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News, 14.08.2014
Ausfuhrplus trotz Krisen:
Deutscher Export mit starkem Quartalsabschluss
Anziehende Geschäfte in den EU-Ländern haben der deutschen Wirtschaft im Juni ein deutliches Ausfuhrplus beschert. Die Importe erhöhten sich auf Monatssicht sogar so stark wie seit 2010 nicht mehr.
Besonders die Exporte in die EU-Mitgliedsländer außerhalb der Eurozone legten kräftig zu. Aber auch die Euroländer bezogen in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr als im vergangenen Jahr.
Besonders die Exporte in die EU-Mitgliedsländer außerhalb der Eurozone legten kräftig zu. Aber auch die Euroländer bezogen in der ersten Jahreshälfte deutlich mehr als im vergangenen Jahr.
Der deutsche Außenhandel hat im Juni nach der Aus- und Einfuhrdelle im Vormonat wieder deutlich an Fahrt gewonnen. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge legten die Exporte deutscher Unternehmen im Juni gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent zu. Gegenüber Juni 2013 erhöhten sich die deutschen Ausfuhren um 1,1 Prozent. Im Mai waren die Exporte – trotz deutlichem Plus im Jahresvergleich (+4,5 %) - auf Monatssicht um 1,1 Prozent zurückgegangen. Die Belebung der Auslandsnachfrage zum Quartalsabschluss beförderte entsprechend auch die Halbjahresbilanz, die im Zeitraum Januar bis Juni auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 2.4 Prozent auswies.

Nachfrageschub in EU fängt Stocken der Drittländer-Exporte auf


Wichtigster Handelspartner und Wachstumsmotor ausfuhrseitig waren sowohl im Juni als auch das erste Halbjahr insgesamt betrachtet die Mitgliedsstaaten der EU. Hier setzten deutsche Unternehmen im Juni Waren im Wert von 54,8 Milliarden Euro ab. Das ist gegenüber Juni 2013 ein Zuwachs um 2,6 Prozent und entspricht einem Anteil an den Gesamtausfuhren von 58,6 Prozent. Im Zeitraum Januar bis Juni stand bei den Exporten in die EU-Mitgliedsstaaten sogar auf Jahressicht ein Plus von 4,7 Prozent.

Knapp zwei Drittel der EU-Versendungen von deutschen Unternehmen (63,5 %) entfielen auf die Euroländer. In diese Länder erhöhten sich die deutschen Exporte im Juni mit insgesamt rund 34,8 Milliarden Euro auf Jahressicht um 0,3 Prozent und im Halbjahresvergleich um 2,2 Prozent. Abermals stärkster Wachstumsmotor waren allerdings die Länder, die nicht der Eurozone angehören. In diese Länder legten die Versendungen im Juni binnen Jahresfrist um 7,1 Prozent auf 20,0 Milliarden Euro zu. Im Zeitraum Januar bis Juni überstiegen die Exporte in die EU-Mitgliedsländer außerhalb der Eurozone das Vorjahresniveau sogar um 9,2 Prozent.

Die Exporte in die Nicht-EU-Länder blieben dagegen hinter dem Niveau des Vorjahresmonats zurück. Sie nahmen im Jahresvergleich um 0,9 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro ab. Die ersten zwei Quartale zusammengenommen verzeichnete die deutsche Wirtschaft in den sogenannten Drittstaaten ebenfalls ein Ausfuhrminus (- 0,7 %). „Die wirtschaftliche Schwäche dieser Länder hat sich im vergangenen Halbjahr nicht gebessert“, so Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Auch bezogen auf die weiteren Exportaussichten gab sich der BGA-Chef kritisch: „Trotz des positiven Halbjahresabschlusses blicken wir mit Sorge auf die Eskalation im Handelsstreit mit Russland. Auch überschatten die Auseinandersetzungen im Nahen- und Mittleren Osten die weltwirtschaftliche Entwicklung und belasten damit den deutschen Außenhandel.“
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