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News, 04.12.2014
E-Commerce
Online Shops mit Defiziten bei den Basics
Retargeting, Curated Shopping – Online-Shop-Betreiber sehen sich mit einer Flut an neuen Werbeformen und Technologien konfrontiert. Allen gemeinsam ist das Versprechen, den Erfolg im E-Commerce zu steigern. Was viele Online-Shopper jedoch missen, sind weniger technologisch raffinierte Shop-Technologien, sondern vielmehr bessere Basis-Services.
Online-Shops, die ihre Kundenbindung und den Umsatz steigern wollen, sollten sich zu allererst um bessere Produktbeschreibungen bemühen. Hier nämlich sieht fast jeder zweite deutsche Online-Shopper Defizite. Das geht aus einer Umfrage von Star Finanz hervor, die der Hersteller von Finanzsoftware und Online Banking-Lösungsanbieter unter mehr als 16.000 Newsletter-Abonnenten durchgeführt hat. Danach finden 44,3 Prozent der befragten Verbraucher, dass die Produkt- und Leistungsbeschreibungen in vielen Online-Shops zu wenig detailliert sind. 22,8 Prozent der Online-Shopper wünschten sich zudem mehr Bilder zu den jeweiligen Produkten.

Auf dem dritten Platz im Ranking der genannten Defizite liegt ebenfalls ein Wunsch, der sich mit wenig Investitionsaufwand realisieren lässt und im Grunde zu den sogenannten Basics zählt, demnach sich 11,4 Prozent der Online-Shopper häufiger die Möglichkeit zur telefonischen Kontaktaufnahme wünschten. Videos und interaktive Funktionen, wie etwa  virtuelle Assistenten oder eine Shop-Funktion zur virtuellen Anprobe von Bekleidung, missen dagegen nur die wenigsten: Hier sehen der Befragung nach nur 8,8 Prozent beziehungsweise 4,5 Prozent der Online-Shopper Nachholbedarf.

„Umso jünger die Teilnehmer der Umfrage, desto offener zeigten sie sich gegenüber digitalen Interaktions-Möglichkeiten, sei es online oder auch per Smartphone im Ladengeschäft“, so der Hersteller der Software StarMoney. „Dennoch wünscht sich der Großteil der Nutzer vor allem Verbesserungen bei den klassischen Produktdarstellungen.“

Ein weiterer und für die meisten Befragten, zumindest was die Zahl der Nennungen angeht, noch wichtigerer Aspekt, bei dem sich Online-Shops vom Mitbewerb abheben können, ist das Thema Datenschutz: 90,2 Prozent der Nutzer haben hier gelegentlich oder häufig Bedenken und infolgedessen mit der Weitergabe eigener Daten ein Problem. Lediglich 7,2 Prozent vertrauen diesen Punkt betreffend voll und ganz.

Retargeting aufdringlich


Die Hälfte aller Umfrageteilnehmer (50,6 Prozent) empfindet Retargeting – also Anzeigen zu Produkten, die sich ein Konsument vorab angeschaut hat – als aufdringlich und störend. Nur 6,8 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich darüber freuen, wenn sie über Online-Werbung an besuchte Angebote erinnert werden. Jüngere Nutzer haben etwas seltener mit dieser Art der Online-Werbung ein Problem: Von den 14- bis 29-Jährigen finden 11,6 Prozent entsprechend personalisierte Werbung gut. In der Altersgruppe von 50 bis 59 Jahre sehen dies dagegen nur 6,1 Prozent der Online-Shopper so.

Wie die Umfrage überdies ergab, empfinden Online-Shopper Werbung deutlich seltener als störend, wenn diese auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. So gaben 30,1 Prozent der Online-Nutzer an, dass Produktempfehlungen in Form von „passend dazu empfehlen wir“ hilfreich seien. Die positive Wirkung einer Produktempfehlung wird verstärkt, wenn diese im richtigen Moment beim Verbraucher ankommt. 46,1 Prozent der Befragten sagen, dass sie den Zeitpunkt während sie ein Produkt betrachten, als geeignet empfinden, um eine weiterführende Produktempfehlung zu erhalten.

Werbung in Social Networks stößt auf wenig Gegenliebe

Ebenfalls interessant, insbesondere für Werbungtreibende: Werbung in sozialen Netzwerken ist für die meisten Nutzer von Facebook, Google plus & Co. nach eigener Auskunft nicht von Relevanz. So gaben 76,2 Prozent der Social Network-Nutzer an, Werbeanzeigen in Form von Produktempfehlungen während ihres Aufenthalts in Social Web-Communities zu ignorieren. Auch Empfehlungen von Freunden auf solchen Social Web-Plattformen führen nur in seltenen Fällen zu Online- oder Offline-Käufen des empfohlenen Produkte: Nur gut ein Fünftel der Befragten (22,7 %) schaut sich Empfehlungen von Freuden in der Folgezeite genauer an und gerade einmal 0,9 Prozent geben regelmäßig selbst Produktempfehlungen. „Nutzer von sozialen Netzwerken sehen sich daher nicht als Markenbotschafter“, so Star Finanz.

Online Shopping mittlerweile Alltag


Wie aus der Umfrage darüber hinaus hervorgeht, sind Online-Käufe für Verbraucher in Deutschland zu einem festen Bestandteil des digitalen Lebens geworden. So gaben 99,6 Prozent der in der aktuellen Online-Befragung 16.639 interviewten Personen an, mehr oder weniger regelmäßig im Online-Handel einzukaufen. Meistgenannter und damit wichtigster Grund, das Internet als Einkaufsplattform zu nutzen, ist die Möglichkeit, hier umfassende Preisvergleiche durchführen zu können.  „Das bestätigt das Klischee der Deutschen, echte Schnäppchenjäger zu sein“, so Star Finanz.
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