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News, 17.09.2014
Gute Konjunktur für Handwerksunternehmen
Deutsches Handwerk weiter auf Wachstumskurs
Das deutsche Handwerk hat im zweiten Quartal den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern können. Besonders im Gesundheitsgewerbe und in den Handwerken für den privaten Bedarf zog die Geschäftsentwicklung deutlich an.
Größter Umsatzgewinner bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf waren die Boots- und Schiffbauer, die gut ein Drittel mehr Umsatz machten als im Vorjahreszeitraum.
Größter Umsatzgewinner bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf waren die Boots- und Schiffbauer, die gut ein Drittel mehr Umsatz machten als im Vorjahreszeitraum.
Das zulassungspflichtige Handwerk in Deutschland ist auch im zweiten Quartal auf Wachstumskurs geblieben. Wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufige Ergebnisse berichtete, erzielte das deutsche Handwerk im zweiten Quartal 1,4 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresquartal. Im ersten Quartal hatte der Umsatz das Vorjahresniveau sogar um 8,3 Prozent überschritten.

Umsatzschub im Boots- und Schiffbau-Handwerk


Nach Meldung der Statistikbehörde wiesen sechs der sieben Gewerbegruppen des deutschen Handwerks Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr aus. Spitzenreiter beim Umsatzwachstum waren das Gesundheitsgewerbe und die Handwerke für den privaten Bedarf (u.a. Friseure, Schuhmacher, Gold- und Silberschmiede, Steinmetze und Steinbildhauer). Hier überstieg der Umsatz im zweiten Quartal das Vorjahresniveau um jeweils 4,0 Prozent. Grund für das deutliche Umsatzplus im Gesundheitsgewerbe war in erster Linie ein Nachfrageschub bei Hörgeräten (+ 19,8 %) infolge des zum 1. November 2013 von den Krankenhassen auf fast Doppelte erhöhten Erstattungsbeitrages. In den Handwerken für den privaten Bedarf konnten vor allem  die Schornsteinfeger (+ 6,6 %) sowie die Boots- und Schiffbauer (+ 33,1 %) ihren Umsatz deutlich nach oben schrauben.

Auch das Bauhauptgewerbe konnte seinen Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 deutlich steigern. Hier stand im zweiten Quartal ein Umsatzplus von 2,6 Prozent. „Ein wichtiger Grund hierfür war die sehr milde Witterung im zweiten Quartal 2014 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum“, so das Statistikamt. Drittgrößter Umsatzgewinner waren die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (industrienahe Handwerke wie Feinwerkmechaniker und Metallbauer, oder auch Informationstechniker, Rohr- u. Kanalreiniger, Gerber und Maskenbildner) mit einem Umsatzzuwachs um 2,4 Prozent. Eine höhere Nachfrage verzeichneten auch das Lebensmittelgewerbe und das Ausbaugewerbe (z.B. Installateure, Schreiner/Tischler, Heizungsbauer, Elektrotechniker, Maler und Lackierer), wo im Jahresvergleich ein Plus 2,1 Prozent beziehungsweise 1,4 Prozent zu Buche stand.

Einzig im Kraftfahrzeuggewerbe blieb der Umsatz hinter dem Niveau des Vorjahresquartals zurück. Hier schwächte sich die Nachfrage im Zeitraum April bis Juni gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013 um 1,3 Prozent ab.

Beschäftigung im Handwerk insgesamt stabil


Trotz Umsatzzuwächsen in sechs von sieben Gewerbegruppen blieb die Anzahl der Beschäftigten insgesamt im Jahresvergleich konstant. Dabei standen Beschäftigungszuwächsen in vier Gewerbegruppen rückläufige Beschäftigtenzahlen in drei Gewerbegruppen gegenüber. Am stärksten legte die Beschäftigung im Gesundheitsgewerbe zu, wo die Zahl der Beschäftigten Ende Juni das Vorjahresniveau um 1,2 Prozent überstieg. Beschäftigungszuwächse meldeten zudem die Handwerke für den gewerblichen Bedarf (+ 0,8 %), das Ausbaugewerbe (+ 0,6 %) sowie das Kraftfahrzeuggewerbe (+ 0,1 %). Im Lebensmittelgewerbe waren dagegen zum Stichtag 30. Juni 1,5 Prozent weniger Personen beschäftigt als im Vorjahresquartal. In den Handwerken für den privaten Bedarf waren es 1,4 Prozent weniger Beschäftigte als im gleichen Vorjahreszeitraum. Auch im Bauhauptgewerbe gab es weniger Jobs als im zweiten Quartal 2013 (- 0,3 %).

Nach Auskunft der Statistikbehörde folgt die Beschäftigungsentwicklung im Lebensmittel- und Gesundheitsgewerbe sowie in den Handwerken für den privaten Bedarf einem langjährigen Trend. „Im Lebensmittelgewerbe waren die jeweiligen Beschäftigtenzahlen seit Ende März 2010 stets niedriger als die des entsprechenden Vorjahreszeitpunktes“, so das Statistikamt. Gleiches gelte der Statistikbehörde zufolge für die Gruppe der Handwerke für den privaten Bedarf, wo die Beschäftigtenzahlen seit dem ersten Quartal 2008, als diese Gewerbegruppe neu zusammengesetzt wurde, ebenfalls im jährlichen Quartalsvergleich stets nach unten zeigen. „Demgegenüber arbeiten im Gesundheitsgewerbe seit Ende Dezember 2008 jeweils mehr Personen als zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt“, so das Statistikamt.
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