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News, 15.09.2011
Düstere IfW-Prognose
Eurozone schlittert in die Rezession
Der Eurozone geht die Puste aus: Dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) zufolge stehen hier die Zeichen klar auf Rezession. Einen Einbruch der gesamten Weltwirtschaft dagegen hält das IfW derzeit für eher unwahrscheinlich.
Der Abschwung in der Eurozone trifft vor allem deutsche Exporteure.
Der Abschwung in der Eurozone trifft vor allem deutsche Exporteure.
Nach einem Bericht des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat sich die Konjunktur im Euroraum inzwischen deutlich abkühlt. So deuteten Frühindikatoren darauf hin, dass die Produktion im zweiten Halbjahr sinken wird und die mit der Schuldenkrise einhergehenden Finanzmarktturbulenzen sowie die intensivierten Konsolidierungsmaßnahmen der Eurozone eine Rezession bescheren werden. „Die Rezession dürfte die Schul¬denkrise tendenziell verschärfen, da sie die Zweifel an der Schuldentragfähigkeit einzelner Mitgliedsländer verstärken dürfte“, so das IfW. Im Verlauf des nächsten Jahres dürfte allerdings die Produktion infolge der expansiven Geldpolitik und einem zu erwartenden Anstieg der Auslandsnachfrage dem Institut zufolge wieder deutlich anziehen. Sollte es dagegen in einem Euro-Krisenländer zu einem unkontrollierten Zahlungsausfall oder zum Zusammenbruch größerer Banken kommen, dürfte die Rezession dem IfW nach allerdings weit stärker ausfallen. Davon gehe man jedoch zurzeit nicht aus.

Für die Weltwirtschaft insgesamt erwartet das IfW zwar derzeit keinen Rückfall in die Rezession, angesichts der erhöhten Unsicherheit, fortschreitender Konsolidierungsprozesse im privaten Sektor und der inzwischen begrenzten Möglichkeiten der Wirtschaftspolitik zur Stimulierung der Konjunktur wohl aber in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Kapazitätsauslastung. „Im Jahresdurchschnitt dürfte die Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsprodukts in dieser Ländergruppe in diesem und im nächsten Jahr nur noch 1,6 bzw. 1,5 Prozent betragen“, so die Wirtschaftsforscher. Dabei rechnet das IfW mit einem deutlichen Rückgang der Inflation, während die Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau verharren dürfte. Bezogen auf Weltproduktion insgesamt erwartet das IfW 2011 nun nur noch eine Wachstumsrate von 3,8 Prozent, womit das Institut seine Prognose von Juni (+4,5%) nach unten korrigiert hat. Im Jahr 2012 wird sich die konjunkturelle Dynamik weiter abschwächen und die Zuwachsrate des globalen BIP nach aktueller IfW-Prognose im Jahresdurchschnitt nurmehr 3,5 Prozent betragen (Juni-Prognose: +4,1%).
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