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News, 02.10.2014
Digitale Bücher immer beliebter
E-Books weiter auf dem Vormarsch
Immer mehr Deutsche beziehen Bücher in elektronischer Form. Meist genutztes Lesegerät für E-Books ist zwar noch das Notebook, immerhin bereits knapp jeder zweite E-Book-Leser liest seine digitalen Bücher aber auch auf seinem Smartphone.
Der neue Trend: Statt sich den digitalen Leserstoff zu kaufen, leihen sich immer mehr Deutsche die E-Books lediglich aus.Immer mehr E-Book-Leser leihen sich den digitalen
Der neue Trend: Statt sich den digitalen Leserstoff zu kaufen, leihen sich immer mehr Deutsche die E-Books lediglich aus.Immer mehr E-Book-Leser leihen sich den digitalen
Die Zahl der E-Book-Leser in Deutschland nimmt stetig zu: Während im letzten Jahr nur 21 der Deutschen ab 14 Jahren digitale Bücher lasen, trifft dies inzwischen auf 24 Prozent der Bundesbürger zu. Das geht aus einer repräsentativen Studie im Auftrag des Hightech-Branchenverbandes BITKOM hervor. Berücksichtig man, dass nur drei Viertel aller Deutschen Bücher lesen, beläuft sich der Anteil der E-Book-Leser sogar auf 33 Prozent. Bei dieser Betrachtung legte der Anteil der E-Book-Nutzer in Deutschland sogar um vier Prozentpunkte zu (2013: 29 %). „E-Books haben sich als feste Größe im digitalen Medienmix etabliert“, konstatierte Dr. Christian Illek, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Mitglied im BITKOM-Präsidium.

Grund für die zunehmende Beliebtheit von E-Books sind neben dem großen Angebot an digitalen Titeln auch die interaktiven Funktionen, die elektronische Bücher bieten. „E-Book-Leser haben jederzeit Zugriff auf zahllose Bücher, erhalten Zusatzinformationen zum Text und können ihre Leseerfahrungen im Internet mit anderen teilen“, so Illek. Befördert wird der E-Book-Boom zudem von alternativen Nutzungsmodellen wie monatlichen E-Book-Flatrates, die die digitale Buchform preislich für Leser noch attraktiver machen, wobei der digitale Lesestoff der Studie nach verstärkt auf mehreren Geräten parallel gelesen wird.

Auch zeigt die Studie, dass der Trend zum digitalen Bücherlesen in allen fast allen Altersgruppen gleichermaßen Fuß gefasst hat. So sind es bei den 14- bis 29-Jährigen mit 31 Prozent fast ebenso viele, die E-Books lesen, wie bei den 30- bis 49-Jährigen, wo sich der Anteil der Leser digitale Bücher aktuell auf 30 Prozent beläuft. Selbst von den 50- bis 64-Jährigen greift mittlerweile mehr als jeder Vierte (27 %) zu digitalen Büchern. Schwerer mit der digitalen Buchform tun sich noch die über 65-Jährigen: In dieser Altersgruppe sind es aktuell erst 10 Prozent, die E-Books lesen. Die E-Book-Fangemeinde dürfte allerdings in allen Altersgruppen weiter kräftig wachsen: So können sich der Studie zufolge 32 Prozent der Deutschen, die noch keine E-Books lesen, vorstellen, dies in Zukunft zu tun.

„Das Marktpotenzial von E-Books ist gewaltig“, so Illek. Dazu trage auch die wachsende Gerätebasis bei. So erwartet der Verband nach aktuellen Prognosen, dass sich der Absatz von Tablet Computern in Deutschland 2014 um 15 Prozent auf 9,2 Millionen Stück erhöhen wird. Was den Absatz sogenannten E-Reader angeht, rechnet der Verband im laufenden Jahr mit etwa 1,2 Millionen verkauften Geräten. Das sind rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Digitales Lesezeichen beliebteste E-Book-Funktion

Meist genutztes Lesegerät  für E-Books ist laut Studie bisher noch das Laptop respektive Netbook. Hier rufen 56 Prozent der E-Book-Leser ihre digitalen Bücher auf. Zweitbeliebtestes Gerät zum Lesen digitaler Bücher ist das Smartphone (44 %), gefolgt vom stationären Computer (32 %) und Tablet PC (32 %). E-Reader, also speziell auf E-Books ausgerichtete Lesegeräte, nutzen dagegen aktuell nur 27 Prozent.

 „E-Book-Leser sind nicht auf ein Gerät festgelegt. Ein Fünftel liest parallel auf unterschiedlichen Geräten wie Tablet, Smartphone und E-Reader“, so Illek. Die Synchronisierung erfolgt durch die Speicherung der Bücher in der Cloud, die dann entweder direkt auf dem E-Reader oder über spezielle Apps auf Smartphones und Tablets abgerufen werden können. Damit haben Nutzer an jedem Ort mit Internetzugang Zugriff auf ihre Bücher.

Die beliebteste technische Funktion von E-Books ist das digitale Lesezeichen. Gut zwei Drittel (69 Prozent) der befragten E-Book-Leser nutzen sie. Gleichauf liegt mit 68 Prozent die Veränderung der Schrift: Größe, Zeilenabstand oder Schrifttyp können angepasst werden. Ein gutes Drittel (38 Prozent) verwendet die Stichwortsuche, ein Viertel (26 Prozent) macht sich Notizen und ein Fünftel markiert Textstellen. 17 Prozent nutzen die Übersetzungsfunktion. „E-Books bieten hier einen echten Mehrwert gegenüber gedruckten Büchern“, so Illek.

Ausleihen von E-Books als neuer Trend

Meist genutzte Bezugsquellen für E-Books sind mit 63 Prozent Online-Buchshops wie Amazon, Buch.de, Ebook.de oder Thalia.de. Gut ein Viertel (27 %) kauft Bücher in den vorinstallierten Shops der Lesegeräte. Immerhin 14 Prozent der E-Book-Leser beziehen die gewünschten Bücher direkt bei den Autoren und neun Prozent bei den Verlagen über deren Websites. „Immer mehr Autoren und Verlage erkennen die Chancen des Internets für die Selbstvermarktung und den Direktverkauf“, so Illek. 15 Prozent der Deutschen lehnen allerdings nach eigener Auskunft Geld für E-Books auszugeben ab.

Neben dem Kauf von E-Books beginnen sich jedoch auch alternative Nutzungsformen zu etablieren. Hierzu zählt insbesondere der E-Book-Verleih. So leiht sich aktuell bereits ein Viertel aller E-Book-Leser digitalen Lesestoff in öffentlichen Bibliotheken aus. 2013 waren es erst 17 Prozent, die sich hier E-Books mehr oder weniger kostenfrei besorgten. Rund jeder Sechste (16 %) bezieht auch Lesestoff von kommerziellen Verleih-Anbietern (2013: 15 %). Entsprechende Dienste bieten monatliche Pauschaltarife für die Nutzung einer bestimmten Anzahl von E-Books. 25 Prozent der E-Book-Nutzer lesen frei verfügbare elektronische Bücher, zum Beispiel aus dem „Project Gutenberg“. Im Vorjahr nutzen solche Optionen erst 15 Prozent. Sechs Prozent zahlen pro Seite, was vor allem bei wissenschaftlichen Publikationen von Bedeutung ist. In der Summe nutzt gut die Hälfte (52 Prozent) der E-Book-Leser Alternativen zum Kauf einzelner Dateien.

Ein Viertel (26 %) der E-Book-Nutzer teilt Leseerfahrungen im Internet mit anderen. Mit Abstand am beliebtesten ist das Schreiben von Rezensionen in Online-Shops: 14 Prozent der Leser machen davon Gebrauch. Immerhin 8 Prozent nutzen Apps, mit denen man Textstellen markieren und diese mit anderen teilen kann. Weitere 3 Prozent machen das freihändig, in dem sie den Text kopieren und die Inhalte zum Beispiel in sozialen Netzwerken teilen. 
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