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News, 03.03.2010
E-Commerce
Online-Vertrieb bleibt bei deutschen Firmen die Ausnahme
Nur eine kleine Minderheit der deutschen Unternehmen greift zum Vertrieb der eigenen Angebote auf das Internet zurück. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz bei E-Commerce-aktiven Firmen aber wächst.
Im Jahr 2008 haben nur 11 Prozent aller Unternehmen in Deutschland das Internet auch als Vertriebskanal genutzt. Der Rest hingegen hat noch nie Produkte oder Dienste übers Internet verkauft. Damit hat sich der Anteil deutscher Firmen, die im Online-Handel aktiv sind, in den letzten Jahren kaum verändert und bleibt auf weiter niedrigem Niveau. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Starts der CeBIT in Hannover mit.

Am geringsten ist das Interesse am digitalen Vertrieb bei Einzel- sowie Mikrounternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten. Nur 11 Prozent von ihnen haben in 2008 Produkte oder Dienste via Internet verkauft. In der Unternehmensklasse mit 10 und mehr Beschäftigten gab immerhin rund jedes fünfte Unternehmen (19%) an, das Internet auch zum Vertrieb zu nutzen.

Trotz der stagnierenden Anzahl an Online-Handel treibenden Unternehmen hat sich das über E-Commerce erzielte Umsatzvolumen in Deutschland dennoch deutlich erhöht. So machte der Online-Umsatz bei E-Commerce-aktiven Unternehmen im Jahr 2008 durchschnittlich bereits 35 Prozent vom gesamten Jahresumsatz aus. Zum Vergleich: 2004 hatte der Online-Anteil am Gesamtumsatz noch bei 27 Prozent gelegen.

Angebote oft für Online-Handel nicht geeignet

Die Gründe deutscher Unternehmen, sich nicht am elektronischen Handel zu beteiligen, sind mannigfaltig. Das meist genannte Argument im Jahr 2008, warum deutsche Firmen auf einen Online-Vertrieb verzichteten, war wie im Jahr 2004, dass sich das Angebots- bzw. Leistungsspektrum nicht für den Online-Handel eignet. Die Hälfte aller Firmen (50%) nannte dies als Grund. Bei weiteren 23 Prozent der Unternehmen waren hingegen technische Probleme bei der E-Commerce-Einführung ausschlaggebend, dass sie im Online-Handel nicht aktiv sind. 

Zudem wies jedes dritte deutsche Unternehmen (33%) darauf hin, dass seine Kunden nicht am Online-Einkauf interessiert sind bzw. solch ein Angebot nicht nutzten. Im Jahr 2004 hatten dies noch 38 Prozent der Firmen als Hinderungsgrund genannt. Destatis zufolge lässt dies darauf schließen, dass die Akzeptanz des digitalen Handels sowohl im b2b- als auch b2c-Bereich gestiegen ist. Daneben genannte Hinderungsgründe im Jahr 2008: Sprachprobleme beim internationalen Vertrieb (17%) und negative Erfahrungen mit Online-Verkäufen (7%).
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