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News, 22.09.2014
Absatz-Einbruch bei Digitalkameras
Smartphones laufen Digicams den Rang ab
Immer mehr Deutsche schießen ihre Fotos statt mit der Digitalkamera mit ihrem Smartphone oder Tablet. Die Folge: Der Markt für Digicams in Deutschland schrumpft.
Gerade bei den Top-Smartphone lassen die Digicam-Funktionen im Vergleich zu klassischen Digitalkameras für Otto-Normalverbraucher kaum mehr Wünsche offen.
Gerade bei den Top-Smartphone lassen die Digicam-Funktionen im Vergleich zu klassischen Digitalkameras für Otto-Normalverbraucher kaum mehr Wünsche offen.
Trotz boomender Digitalfotografie stehen den Herstellern von Digitalkameras in Deutschland schwierige Zeiten bevor. Zwar geben Deutsche, die sich eine Digicam anschaffen, hierfür deutlich mehr aus als noch vor zwei Jahren, der Absatz der Geräte aber schrumpft dramatisch. So dürfte sich der Zahl der verkauften Digitalkameras in diesem Jahr in Deutschland nach Auskunft der Hightech-Branchenverbandes BITKOM auf insgesamt gut 4,6 Millionen Stück belaufen. Das sind rund 16 Prozent weniger als im Jahr 2013. Gedämpft wird der Einbruch der Verkaufszahlen dadurch, dass sich jene, die sich eine Digicam anschaffen, zunehmend für ein höherwertiges Gerät entscheiden und sich die Lust am Fotografieren mit einem Geräte-Durchschnittspreis von 276 Euro fast 20 Prozent mehr kosten lassen als im Jahr 2012, als es im Schnitt nur 237 Euro waren. Das geht aus nach Auskunft des Verbands aus aktuellen Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Kompensieren kann dies allerdings den Absatz-Einbruch nicht. So wird sich der Gesamtumsatz mit Digicams dem BITKOM nach im laufenden Jahr in Deutschland auf insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro belaufen. Das ist im Jahresvergleich ein Umsatzminus von rund 10 Prozent.

„Immer mehr Verbraucher nutzen statt einer einfachen digitalen Kompaktkamera lieber die Fotofunktion ihres Smartphones“, so BITKOM-Experte Timm Hoffmann. „Digitale Spiegelreflex- und Systemkameras mit großen Bildsensoren und Wechselobjektiven bleiben aber weiterhin gefragt.“ Sowohl für Profis als auch Hobby-Fotografen zusätzlich interessant macht die Geräte, dass diese zunehmend internetfähig sind. Die Folge: Im ersten Halbjahr machten diese vernetzten Hightech-Fotoapparate bereits rund 39 Prozent des Digicam-Gesamtumsatzes aus. Ein halbes Jahr zuvor war der Umsatzanteil dieser neuen Digitalkamera-Generation noch weniger als halb so hoch gelegen (Ende 2013: 19 %).

Weil das Smartphone in Sachen Fotografie-Funktionen und –Qualität für Standard-Endanwender immer weniger Wünsche offen lässt, spart sich ein wachsender Teil der Deutschen das Geld für eine separate Digicam. So ergaben BITKOM-Umfragen, dass inzwischen jeder Smartphone-Nutzer mit dem Smartphone Fotos macht und mehr als jeder Zweite (55 %) mit seinem Gerät auch Videos aufnimmt. Dabei schafften die in den Smartphones eingebauten Kameras dem BITKOM nach zunehmend Filmaufnahmen in HD-Qualität (1280 x 720 Pixel) und einige sogar bereits in Full-HD (1920 x 1080 Pixel).

„Für Schnappschüsse im Alltag oder kurze Videoclips ist das Smartphone mit Abstand das beliebteste Gerät“, so der Verband. „Mittlerweile gibt es viele Kameraaufsätze für Smartphones, die die Bildqualität der Fotofunktion noch einmal verbessern. Mit einer Klammer wird dabei ein Objektiv bestehend aus Sensor und Bildprozessor auf das Smartphone gesteckt.“
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