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Die Zeit ist reif – Stresserkrankungen haben einen hohen Stellenwert in der Arztpraxis

Eine Folge dauerhafter ungelöster Belastungen sind Depressionen. Die depressiven Erkrankungen in modernen Industrienationen werden oft in einem Zusammenhang mit den rasanten Veränderungen von Gesellschaft und Wirtschaft gesehen.
(PM) Bonn, 28.08.2009 - Dabei spielen Faktoren wie Arbeitsplatzunsicherheit, wachsende Anforderungen an Mobilität, Schnelligkeit und Flexibilität, Auflösung vertrauter Strukturen, Leistungsdruck, Wettbewerbsdruck und Konkurrenzkampf eine zunehmende Rolle. Dabei kann es jeden treffen, der in die Fallen der heutigen Leistungsgesellschaft tritt. Beispiele lassen sich aus allen Bereichen finden. Gwyneth Paltrow verfiel 2002 in Depressionen, weil sie sich vorwarf, nicht genug für ihren Vater getan zu haben, der im gleichen Jahr an Krebs starb. Jim Carrey, der als Witze-Reißer und Grimassen-Schneider bekannte Hollywood-Komiker leidet an Depressionen. Und auch Robbie Williams das Ex Take-That-Mitglied leidet schon seit 2002 an Depressionen. Im Jahr 2006 musste er deshalb sogar seine Welttournee absagen. Dies zeigt, dass auch eine finanzielle Unabhängigkeit und Bekanntheit nicht schützt.
Was passiert bei einer Depression?
Studien zeigen, dass das Zusammenspiel der Hormone zur Bewältigung von Belastungen und Stress aus der Balance geraten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen drei hierarchisch arbeitende Hormondrüsen mit dem Hypothalamus an der Spitze: Diese zentrale Hirnregion produziert den "Corticotropin-Freisetzungsfaktor" (CRF). Durch die Blutgefäße transportiert, sorgt CRF in der kirschgroßen Hirnanhangsdrüse -,der Hypophyse -,für die Erzeugung des Hormons Corticotropin, das seinerseits die Rinde der Nebennieren zur Produktion von Stress-Hormonen wie Cortisol und Corticosteron anregt. Sinn der Hormonkaskade mit ihren mehrstufigen Regelkreisen ist es, den Körper in eine dem Stress angemessene Alarmbereitschaft zu versetzen.
Diese ausgewogene Balance scheint bei Depressiven nicht zu funktionieren. Hunderte von Untersuchungen haben gezeigt, dass in deren Stress-Hormon-kaskade immer Hochflut herrscht, abzulesen an einer chronischen Überproduktion von Cortisol oder CRH. Umgekehrt entwickeln gesunde Versuchstiere, die eine Extradosis CRH erhalten, klassische Merkmale von Depression: Sie leiden unter Angst und Schlaflosigkeit, fressen wenig und sind geschlechtlich kaum aktiv.
Untersuchung an depressiven Patienten zeigen neuropathologische Veränderungen in der HPA-Achse und damit in direktem Zusammenhang stehende Änderungen im Mineralhaushalt durch die HPA-Achsen-abhängige Aktivierung von Mineraldorticoidrezeptoren.
Jährlich erkranken in Deutschland nach Daten des Max-Planck-Institutes für Psychiatrie etwa 4,4% der Männer bzw.13,5%der Frauen an einer Depression. Das entspricht 7,8 Mio. Betroffenen pro Jahr.
Die WHO schätzt, dass Depressionen demnächst weltweit die zweithäufigste Ursache von Arbeitsunfähigkeit sein werden. Auch der Arztberuf ist dabei keine Immunität gegen eine Depression. Im Gegenteil, die Summe der Belastungen in der Medizin macht Mediziner wohl eher vulnerabler. In Deutschland sollen zwischen 5-10% der Menschen eine depressive Erkrankung haben. Sicher ist, dass eine ganze Reihe davon Ärzte sind, unsicher jedoch, ob die Prävalenz depressiver Störungen bei Ärzten grundsätzlich erhöht ist. Die englische Depressionsforscherin J. Firth-Cozens konnte durch mehrere longitudinale Studien nachweisen, dass zumindest im 1. Jahr der Facharztausbildung fast 30% der Ärzte deutlich depressiv sind. In den nachfolgenden Jahren sinkt die Rate, bleibt aber immer noch über der der Allgemeinbevölkerung.
Viele Mediziner haben bereits reagiert: Die wissenschaftlich gesicherten Verfahren der Stressmedizin, insbesondere die des Multimodalen Stressmanagements, werden von Ärzten immer häufiger in das tägliche Praxisgeschehen einbezogen, mit valider Stressdiagnostik und gezielten Multimodalen Stressmanagement-Verfahren.
Damit gezielte Stressmedizin, die auf wissenschaftlich gesicherten Verfahren beruht, noch intensiver und hoch kompetent angewendet werden kann, bietet das Institut für Multimodales Stressmanagement Medizinern und Heilberuflern die Möglichkeit der Ausbildung zum Stresstherapeuten MMS© in kompakten Wochenendseminaren an. Informationen unter www.mental-solutions-group.de und www.fg-mms.de
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