemlichkeit“ des Online-Kaufs (55%) sowie der Umstand, dass die Waren direkt nach Hause geliefert werden (53%), ein wichtiges Kriterium. Abseits dessen legten Online-Konsumenten PwC zufolge aber auch auf guten Service und Beratung Wert. „Hier liegt eine große Chance für Händler, die über die Mitarbeiter in ihren Geschäften einen persönlichen Zugang zum Kunden haben und individuelle Angebote entwickeln können“, so PwC.

Eine kombinierte Inanspruchnahme des Internets und stationären Handels nach der Devise „Online recherchieren, offline kaufen“ erfolgt bei Kaufvorhaben allerdings nur selten: Fast zwei Drittel der befragten Online-Käufer nutzen für die Suche nach Produkten und Informationsbeschaffung sowie den Einkauf der Studie nach nur einen Kanal, also entweder den stationären Handel oder das Internet. Der Studie nach gilt dies über alle Warengruppen hinweg. So greifen beispielsweise beim Kauf von Haushaltsgeräten nur drei von zehn befragten Online-Konsumenten für die Recherche und den Einkauf auf beide Kanäle zurück. „In den übrigen Warengruppen muss das Angebot auf jedem Kanal umfassend und professionell sein“, erläutert PwC. Bei vielen Händlern stecke allerdings das Online-Marketing noch in den Kinderschuhen. „Wer auf den Webseiten der Händler ein Produkt sucht, kann das Angebot oft nur nach Markennamen und Preisen sortieren. Kaum ein Händler fragt Interessenten, was sie etwa mit Geräten tun wollen, um sie zum passenden Angebot zu führen“, so PwC.

Der klassische Online-Handel ist und bleibt beim Online-Einkauf dennoch erste Wahl. Über Social Media-Portale kaufen aktuell der Studie nach erst fünf Prozent der Online-Konsumenten ein. „Social-Media-Plattformen sind zwar noch kein eigenständiger Verkaufskanal, sie bieten aber für das Marketing und die Kommunikation mit dem Kunden neue Möglichkeiten“, so PwC. Der M-Commerce, sprich der mobile Einkauf über Smartphones und Tablet-Computer, etabliert sich ebenfalls nur langsam: Laut Studie nutzen für den Online-Einkauf nach wie vor fast alle Online-Konsumenten ihren stationären Rechner.  PwC zufolge werden allerdings mobile Technologien den Multi-Channel in den nächsten Jahren entscheidend prägen. So eröffneten zum Beispiel Tablets unter anderem Katalogversendern völlig neue Möglichkeiten der Produktpräsentation. „Ein weiteres Beispiel ist die neue Generation der NFC-fähigen Smartphones. Sie könnten bereits 2013 zum Massenphänomen werden und bieten Händlern die Möglichkeit, einem Kunden, der einen Laden betritt, besondere Angebote zu senden“, so Bovensiepen.

Die Studie "Der Kunde wird wieder König" kann kostenfrei bei PcW von Interessenten angefordert werden.

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