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News, 10.04.2015
Deutsche Ausfuhren ziehen wieder an
Deutscher Export gewinnt im Februar an Fahrt
Die deutsche Wirtschaft hat im Februar ihre Ausfuhren nach dem eher schwachen Jahresauftakt deutlich steigern können. Motor im Export waren vor allem das außereuropäische Ausland und die Mitgliedsstaaten der EU, die nicht der Eurozone angehören.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, führte die deutsche Wirtschaft im Februar Waren im Wert von 95,7 Milliarden Euro aus. Damit legten die Exporte gegenüber Januar kalender- und saisonbereinigt insgesamt um 1,5 Prozent zu. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich im Median ein Ausfuhrplus von 1,0 Prozent erwartet. Gegenüber Februar 2014 erhöhten sich die deutschen Ausfuhren sogar um 3,9 Prozent. Im Januar hatten die Exporte gegenüber Dezember, als die Ausfuhren binnen Monatsfrist um 2,8 Prozent gestiegen waren und das Vorjahresniveau um 10,0 Prozent übertroffen hatten, geringfügig an Dynamik eingebüßt (- 0,6 % auf Monatssicht) und 2,1 Prozent unter dem Vorjahresstand gelegen.

„Die deutschen Exporte wachsen weiterhin auf solidem Niveau. Dass die Außenhandelszahlen nun nicht allzu berauschend ausgefallen sind, liegt besonders an der Stagnation der Eurozone, die unser Sorgenkind ist und auch bleibt“, kommentierte Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), den insgesamt betrachtet durchwachsenen Jahresauftakt.

Deutliche Belebung der Exportdynamik in den Nicht-EU-Ländern

Am besten entwickelten sich die deutschen Ausfuhren im Jahresvergleich in die EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören. In diese Länder legten die Exporte im Februar um 6,4 Prozent auf 20,9 Milliarden Euro zu. Auch die Ausfuhren in die Euroländer zogen gegenüber Februar 2014 deutlich an. Sie überstiegen das Vorjahresvolumen mit 35,6 Milliarden Euro um 1,7 Prozent. Damit stand bei den Exporten in die EU-Mitgliedsstaaten mit Versendungen im Wert von insgesamt rund 56,6 Milliarden Euro im Jahresvergleich ein Ausfuhrplus von 3,9 Prozent zu Buche. Noch stärker zogen allerdings die Ausfuhren in die Länder außerhalb der Europäischen Union, die sogenannten Drittländer, an. Hier überstiegen die Exporte im Februar mit einem Warenwert von 39,2 Milliarden Euro das Vorjahresniveau sogar um 4,6 Prozent.

Die Importe deutscher Unternehmen erhöhten sich dagegen insgesamt nur rund ein Fünftel so stark wie die Exporte. Sie beliefen sich im Februar auf 76,5 Milliarden Euro und lagen damit lediglich 0,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (EU: + 0,9 %; Drittländer: + 0,6 %). Damit ergab sich in der Außenhandelsbilanz im Februar ein Überschuss von 19,2 Milliarden Euro – 3,0 Milliarden Euro mehr als im Februar 2014 (Saldo: + 16,2 Mrd. Euro).

„Der deutsche Außenhandel ist weiterhin auf Impulse von außerhalb Europas angewiesen. Hier setzen wir in den nächsten Monaten insbesondere auf die positive Geschäftsentwicklung mit den USA und auch China, dessen leichtes Schwächeln nicht überbewertet werden sollte“, so Börner. „Auch der Iran könnte langfristig wieder ein attraktiver Markt werden, wenn er sich nach der Einigung im Atomstreit ernsthaft wieder in die Weltgemeinschaft eingliedern will und neues Vertrauen Schritt für Schritt aufbaut.“

cs/Destatis/BGA
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