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News, 17.02.2014
Gemischte Jobwunder-Bilanz
Deutscher Arbeitsmarkt - Erfolg mit Schattenseiten
Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre hat die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland kräftig sinken lassen. Die Arbeitsmarkt-Bilanz fällt allerdings je nach Region zum Teil sehr unterschiedlich aus– vor allem im Vergleich zwischen West und Ost.
Noch immer zieht es viele, insbesondere jüngere Erwerbstätige gen Westen.
Noch immer zieht es viele, insbesondere jüngere Erwerbstätige gen Westen.

In Deutschland gab es im vergangenen Jahr so viele Beschäftigte wie nie. Vom Beschäftigungs- und Job-Boom haben allerdings nicht alle Regionen Deutschlands gleichermaßen profitiert. Das geht aus einer Analyse des Beratungsunternehmens IW Consult, einem Tochterunternehmen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, hervor, in der die IW Consult die Arbeitsmärkte aller 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland unter die Lupe genommen hat. Dabei hat sich das Beratungsunternehmen nicht nur die Entwicklung der Beschäftigungs- und Arbeitslosenzahlen angeschaut, sondern auch die entsprechenden Quoten der Jahre 2008 bis 2013 miteinander verglichen. Das Ergebnis: Während die Arbeitslosenquote in Westdeutschland seit 2008 im Durchschnitt lediglich um 0,4 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zurückging, fiel sie in Ostdeutschland um 2,8 Prozenpunktunkte auf 10,3 Prozent.

Die niedrige Arbeitslosenquote im Westen einerseits und deren deutlicher Rückgang im Osten andererseit taugt jedoch nur bedingt als Erfolgsmeldung. Denn während die Beschäftigung im Analysezeitraum im Bundesdurchschnitt um 6,6 Prozent zunahm, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten in Ostdeutschland im selben Zeitraum lediglich um 3,6 Prozent und damit nur gut halb so stark. Die Erklärung für die sinkenden Arbeitslosenzahlen bei einem nur unterdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachs findet sich in der demografische Entwicklung und dem Umstand, dass noch immer viele Menschen im erwerbsfähigen Alter dem Osten den Rücken kehren. Allein in den Jahren 2008 bis 2012 waren dies dem IW Köln zufolge per saldo mehr als 130.000.

Unterschiedliche Trends zeigt der Detailblick auch in Westdeutschland. So legten die Arbeitslosenquoten vor allem in eine Städten und  Kreisen  Nordrhein-Westfalens  und  des  Saarlands  sind  die  Arbeitslosenquoten gestiegen. Gerade die früheren Kohle- und Stahlregionen kämpfen noch immer  mit  dem  wirtschaftlichen  Strukturwandel.  Bemerkenswert  sind  zudem  die gegenläufigen Trends  im  wirtschaftsstarken  Süden  Deutschlands.  So  lag  die  Erwerbslosenquote in den Städten und Kreisen Baden-Württembergs 2013 mit durch-schnittlich 4,1 Prozent in etwa auf demselben Niveau wie 2008. Dagegen sank die Quote in Bayern nochmals um fast einen halben Prozentpunkt auf 3,8  Prozent.

Interaktive Karte: Das IW Köln hat für die 402 Landkreise und kreisfreien Städte eine interaktive Karte erstellt, mit deren Hilfe man die Arbeitslosenzahl und ihre Veränderung in der jeweiligen Region aufrufen kann: www.iwkoeln.de/arbeitslosenquoten

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