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News, 07.03.2012
Online aufs Amt
Deutschland bei E-Government EU-weit nur im Mittelfeld
Im vergangenen Jahr hat mehr als jeder zweite Internetnutzer in Deutschland Online-Angebote von Behörden oder öffentlichen Einrichtungen genutzt, ergab eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes. Am weitesten fortgeschritten ist die Interaktion zwischen Staat und Bürger via Internet in den skandinavischen Ländern.
Mit Abstand Spitzenreiter in Europa in Sachen E-Government ist Dänemark.
Mit Abstand Spitzenreiter in Europa in Sachen E-Government ist Dänemark.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nutzten 2011 in Deutschland 58 Prozent der Internetnutzer und damit rund 33,6 Millionen Deutsche Informations- und Serviceangebote von Behörden oder öffentlichen Einrichtungen im Internet. In den meisten Fällen beschränkten sich die Besuche solcher Websites auf die Suche nach Informationen (57%). Ein Drittel der Internetnutzer (33%) lud allerdings auch amtliche Formulare herunter. Die Möglichkeit, behördliche Angelegenheiten gänzlich elektronisch abzuwickeln, nutzten dem Statistikamt zufolge dagegen nur wenige Bundesbürger mit Internetzugang (17%).

Hauptgrund für den nach wie vor vergleichsweise geringen  digitalen Interaktionsgrad in Sachen E-Government ist der Erhebung zufolge, dass viele Bürger weiterhin Bedenken im Hinblick auf die Sicherheit der Datenübermittlung haben. So nannten 42 Prozent der Internetnutzer als Grund, warum sie keine Daten wie etwa ausgefüllte Formulare an Behörden digital versandten, mangelndes Vertrauen in  der Sicherheit der eigenen Daten. Weitere 25 Prozent verzichteten auf eine digitale Datenübermittlung, weil sie nicht wussten, wie eine solche funktioniert. Ein Fünftel hätte zwar den digitalen Weg gewählt, konnte dies jedoch nicht tun, weil diese Möglichkeit nicht angeboten wurde. Auf technische Probleme beim Ausfüllen oder dem Versenden eines Formulars verwiesen dagegen nur sieben Prozent der Internetnutzer.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bezogen auf die  Nutzung von behördlichen und ähnlichen Internetangeboten laut Statistikamt im oberen Mittelfeld. Danach hatten aktuellen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat zufolge 2011 in Deutschland 60 Prozent der 16- bis 74-jährigen Internetnutzer im Internet Kontakt zu Ämtern und Behörden. Damit liegt Deutschland zwar leicht über dem Durchschnitt der EU 27 (56%), zugleich aber deutlich hinter den skandinavischen Ländern. Mit Abstand am weitesten verbreitet ist die Nutzung von E-Government-Angeboten in Dänemark. Hier griffen 2011 bereits rund neun von zehn befragten Internetnutzern (89%) auf Online-Angebote von Behörden zu. In Schweden suchten 78 Prozent der Internetnutzer entsprechende Online-Angebote auf, in Finnland waren es 76 Prozent. In Frankreich (71%), in den Niederlanden (68%) und in Österreich (64%) lag der Nutzeranteil ebenfalls höher als in Deutschland.
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