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News, 13.04.2012
Gebremste Teuerung im März
Druck auf Verbraucherpreise schwächt sich etwas ab
Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich im März trotz des Höhenflugs der Kraftstoffpreise etwas verlangsamt. Dämpfend auf die Teuerungsrate wirkte unter anderem die unterdurchschnittliche Preisentwicklung bei langlebigen Gebrauchsgütern und Dienstleistungen.
Saisonbedingte Preiserhöhungen verzeichneten Verbraucher u.a. im textilen Einzelhandel, wo die Preise im Schnitt gegenüber Februar um 2,9 Prozent anzogen.
Saisonbedingte Preiserhöhungen verzeichneten Verbraucher u.a. im textilen Einzelhandel, wo die Preise im Schnitt gegenüber Februar um 2,9 Prozent anzogen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitteilte, lagen die Verbraucherpreise in Deutschland im März im Durchschnitt 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Februar verteuerten sich Waren, Dienstleistungen und Nahrungsmittel für Verbraucher in Deutschland im Schnitt um 0,3 Prozent. Im Februar waren die Verbraucherpreise noch 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen und um 0,7 Prozent auf Monatssicht gestiegen.

Preistreiber Sprit und Haushaltsenergie

Den größten Einfluss auf die Jahresteuerungsrate hatte wie bereits in den Vormonaten die Preisentwicklung von Energieprodukten, für die Verbraucher im März im Durchschnitt 6,7 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahresmonat. Gegenüber Februar verteuerte sich Energie im Schnitt um 1,6 Prozent. Vor allem die Kraftstoffpreise zogen kräftig an. Dem Statistikamt zufolge stiegen sie mit einer Jahresteuerungsrate von 7,7 Prozent im März auf einen neuen Höchststand (Benzin: +8,1%;  Diesel: +6,4%). Gegenüber Februar verteuerten sich Kraftstoffe im Schnitt um 4,0 Prozent (Benzin: +4,1%; Diesel: +3,4%). Für Haushaltsenergie mussten Verbraucher ebenfalls erheblich mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Sie verteuerte sich im März auf Jahressicht um durchschnittlich 6,0 Prozent (Strom: +2,4%; Gas: +6,8%; leichtes Heizöl: +8,6%). Gegenüber Februar erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie dagegen nur geringfügig (+0,3%). „Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei Energie hätte die Inflationsrate im März 2012 bei + 1,6 % gelegen“, so das Statistikamt.

Kräftiger Preisauftrieb bei Verbrauchsgütern

Auch für Waren mussten Verbraucher in Deutschland deutlich mehr bezahlen als im März 2011. Sie verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 3,2 Prozent und gegenüber Februar um 0,8 Prozent. Am stärksten stiegen hier die Preise für Verbrauchsgüter, die im März eine Jahresteuerungsrate von 4,3 Prozent auswiesen (+0,7% gegenüber Februar).  Gebrauchsgüter mittlerer Lebensdauer kosteten im März 2,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 1,4 Prozent mehr als im Februar. Die Preise für langlebige Gebrauchsgüter blieben dagegen sowohl auf Jahres- als auch Monatssicht konstant (jeweils +0,0%). Auch bei Dienstleistungen verzeichneten Verbraucher eine moderate Preisentwicklung. Sie kosteten im März im Schnitt nur 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und verbilligten sich auf Monatssicht um 0,2 Prozent. Starke Preisrückgänge gab es insbesondere im Bildungswesen, wo sich das Preisniveau gegenüber März 2011 um 12,2 Prozent verringerte (+0,1% gegenüber Februar).

Nahrungsmittelpreise weiter unter Druck

Nahrungsmittel kosteten im März im Durchschnitt 3,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,3 Prozent mehr als im Februar. Starke Preisanstiege wies der Index der Verbraucherpreise hier vor allem bei Fleisch und Fleischwaren aus, die sich gegenüber März 2011 im Schnitt um 5,6 Prozent verteuerten. Fisch und Fischwaren kosteten im März 4,6 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr. Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 4,5 Prozent und Süßwaren um 4,4 Prozent (darunter Zucker: +21,4%).  Auch für Molkereiprodukte und Eier mussten deutsche Konsumenten deutlich tiefer in die Tasche greifen (+3,3%). Ausgenommen davon war hier Butter, die sich auf Jahressicht um 7,7 Prozent verbilligte. Die Preise für Gemüse entwickelten sich dagegen im Vergleich zum Vorjahr moderat (+1,4%), zogen gegenüber Februar aber spürbar an (+3,2%). Deutliche Preisrückgänge gab es bei Obst, für das Verbraucher im März 3,9 Prozent weniger zahlen mussten als im Vorjahresmonat (darunter Weintrauben: − 22,1%). Gegenüber Februar verbilligte sich Obst um 3,1 Prozent. Auch Kartoffeln kosteten erheblich weniger als im März 2011 (-24,6%). 

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