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News, 15.02.2018
E-Business 4.0
Fit werden für das digitale Business
Anbieter wie Uber und Airbnb machen im Consumer-Bereich vor, wie man mit einer digitalen Plattform den Markt aufmischen kann. Jetzt gewinnen die neuen Geschäftsmodelle auch im B2B-Sektor an Bedeutung. Vor allem auch der Mittelstand kann von der Verfügbarkeit neuer Technologien profitieren und innovative Geschäftsstrategien entwickeln.
IT-Infrastrukturen von Unternehmen müssen mehr denn je hochverfügbar, flexible und skalierbar sein. Cloud Computing macht dies auch für Mittelständler möglich.
IT-Infrastrukturen von Unternehmen müssen mehr denn je hochverfügbar, flexible und skalierbar sein. Cloud Computing macht dies auch für Mittelständler möglich.

Plattformen bringen Anbieter und Nachfrager effizient zusammen und schaffen so einen signifikanten Mehrwert. Im privaten Bereich sind sie längst Teil unseres Alltags geworden. Über Social-Media-Netzwerke wie Facebook kommunizieren wir mit Freunden und Bekannten. In großen Webshops wie Zalando oder Amazon kaufen wir ein. Und wenn wir für den nächsten Wochenendtrip noch eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, findet sich bestimmt auf Airbnb ein günstiges Quartier. Längst hat der Marktplatz für Vermietung und Anmietung von privaten Übernachtungsmöglichkeiten die traditionelle Hotellerie in Bedrängnis gebracht. Dabei besitzt Aribnb selbst nicht ein einziges Haus oder Zimmer, sondern bringt lediglich Anbieter und Interessenten zusammen.

Auch die Mobilitätsplattform Uber besitzt selbst kein einziges Taxi, bringt aber buchstäblich Bewegung in den Markt für Fahrdienstleistungen. 10 der 20 wertvollsten börsennotierten IT-Unternehmen sind Plattformen. Und die großen Vier – Google, Apple, Facebook und Amazon (GAFA) – haben laut Statistischem Bundesamt eine Marktkapitalisierung von annähernd 1,5 Billionen Euro – das entspricht fast der Hälfte des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Digitale Plattform-Modelle

Aus diesen Zahlen wird klar, wo die Zukunft liegt. Plattformen sind auf der Überholspur und hängen traditionelle, lineare Geschäftsmodelle ab. Sie können Märkte und Marktstrukturen sehr schnell verändern. Auch für den B2B-Sektor bergen sie großes Potenzial und gewinnen zunehmend an Bedeutung. Plattformen können Anbieter, Partner und Kunden enger zusammenbringen und die Kommunikation verbessern. Sie brechen etablierte Pipeline-Strukturen auf und punkten mit Vernetzung. Es geht nicht mehr darum, Ressourcen zu kontrollieren, sondern sie zu orchestrieren. Für die Kunden bedeutet das, dass sie einfachen Zugriff auf genau die Produkte und Services haben, die sie benötigen. Anbieter erschließen sich dagegen neue, direkte Vertriebskanäle und Geschäftskonzepte.

Bernhard Kirchmair, Chief Digital Officer bei Vinci Energies Deutschland, kennt die damit einhergehenden Herausforderungen:„Die erfolgreiche Digitalisierung von Geschäftsmodellen, Produkten und Wertschöpfungsprozessen fordert von Unternehmen ein hohes Maß an Agilität und Geschwindigkeit. Branchenspezifische Anwendungsfälle müssen rasch produktiv umgesetzt und vermarktbar gemacht werden. Digitale Plattform-Modelle unterstützen Unternehmen bei dieser geschäftskritischen Aufgabe für agile Digitalisierungsprojekte über Fachbereichsgrenzen hinweg.“

Die IT-Welt im Wandel


Gerade in der IT-Welt zeigt sich ein deutlicher Umbruch vom Produkt hin zur Lösung – die nächste Entwicklungsstufe ist das Plattform-Modell. Durch Cloud Computing weichen physische Assets zunehmend virtuellen Lösungen. Unternehmen stehen heute unter dem Druck, Hardwarekosten zu senken und buchen Infrastruktur lieber als Service. Klassische Hardware-Hersteller kommen dadurch in Zugzwang und müssen sich umorientieren. Viele tun sich damit schwer. So mussten Firmen wie Cisco, Dell und Intel Mitarbeiter entlassen. Amazon Webservices fährt dagegen Rekordzahlen ein und der Cloud-Markt wächst kontinuierlich weiter.

Gleichzeitig sehen sich viele CIOs und IT-Verantwortliche mit dem Problem Schatten-IT konfrontiert. Fachabteilungen haben heute einen erhöhten Bedarf an spezialisierten digitalen Lösungen, denen IT-Abteilungen häufig nicht schnell genug nachkommen. So nehmen Marketer, Vertriebler & Co. kurzerhand selbst die IT-Beschaffung in die Hand, sie kaufen Cloud-Services im Alleingang. IT-Budgets wandern damit ab in die Fachabteilungen, und die IT-Abteilung verliert zunehmend die Hoheit und Kontrolle über Software und Services. Das führt nicht nur zu einer schwer zu steuernden, zersiedelten Infrastruktur, sondern birgt auch Sicherheitsrisiken und verhindert eine unternehmensweite Cloud-Strategie. Unternehmen behindern sich dadurch selbst bei ihrem digitalen Fortschritt. Um das Abwandern von Budgets zu verhindern, die Kontrolle zurückzuerlangen und die eigene Rolle zu stärken, müssen CIOs in der Lage sein, den IT-Bedarf der Fachabteilungen schnell und zielgerichtet zu erfüllen.

IT-Services schnell beschaffen und flexibel bereitstellen

Cloud-basierte Lizenzmodelle wie Microsoft Cloud Solution Provider (CSP) bieten Unternehmen heute die Möglichkeit, ihre IT-Services agil und flexibel verfügbar zu machen. So werden etwa Lösungen, die auf Office 365 oder Microsoft Azure basieren, nach Nutzerzahl und Verbrauchsvolumen abgerechnet. IT-Dienste wie Office oder Rechenleistung, aber auch komplexe digitale Lösungen wie ein Unternehmensintranet oder ein CAD-Arbeitsplatz sind damit nicht nur schneller einsetzbar, sondern auch die Kostenrisiken werden deutlich gesenkt. Die Abwicklung solcher Pay-per-Use-Modelle erfolgt über digitale Buchungs- und Abrechnungsplattformen.

IT-Dienstleister wie beispielsweise Axians, die globale ICT-Marke der VINCI Energies, bieten zusätzliche Concierge-Services und übernehmen die Einrichtung und Konfiguration von Azure- und Office 365-Mandaten bis hin zur Zuweisung von Active Directory-Richtlinien. „Unternehmen benötigen mehr denn je passgenaue Lösungen sowie das Know-how und den Support versierter IT-Experten“, so Kirchmair.

Vorteile für Kunden und Anbieter

IT-Häuser können hier mit Leistungen punkten, die das Management von komplexen IT-Anwendungen und Infrastrukturen für ihre Kunden vereinfachen. Damit bedienen sie die steigende Nachfrage nach gezielt auf den individuellen Bedarf von Unternehmen zugeschnittene IT-Lösungen. Der Vorteil sogenannter, über Cloud-Plattformen zur Verfügung gestellter „IT-as-a-Service“ (ITaaS): Admins können geeignete Services einfach beschaffen, zeitnah bereitstellen und übersichtlich managen – und so das Angebot der IT-Abteilung für die Fachabteilungen flexibel und bedarfsorientiert gestalten. So brechen Plattformen auch in der IT bisherige lineare Strukturen auf und bringen Anbieter und Kunden auf einem Marktplatz zusammen.

Bild: Damien Pollet / flickr

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