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Pressemitteilung

Deutsches Unternehmen nutzt Siliziumtombak mit einer Festigkeit von 500 N/mm² für die Serienfertigung von Druckgussteilen

(PM) Heiligenhaus, 06.12.2011 - Siliziumtombak zeichnet sich im Vergleich zu anderen Werkstoffen durch hohe Festigkeit und Dehnung sowie sehr guter Korrosionsbeständigkeit aus. Trotz dieser Vorteile wird die Kupfer-Zink-Legierung in der Gießereiindustrie bisher nur wenig verwendet. Selbst in der Druckgusstechnik, die für die Herstellung von Serienteilen aus Aluminium, Magnesium und Zink bekannt ist, kommt Siliziumtombak kaum zum Einsatz. Die Breuckmann GmbH & Co. KG hingegen hat sich auf die Verwendung von Kupfer und seinen Legierungen für den Druckguss spezialisiert. Auf der Euroguss 2012 präsentiert das Unternehmen Anwendungsmöglichkeiten von Siliziumtombak für unterschiedliche Industriezweige.

Siliziumtombak, auch unter den Bezeichnungen Jakusil, Olkusil und Tombasil bekannt, ist ein reiner Konstruktionswerkstoff und damit besonders gut geeignet für alle Bauteile, die schweren mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Der Siliziumanteil in der Mehrfach-Legierung hat Einfluss auf die Festigkeit des Materials, die dadurch bei 500 N/mm² liegt und somit deutlich höher ist als bei Aluminium und Zink. Dieser Wert bleibt selbst bei einer Temperatur von bis zu 200 ºC konstant. Bei Temperaturen bis -200 °C steigt die Festigkeit sogar noch leicht an. Anders als bei vielen Eisen- und Stahlgusswerkstoffen ist die konstante Zähigkeit (Bruchdehnung A bis 15 %) für den Einsatz in der Industrie von Vorteil. Dank der guten Gleit- und Lagereigenschaften ist die Legierung auf der Basis von Kupfer und Zink besonders gut für den Maschinen- und Anlagenbau geeignet. Darüber hinaus ist der Werkstoff korrosionsbeständig. So hat ein Salzsprühtest nach DIN 50021 ergeben, dass selbst nach über 1.000 Stunden keine Beeinträchtigung des Materials eintritt.

Wirtschaftlich: Druckguss für die Serienfertigung

Bei Breuckmann beginnt die Produktion ab der Stückzahl 1. Muster und Prototypen werden direkt aus dem Vollen gefertigt, bei Kleinst- und mittleren Serien kommt das Kokillen- oder Feingussverfahren zum Einsatz, die Serienfertigung im Druckgussverfahren ist ab der Losgröße 5.000 wirtschaftlich. Bei Gießtemperaturen von mehr als 1.000 ºC ist der Werkzeugverschleiß hoch. Die Druckgussformen sind daher so gefertigt, dass sie äußerst stabil sind und den extremen Beanspruchungen in der Produktion möglichst lange standhalten. Dennoch ist der eigene moderne Formenbau Voraussetzung für die effektive Instandhaltung der Formen.

Die Druckgussfertigung aus Tombak ist wirtschaftlicher als beispielsweise der verfahrenstechnisch sehr aufwändige Stahlfeinguss. Zudem ist die Serienproduktion dünnwandiger und stark beanspruchter Konstruktionsteile möglich. Toleranzen von ±0,05 bis ±0,15 mm sind gießtechnisch erreichbar. Engere Toleranzen können bei dem nachfolgenden Stanzentgraten oder durch CNC-Bearbeitung eingestellt werden.

Mit dem bisher im Druckguss kaum eingesetzten Siliziumtombak kann Breuckmann unterschiedliche Branchen beliefern. „In Absprache mit den Konstrukteuren unserer Kunden entwickeln wir spezifische Lösungen. Wir fertigen nach individuellen Vorgaben“, erklärt Geschäftsführer Volker Breuckmann. Eingesetzt werden kann das ungewöhnliche Material beispielsweise in der Medizintechnik, aufgrund der antimikrobiellen Eigenschaften von Kupfer. Weitere Branchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Schloss- und Beschlagtechnik, Automotive und die Elektroindustrie.

Genauere Informationen über die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten von Siliziumtombak erhalten Interessenten auf der Euroguss 2012 in Halle 7A, Stand 653. Hier wird auch ein weiteres Produkthighlight von Geschäftsführer Volker Breuckmann vorgestellt: Ein Kupfer-Rotor, der die Effizienz von Elektromotoren entsprechend dem IE3-Standard erhöht.
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Frau Kathrin Beck

ZUM AUTOR
ÜBER BREUCKMANN GMBH & CO. KG

Die Breuckmann GmbH & Co. KG wurde 1966 von Hans Breuckmann gegründet. Bereits zu dieser Zeit hat sich das Unternehmen auf den Kokillenguss mit Siliziumtombak spezialisiert. Später wurde das traditionelle Verfahren um den Druckguss von ...
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