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News, 26.05.2014
Europaweiter Wettbewerb um Unternehmen
Deutschland bei Unternehmenssteuern womöglich schon bald im Zugzwang
Dem Wirtschaftsstandort Deutschland droht von Mitbewerbern in Europa Ungemach. So haben wichtige Konkurrenten wie Frankreich und Spanien angekündigt, Unternehmen bei den Unternehmenssteuern deutlich entlasten zu wollen. Dies könnte einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zufolge Deutschland zwingen, nachzuziehen.
Frankreich und Spanien haben vor, im Wettbewerb um Unternehmen durch eine Verringerung der Unternehmenssteuern eine neue Runde einzuläuten.
Frankreich und Spanien haben vor, im Wettbewerb um Unternehmen durch eine Verringerung der Unternehmenssteuern eine neue Runde einzuläuten.

Durch die Unternehmenssteuerreform im Jahr 2008 hat sich die steuerliche Situation von Kapitalgesellschaften in Deutschland merklich verbessert. Damals sank die Körperschaftssteuer von 25 auf 15 Prozent; zusammen mit der Gewerbesteuer beträgt die tarifliche Belastung der Gewinne heute noch 30,6 Prozent. Damit liegt Deutschland international gesehen im oberen Mittelfeld auf Platz sieben hinter den USA (45,4 %), Japan (38,5 %), Frankreich (36,1 %), Belgien (34 %), Portugal (31,5 %) und Italien (31,4 %). Allerdings gibt es auch wichtige Wettbewerber, die ihren Unternehmen nicht so tief in die Tasche greifen, wie Großbritannien (26 %) oder die Niederlande (25 %).

Die Bundesrepublik ist damit zwar kein Niedrigsteuerland. International tätige Unternehmen werden bei ihrer Standortwahl aber auch nicht massiv abgeschreckt, fasst die Studie zusammen. Trotzdem könnte in Deutschland über kurz oder lang eine Tarifsenkung notwendig werden: Frankreich hat angekündigt, den Körperschaftssteuersatz bis 2020 auf 28 Prozent zu senken und gleichzeitig Zusatzbelastungen für die Firmen abzuschaffen. Spanien will sogar auf 20 Prozent runtergehen. Sollte sich dies zu einem allgemeinen Trend auswachsen, müsste Deutschland nachziehen, um Standortnachteile, Wachstums- und Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Angesichts des gegenwärtigen historischen Höchststandes bei den Steuereinnahmen wäre ein solcher Schritt auch zu finanzieren.

Detaillierte Ergebnisse zur Studie finden Interessierte in dem Beitrag "Unternehmensbesteuerung im Gefolge der Finanzmarktkrise" von Ralph Brügelmann, Senior Economist beim IW Köln.

Quelle: IW Köln

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