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Schwarmintelligenz: Die Weisheit der Vielen sagt in Kassel den Wahlausgang vorher

Wahlwetten sind ein innovatives Instrument der Wahlforschung. In ihrem Kern folgen sie dem Ansatz der „Weisheit der Vielen“. Durch ihre Methodik stellen Wahlwetten eine kostengünstige und pragmatische Alternative zur klassischen Wahlbefragung bereit.
(PM) Kassel, 25.02.2011 - Schon 1906 verblüffte Francis Galton als er auf einem Viehmarkt die Tipps von 800 Besuchern zum Gewicht eines Ochsen addierte, und nach Teilung der Summe durch die Zahl der Besucher auf das exakte Gewicht kam. Kann die Masse also klüger sein als der Einzelne? Der Theorie zufolge kann eine große Anzahl von Personen eine zuverlässige Prognose abgeben. Wäre es also auch denkbar, dass eine im Vorfeld nicht weiter definierte Gruppe einen Wahlausgang recht genau prognostiziert? Der These folgend würden die einzelnen Tipps so streuen, dass der Mittelwert aller Schätzungen dem tatsächlichen Wahlergebnis sehr nah kommt.

Die klassische Wahlbefragung

Klassische Wahlbefragungen stehen vor dem Problem des gesellschaftlichen Wandels. Klassenidentitäten schwinden, Individualisierungs- und Pluralisierungsprozesse setzen sich immer weiter fort, wodurch althergebrachte Parteiidentifikationen bestimmter Gesellschaftsgruppen auseinanderbrechen. Zusätzlich erschwert eine zunehmende und nur ungenau zu bestimmende Zahl von unentschlossenen Wählern die Arbeit der Meinungsforscher. Selbst für renommierte Institute erweist es sich als Herausforderung, eine annähernd repräsentative Stichprobe zu erstellen.

Oftmals stehen der Aufwand einer aufwändigen Befragung und die daraus resultierenden Ergebnisse in keinem wirtschaftlichen Verhältnis.

Das Experiment

Vor diesem Hintergrund fand in Deutschland erstmals eine Wahlwette gemäß der Theorie zur „Weisheit der Vielen“ auf kommunaler Ebene statt: Kann die Masse ein Kommunalwahlergebnis treffend vorhersagen? Dieser Frage ging die Agentur bronz[soft} media architects und die Spezialisten für Datenanalyse von der Unternehmensberatung eoda nach.

Über eine Internetanwendung konnte jeder Interessierte einen Tipp für den Ausgang der Direktwahl zum Oberbürgermeister von Kassel am 27. März 2011 abgeben. Die Teilnehmer stellten auf einem intuitiv bedienbaren „Barometer“ ihren erwarteten Wahlausgang als Prozentwerte ein, dabei erfolgte eine Verteilung von 100 Prozent auf die zur Wahl stehenden Kandidaten.

In Abgrenzung zu der klassischen Wahlbefragung wird bei der Wahlwette nicht danach gefragt, was der Einzelne wählt, sondern was dieser über das Wahlverhalten seiner Mitmenschen denkt: Was denken Sie, wie geht die Wahl aus?
Ergebnisse

Insgesamt 1.889 Teilnehmer haben sich an der Wahlwette beteiligt. Das vorhergesagte Ergebnis liegt sehr nahe an der Realität. Die durchschnittliche absolute Abweichung beträgt lediglich 1,4 Prozentpunkte. „Schwarmintelligenz ist offensichtlich ein probates Mittel zur Vorhersage von Wahlausgängen auf kommunaler Ebene“, so Oliver Bracht, Statistikexperte und Geschäftsführer von eoda. „Der Großteil der Einzelnennungen hat schlechter abgeschnitten, lediglich 5% der Einzeltipps lagen näher am tatsächlichen Ergebnis als der Tipp der Masse.“
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