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Dynatrace: 7 Tipps für den gründlichen Test von Anwendungen und Websites

Gut getestet ist halb gewonnen: Worauf Entwickler und IT-Verantwortliche besonders achten sollten
(PM) München , 07.06.2016 - Oftmals kommen Belastungstest einer Anwendung oder einer Website zu kurz. Das Verfahren gilt vielen als zu aufwändig und zeitraubend, oder findet nur in sehr begrenztem Umfang statt. Die Folge: Auch geprüfte Anwendungen brechen völlig unerwartet zusammen, sobald die Last steigt. Dynatrace hat sieben einfach zu befolgende Tipps zusammengestellt, wie Entwicklungs- und IT-Teams das Testen wirkungsvoll und umfassend durchführen können.

1. Vom Kunden ausgehen

Der Kunde ist der wichtigste Faktor. Deshalb müssen er und sein Verhalten die zentrale Basis für Belastungstest bilden. Ziel muss dabei sein, dem Kunden das bestmögliche Erlebnis zu jeder Zeit zu bieten, indem die Funktionalität im Back-end auf seine Bedürfnisse zugeschnitten wird. Dazu gehört die Kenntnis der Zielgruppe, des Nutzungsverhalten, der bevorzugten Geräte und der bevorzugten Zahlungsmittel und Versandarten. Mit einer Kombination aus Web-Analyse-Tools und der Messung des echten Kundenverhaltens (UEM – User Experience Management) ist es möglich, sich beim Testen und Optimieren des Angebots auf die wirklich wichtigen Stellschrauben zu konzentrieren. Dazu sollten die Testszenarien auf Basis des realen Nutzerverhaltens modelliert werden statt auf künstlichen Use Cases.

2. Die richtigen Ziele stecken

Die aus einer UEM-Lösung gewonnenen Daten zeichnen ein klares, unabhängiges Bild davon, welchen Einfluss jeder einzelne Schritt einer Transaktion auf die tatsächliche Konversionsrate hat. Daraus lässt sich eindeutig ableiten, welche Bereiche optimiert werden müssen, um die Ergebnisse insgesamt zu verbessern. Dieses Vorgehen ermöglicht der IT-Abteilung auch eine Diskussion auf Augenhöhe mit den Geschäftsbereichen – nämlich dadurch, dass sie einen Test- oder Optimierungsbedarf in konkreten Umsatzzahlen ausdrücken kann. Zudem sollte sie ermitteln, welche „Klickpfade“ eine höhere Konversionsrate besitzen. Sollte ein Pfad generell mehr Umsatz bringen, lässt sich diese Information an die Entwicklung weitergeben, um ihn als „Standardpfad“ für Benutzer einzurichten.

3. Jedes Verhaltensmuster berücksichtigen

Jeder Kunde nutzt ein Web-Angebot auf seine eigene Art. Manche informieren sich nur, andere legen Waren in den Einkaufskorb, brechen jedoch wieder ab, und ein gewisser Anteil bestellt tatsächlich. Statt die Test Coverage zu erhöhen, sollten Unternehmen daher die „Top X Use Case Coverage“ steigern, die sich von realen Nutzern ableiten lassen.

4. Produktivtests und Monitoring nicht scheuen

Bei Tests unter Laborbedingungen, also offline, werden die größten Fehler einer Anwendung oder Webseite offenkundig. Doch der Teufel steckt oft im Detail und zeigt sich erst im Betrieb. Deshalb sollten auch folgende potenzielle Fehlerquellen, die den Live-Betrieb beinträchtigen, unter die Lupe genommen werden:

- Engpässe in Firewalls, Loadbalancern oder SSL-Acceleratoren
- Involvierte Dritte, wie beispielsweise Angebote von Wetterapps, Facebook und anderen Diensten
- Leistung des Content Delivery Networks (CDN)
- Einbindung der Tester in die UEM-Monitoring-Strategie

5. Keinen Schritt auslassen

Obwohl die meisten Kunden akzeptieren, dass die Bezahl-Transaktion eines Online-Shops oder eine konkrete Formularabfrage länger lädt als die reinen Produktseiten, darf die Geduld der Kunden nicht überstrapaziert werden. Denn ein sehr langsamer Validierungs-Prozess, der im schlimmsten Fall noch zum Time-out führt, hat fatale Folgen für Umsatz und Image. Deshalb sollten auch der Bezahlprozess oder Antwortzeiten auf personalisierte Abfragen gründlich getestet werden.

6. Zusammenarbeit mit dem Marketing

Die Performance einer Anwendung drückt sich zwar auf technischer Ebene aus, hat aber einen engen Bezug zu den Zielen der Marketingabteilung, wie generierter Traffic, Aufrufe von Landing Pages und Gutschein-Codes. Denn diese können je nach Art verschiedene Auswirkungen auf die Systemressourcen haben, etwa bei Rabatten oder Versandkostenfreiheit, auftreten. Deshalb ist es wichtig, mit der Marketingabteilung die übergeordneten Ziele und Strategien abzustimmen. Dabei sollte nicht nur die mögliche kurzfristige Steigerung der Last im Fokus stehen, sondern gleich für die kommenden zwei bis drei Jahre, also kommenden Traffic, vorausgeplant werden. Zudem sollten Drittanbieter wie Facebook oder Twitter eingebunden werden.

7. Nicht zu lange warten

Generell empfiehlt es sich, mit dem Load Testing nicht bis zur letzten Minute zu warten. Am besten ist, bereits während der Entwicklung immer wieder Tests einzuplanen. Falls das nicht möglich ist, sollte bereits in der Planung genug Zeit vor dem Go-Live einkalkuliert werden, um die Anwendung wiederholt zu testen. Auf Basis der Erfahrungen von Dynatrace werden 80 Prozent der Probleme in Anwendungen von nur 20 Prozent der Problemmuster ausgelöst.
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