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Pressemitteilung

Digitale Zukunft – Internetprotokoll Version 6

Online-Evolution mit Folgen
(PM) Hamburg/Frankfurt, 16.03.2010 - 16. März 2010. Kommunikationsabläufe im Internet erfordern Absender- und Empfängeradressen, welche die Kommunikationspartner eindeutig identifizieren. Allerdings werden diese Zuweisungen immer knapper, da der Bedarf an zusätzlichen IP-Adressen – insbesondere durch das Internetwachstum im asiatischen Raum und die Einführung neuer mobiler Dienste beispielsweise internetfähiger SmartPhones – stetig zunimmt. Bisher basiert der Datenaustausch auf dem Internet Protokoll 4 (IPv4). Komplexe Verbindungsstrukturen, steigende Internetnutzung weltweit und damit wachsende Adresszuweisung treiben jedoch die Notwendigkeit des Internet Protokolls 6 (IPv6) voran. Allein in Deutschland waren im Jahr 2009 43,5 Millionen der bundesdeutschen Erwachsenen online, 0,8 Millionen mehr als im Vorjahr 2008.

Ohne IPv6 erscheint ein Wachstum des Internets auf lange Sicht kaum mehr möglich. Die Internetverwaltungsbehörde ICAAN warnt seit geraumer Zeit vor der Ausschöpfung des IPv4-Adress-Pools. Nur noch zehn Prozent der knapp vier Milliarden Adressen seien verfügbar. Mit dem neuen Protokoll hingegen erhöht sich die Anzahl auf 340 Sextillionen mögliche IPv6-Adressen. Seit Jahren plädiert die europäische Kommission schon für einen Wechsel vom IPv4 zum neuen IPv6. Dabei birgt der Umstieg neben allgemeinen Kosten für die Anschaffung neuer Hardware auch immense technische Herausforderungen mit sich. „Erste Implementierungen und Tests von IPv6 in unserem XT3Lab lieferten zufriedenstellende Ergebnisse insbesondere für die Netzwerkkomponenten im Backbone. Allerdings bedarf es noch einiger Weiterentwicklung auf den Anwendungsschichten, um den letzten Schritt von IPv4 zu IPv6 in einem Produktivnetzwerk gehen zu können. In Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der Universität Frankfurt analysieren und diskutieren wir intern diese letzten Schwierigkeiten, um alle Eventualitäten bestmöglich auszuräumen“, erklärt Dr. Carsten Michel, Technical Lead IP/MPLS Technologies der Xantaro Deutschland GmbH.

Um darüber hinaus auch die benötigten intelligenten Netzinfrastrukturen bereitzustellen, unterstützt Xantaro Kunden in der Planungs- und Realisierungsphase beim Umstieg auf IPv6 durch Beratung, Evaluierungs- und Funktionstests sowie Wissenstransfer. Durch zukunftsweisende Investitionen im Rahmen der Breitbandinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, scheint die Einführung von IPv6 nur noch eine Frage der Zeit. Der eigentliche Wechsel vom IPv4zu IPv6 erfolgt dabei jedoch nicht abrupt, sondern kommt vielmehr Schritt für Schritt. „Sowohl IPv4 als auch IPv6 werden vorerst nebeneinander existieren, um die erforderliche Migration zu ermöglichen. Auf Grund der netzwerktechnischen Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen funktioniert dies sicherlich nicht immer reibungslos. Ein erfolgreicher Übergang von IPv4 zu IPv6 hängt nicht zuletzt von der Kompatibilität der IPv4 Rechnersysteme und Netzwerkkomponenten ab“, informiert Dr. Carsten Michel.

Weitere Informationen unter www.xantaro.net
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