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News, 23.12.2013
Deutsche im Kaufrausch
Konsumklima auf Fünf-Jahreshoch
Die Deutschen sind zum Jahreswechsel so gut gestimmt wie lange nicht und konsumieren, als gäbe es kein Morgen. Für Januar prognostiziert der GfK-Konsumklimaindex sogar eine weitere Verbesserung der Verbraucherstimmung in Deutschland auf den besten Wert seit über fünf Jahren.

Deutschland shoppt sich aus der Krise. Die Stimmung der Verbraucher hat sich im Dezember weiter verbessert und facht die Kauflust, angetrieben durch immer optimistischere Konjunkturwartungen, zum Jahreswechsel weiter an.  Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) berichtet, legte der Konsumklimaindikator, der die Konjunktur- und Kaufkrafterwartungen sowie die Anschaffungsneigung deutscher Verbraucher widerspiegelt, im Dezember wie prognostiziert um 0,3 Zähler auf 7,4 Punkte zu. Für Januar prognostizieren die Befragungsergebnisse sogar einen weiteren Anstieg auf 7,6 Punkte. Das wäre der beste Wert seit August 2007.

„Die positiven Rahmenbedingungen im Inland, wie die Arbeitsmarkt- und Einkommensentwicklung sowie eine moderate Inflation, geben momentan die wesentlichen Impulse für den Konsum“, so die GfK. „Zusätzliche Hilfe erfährt die Binnennachfrage durch das überaus niedrige Zinsniveau, das Sparen in den Augen der Anleger wenig attraktiv erscheinen lässt und darüber hinaus die Kreditfinanzierung von Anschaffungen fördert“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

Deutsche immer optimistischer


Zum Jahresende hat sich der Konjunkturoptimismus der Deutschen noch einmal verstärkt. So legte der Teilindikator zu den Konjunkturerwartungen der Bundesbürger im Dezember den vierten Monat in Folge um weitere 3,0 Zähler zu und notiert mit nunmehr 23,3 Punkten aktuell so hoch wie seit Juli 2011 nicht mehr. Im Vorjahresmonat war der Konjunkturindikator stolze 41 Punkte niedriger gelegen.

„Nach Einschätzung der Konsumenten nimmt die deutsche Wirtschaft mehr und mehr Fahrt auf“, so die GfK. Ein Einschätzung, die sich mit Trend der Konjunkturprognosen deckt. So geht das ifo Institut in München in seiner jüngsten Konjunkturprognose für 2014 von einem realen Wachstum der deutschen Wirtschaft um 1,9 Prozent aus. 2013 dürfte beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut ifo Institut gerade mal ein mageres Plus von 0,4 Prozent zu Buche stehen. „Gegenwärtig wird die Konjunktur in erster Linie von der Binnenwirtschaft getragen. Das soll nach Meinung der Experten auch im kommenden Jahr so bleiben“, so die GfK.

Einkommenserwartungen bei leichter Eintrübung weiter auf hohem Niveau

Nach der starken Verbesserung der Einkommenserwartungen im Vormonat fällt der Optimismus hinsichtlich der weiteren Kaufkraftentwicklung im Dezember etwas moderater aus. So gibt der Einkommensindikator gegenüber November um 5,7 Punkte nach, wobei das Minus im Dezember erheblich geringer ausfällt als die Aufhellung im November, als der Teilindikator um 12,0 Zähler gestiegen war. Auch liegt der Indikator mit einem aktuellen Stand von 39,5 Punkten weiter deutlich über dem Niveau des Vorjahresmonats (Dezember 2012: 21,2 Punkte).

„Die Tatsache, dass Entlastungen bei den Sozialbei-trägen, wie sie bei der Rentenversicherung derzeit möglich wären, nicht vorgenommen werden, wirkt vermutlich bereits mäßigend auf die Einkommenserwartung“, so die GfK.

Anschaffungsneigung auf Sieben-Jahreshoch

Der etwas abgeschwächte Optimismus hinsichtlich der Kaufkraftentwicklung tut der Shopping-Laune keinen Abbruch. Im Gegenteil: Vielmehr hat sich die Neigung zum Konsum zum Jahresende sogar noch einmal verstärkt. So legte der Indikator zur Anschaffungsneigung im Dezember gegenüber November um weitere 0,4 Punkte zu und notiert mit nunmehr 46,1 Punkten aktuell so hoch wie seit Dezember 2006 nicht mehr.

„Damit stabilisiert sich die Konsumlust auf einem außerordentlich hohen Niveau. Eine nach wie vor günstige Beschäftigungssituation und damit einhergehend ansehnliche Einkommenszuwächse für die Beschäftigten sind die wesentlichen Stützen der Konsumneigung“, so die GfK. Hinzu kommt, dass die Alternativ, nämlich das Geld zu sparen beziehungsweise auf die Bank zu tragen, wenig attraktiv ist und die Sparneigung ím Dezember mit einem weiteren Rückgang ein neues Allzeittief erreicht hat, was wiederum die Kauflust weiter anfacht.

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