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News, 10.06.2010
Digitales Fernsehen
Fünf Tipps für WM-Spannung in HDTV
Im Zuge der Fussball-Weltmeisterschaft wird das hochauflösende HDTV-Fernsehen („High Definition Television“) einen weiteren Schub erhalten. In einem Überblick hat der Hightech-Branchenverband BITKOM zusammengefasst, was es rund um das Thema HDTV zu wissen gilt.

1. Digitaler TV-Anschluss

Für HDTV wird in jedem Fall ein digitaler TV-Anschluss benötigt. Hochauflösendes Fernsehen ist über einen digitalen Kabelanschluss (DVB-C), einen digitalen Satellitenanschluss (DVB-S) oder einen V-DSL-Anschluss (IPTV) möglich. Über einen digitalen Antennenanschluss (DVB-T) oder einen analogen Kabelanschluss ist HDTV nicht empfangbar.

2. HD-Fernseher

Fast alle Flachbildfernseher können HD-Bilder anzeigen. Das Logo „HD- ready“ stellt sicher, dass der Fernseher die HDTV-Bildauflösung von 720p oder 1080i anzeigen kann. Viele Blu-ray-Discs bieten eine nochmals verdoppelte Auflösung von 1080p. Für die Darstellung dieser Auflösung muss der Fernseher mit dem „HD-ready 1080p“- oder „Full HD“-Logo gekennzeichnet sein.

3. Zusatzgeräte je nach Empfangsweg

a) HDTV über DSL (IPTV): Für HDTV über DSL wird vom Anschlussanbieter eine Set-Top-Box bereitgestellt. In der Box ist bereits ein HDTV-Empfänger integriert, besondere Zusatzangebote wie Video-on-Demand können direkt über die Box zugebucht oder abbestellt werden. HDTV  benötigt über den IPTV eine Bandbreite von mindestens 25MBit/s (VDSL). Für Videos auf Abruf (Video-on-Demand) reichen derzeit auch 16MBit/s. Informationen über die vor Ort verfügbare Bandbreite gibt der jeweilige DSL-Anbieter.

b) HDTV über Kabel und Satellit (DVB-C/DVB-S): Wenn im Fernseher bereits ein HDTV-Empfänger eingebaut ist, wird für unverschlüsseltes HD-Fernsehen kein zusätzliches Gerät benötigt. Das TV-Gerät ist in diesem Fall normalerweise mit dem „HDTV“-Logo gekennzeichnet – nicht zur verwechseln mit dem „HD-ready“-Logo. Wichtig: Bei einem integrierten Empfänger sollte darauf geachtet werden, dass er zum jeweiligen digitalen TV-Anschluss passt (DVB-C bzw. DVB-S). Ein eingebauter HDTV-Kabeltuner (DVB-C) ist bei neuen Geräten inzwischen nahezu Standard, ein eingebauter HDTV-Satellitentuner (DVB-S) noch nicht.

Wenn im TV-Gerät kein HDTV-Empfänger eingebaut ist, wird eine Set-Top-Box mit HDTV-Empfänger benötigt. Auch hier sollte auf die Ausstattung mit dem passenden Empfangsteil für Kabel (DVB-C) oder Satellit (DVB-S) geachtet werden. Um die HD-Bilder von der Set-Top-Box an den Fernseher zu übertragen, ist ein so genanntes HDMI-Kabel erforderlich; das weit verbreitete SCART-Kabel kann keine HD-Signale übertragen.

4. Auswahl und Speicherung der HD-Kanäle

Die HDTV-Programme werden in eigenen Kanälen parallel zu den Ausstrahlungen in normaler Auflösung übertragen. Um Programme in HD-Qualität ansehen zu können, müssen daher die Sender mit dem Zusatz „HD“ gewählt werden, also „Das Erste HD“ oder „ZDF HD“. Sind diese Programme noch nicht im TV-Gerät oder der Set-Top-Box gespeichert, sollte zunächst ein Sendersuchlauf durchgeführt werden.

5. Private HDTV-Sender und HDTV im Pay-TV

Zum Empfang von privaten Free- und Pay-TV-Sendern in HD-Qualität existieren für Kabel, Satellit und DSL unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren und damit unterschiedliche technische Voraussetzungen und Ausbaustufen. Individuelle Informationen gibt der Fachhandel oder Anschlussbetreiber.


[Quelle: BITKOM]
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