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Dr. Lübke & Kelber GmbH
Pressemitteilung

Dynamischer Jahresauftakt: Deutscher Wohninvestmentmarkt mit Fünf-Jahresrekord

Im ersten Quartal 2012 wurde im gewerblichen Wohninvestmentmarkt laut Dr. Lübke Research ein Rekordumsatz von rund 4,03 Milliarden Euro erzielt - das höchste Q1-Ergebnis der letzten fünf Jahre.
(PM) Frankfurt, 03.04.2012 - In hohem Maße wurde der Markt von großen Deals beeinflusst, die fünf Top-Deals ergeben 74 Prozent am Gesamtvolumen. Insgesamt wechselten bei 89 Transaktionen rund 70.500 Wohneinheiten den Eigentümer. Der Anteil der deutschen Anleger war mit 72 Prozent besonders hoch. Ausländisches Kapital stammte insbesondere aus dem skandinavischen und angelsächsischen Raum. Schwerpunkte unter den Anlagestandorten waren wieder die großen Metropolen. Die größte Transaktion war der Erwerb der 21.000 Wohneinheiten der LBBW durch die Patrizia für 1,435 Milliarden Euro. “Mit diesem dynamischen Jahresauftakt und der ungebrochen großen Nachfrage entwickelt sich das aktuelle Jahr auf ein Transaktionsvolumen von schätzungsweise 7 Milliarden hin, welches das Vorjahresergebnis deutlich überträfe“, so Ulrich Jacke, geschäftsführender Gesellschafter der Dr. Lübke GmbH.

Share-Deals für 65 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich

Der Schwerpunkt erfolgte durch Share-Deals mit einem Umsatzanteil von 65 Prozent (2,64 Mrd. Euro). Bei den Asset Deals entfielen 31 Prozent (1,24 Mrd. Euro) auf Portfolioverkäufe und nur 4 Prozent (155 Mio. Euro) auf Einzeltransaktionen. Das Gesamtvolumen von 4,03 Mrd. Euro entspricht einem Plus von 452% gegenüber dem ersten Quartal 2011. Ein ähnlich hohes Volumen wurde zuletzt im Vergleichszeitraum 2007 erzielt. Der flächengewichtete, durchschnittliche Kaufpreis pro m² sank gegenüber Q1 2011 um 12,8 Prozent auf 900 Euro. Der gemittelte Kaufpreis pro Wohneinheit rangiert bei 57.200 Euro, (-8,6 Prozent). Durch Großabschlüsse stieg das im Schnitt erzielte Transaktionsvolumen auf über 45 Mio. Euro an. Auch die Anzahl der Transaktionen verzeichnete eine signifikante Erhöhung um 46 Prozent auf 89 Deals.

Großtransaktionen prägen den Markt

Zu Jahresbeginn 2012 prägten einige Großtransaktionen den Markt, insbesondere die Übernahme des LBBW Wohnungsbestandes (21.000 Einheiten) für 1,435 Mrd. Euro durch ein Konsortium unter Führung der Patrizia, aber auch die Übernahme der DKB Immobilien mit rund 25.000 Wohneinheiten für 980 Mio. Euro durch die TAG sowie die drei großen Portfolio-Deals von Benson Elliot, Blackstone und der CORESTATE Group. Benson Elliot erwarb das Speymill Portfolio Noah (3.000 WE) und Blackstone bediente sich abermals am Level-One Portfolio und sicherte das zweite Drittel. Die Schweizer CORESTATE Group erwarb ein Portfolio mit 3.000 Wohneinheiten in Berlin. Alleine das Volumen dieser fünf Deals kumuliert sich auf 2,98 Mrd. Euro, was 74 Prozent des gesamten Volumens widerspiegelt. Auch ohne Berücksichtigung dieser großen Deals ist das Investmentvolumen im Jahresvergleich um 44 Prozent angestiegen.

Deutsche Investoren dominieren

Das erste Quartal stand ganz im Zeichen des LBBW-Deals und der Übernahme der DKB Immobilien. Demzufolge dominierten deutsche Investoren mit einem Anteil von 72 Prozent das Investmentvolumen. Auf ausländische Anleger entfielen 28 Prozent. Darin inbegriffen ist der 30 Prozent-Anteil des LBBW Investmentvolumens (schwedischer und schweizerischer Pensionsfonds). Zu den ausländischen Käufern zählten u.a. die Akelius, die bereits mehrfach in Hamburg, Berlin und Köln auf Einkaufstour ging.

Metropolen im Fokus

Das Gros der Investitionen fand in den Metropolen statt, die durch ökonomische Prosperität in Verbindung mit wachsenden Haushaltszahlen und zu geringen Fertigstellungsraten charakterisiert sind. Die Unterversorgung mit Wohnraum führt deshalb weiterhin zu Mietpreisanstieg in vielen Lagen. In der Hauptstadt wurden die Mieten in 2011 um durchschnittlich 7,8 Prozent erhöht. Gleichzeitig entfielen in Berlin auf den durch das BBSR ermittelten Neubaubedarf von mindestens 14.800 Wohnungen im vergangenen Jahr nur 7.358 Genehmigungen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, da die angestoßenen Projektentwicklungen nicht ausreichen, um die Nachfrage, zu decken. „Auch, wenn die Baugenehmigungen weiter anziehen sollten, werden sich diese erst mit einem Zeitverzug regulierend auf die Mietpreissteigerung auswirken. Vor dem Hintergrund der moderaten, aber dennoch wachstumsorientierten Wirtschaftsentwicklung zwischen 0,5 und 2 Prozent bis Ende 2013 wird mit zunehmender Kaufkraft die Mietpreisentwicklung vorerst weiter voran-schreiten“, so Ulrich Jacke.

Pipeline weiterhin gut gefüllt

Der starke Jahresauftakt wird sich, wenn auch abgeschwächt, weiter fortsetzen. Die ausstehenden Deals wie die 22.000 Wohneinheiten des Speymill-Portfolios, die 11.500 Einheiten der TLG sowie die 33.000 Einheiten der GBW AG werden den weiteren Jahresverlauf prägen. Mit der zusätzlich vorhandenen und nochmals angezogenen Nachfrage seitens institutioneller Investoren sowie Family Offices und vermögender Privatpersonen könnte das Investmentvolumen bereits zur Jahreshälfte annährend an das Gesamtergebnis des Vorjahres heranreichen. Für 2012 ist nach aktuellem Stand mit einem Volumen zwischen 7 und 8 Mrd. Euro zu rechnen, wobei der Anteil des ausländischen Kapitals weiter zulegen wird.
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Frau Diplom-Psychologin Sabine Erlemann
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