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News, 28.11.2014
Verbraucher-Umfrage zu Weihnachtsausgaben & Co.
Deutsche bei Weihnachtsgeschenken ähnlich großzügig wie im Vorjahr
Die Deutschen wollen auch in diesem Jahr nicht bei den Weihnachtsgeschenken geizen und planen fast genauso viel für Weihnachtsgeschenke auszugeben wie 2013. Wieder ganz oben auf den Geschenke-Einkauflisten stehen wie im Vorjahr Bücher, Spielzeug und Bekleidung. Immer mehr Schenkende legen allerdings nach einer GfK-Umfrage auch einen Gutschein oder Bargeld unter den Weihnachtsbaum.
2014 werden fast dreieinhalb Milliarden Euro unter Deutschlands Weihnachtsbäumen liegen.er:
2014 werden fast dreieinhalb Milliarden Euro unter Deutschlands Weihnachtsbäumen liegen.er:

Die Deutschen lassen sich zum Fest der Liebe auch in diesem Jahr nicht lumpen. 91 Prozent der Deutschen wollen Freunden und Verwandten zu Weihnachten etwas schenken. Wie eine aktuelle Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergeben hat, planen die Deutschen 2014 für Weihnachtsgeschenke rund 15 Milliarden Euro auszugeben. Damit würden die Weihnachtsbudgets trotz Konjunkturabschwächung insgesamt nur ein Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Durchschnittlich wird sich jeder Schenkende die weihnachtlichen Gaben 285 Euro kosten lassen. Das sind nur drei Euro weniger als im Vorjahr. Vielfach wird jedoch das Weihnachtsgeschenk, um nicht Gefahr zu laufen, beim Geschenk daneben zu greifen, in Form von Bargeld auf den Gabentischen landen, wie die GfK berichtet. „Insgesamt werden die Bargeschenke ein Volumen von 3,4 Milliarden Euro umfassen“, erklärt Dr. Wolfgang Adlwarth, GfK-Handelsexperte, bei einer Pressekonferenz von GfK zum bevorstehenden Weihnachtsgeschäft.

Weihnachtsbudgets der über 55-Jährigen am größten


Wie viel zur Weihnacht für die Liebsten ausgegeben wird, hängt allerdings auch stark vom Einkommen sowie vom Alter ab. Während junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren durchschnittlich 135 Euro für Geschenke einplanen, steigt die Summe mit zunehmendem Alter auf im Durchschnitt 356 Euro bei den über 55-Jährigen. Allerdings stocken die 14- bis 24-Jährigen ihre Weihnachtsbudgets gegenüber dem letzten Jahr stark auf, nämlich um 13 Euro beziehungsweise 10 Prozent (2013: 122 Euro). Die 25- bis 34-Jährigen planen sich dagegen verglichen mit dem Vorjahr bei den Weihnachtskäufen etwas zu  beschränken und mit einem Etat von durchschnittlich 230 Euro rund 10 Prozent beziehungsweise 24 Euro weniger für Weihnachtsgeschenke auszugeben.

Sehr unterschiedlich verteilt ist das Ausgabeverhalten auch über die verschiedenen Einkommensstufen hinweg. So wollen die Verbraucher mit einem Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 1.500 Euro mit 179 Euro deutlich weniger ausgeben als im Vorjahr (202 Euro), während die Besserverdiener mit einem Netto-Haushalteinkommen von bis zu 2.500 Euro genauso viel für ihre Liebsten investieren möchten wie 2013 (durchschnittlich 265 Euro). In der Einkommensgruppe mit mehr als 2.500 Euro monatlichem Nettoeinkommen werden die Budgets für Weihnachtsgeschenke dagegen etwas höher ausfallen als im Vorjahr.

Unterschiedliche Geschenke in Ost und West

Nachdem die Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in den neuen Bundesländern noch deutlich unter dem Niveau der alten Bundesländer gelegen waren, liegen der Osten und Westen bei den Weihnachtsbudgets in diesem Jahr laut GfK-Umfrage fast gleich auf. So planen die Ostdeutschen mit Weihnachtsausgaben von durchschnittlich 282 Euro und die Westdeutschen im Schnitt mit 286 Euro.

Beim Blick auf die verschiedenen Geschenke-Kategorien zeigen sich jedoch teils deutliche Unterschiede. So will im Westen zwar mit 42 Prozent ein ähnlich hoher Anteil Bücher zum Weihnachtsfest verschenken wie im Osten (knapp 45 %), hierfür allerdings mit einem angedachten Lesestoff-Budget von durchschnittlich 41 Euro rund Fünftel weniger Geld ausgeben als Bücher Schenkende im Osten (34 Euro).

Ein anderes Bild zeigt sich bei Lebensmitteln: Während in den alten Bundesländern knapp 23 Prozent Pralinen, Champagner und Ähnliches auf ihrer Präsente-Einkaufsliste stehen haben, ist dies in den neuen Bundesländern mit 28 Prozent bei deutlich mehr der Fall, wobei der hierfür vorgesehene Etat mit durchschnittlich knapp 43 Euro im Osten drei Euro höher als im Westen liegt. Schmuck steht dagegen in den alten Bundesländern höher im Kurs (Westen: 15 %; Osten: 10 %). Dafür zeigt sich der Westen hier mit einem Schmuck-Etat von durchschnittlich 110 Euro erheblich knausriger als dies im Osten (173 Euro) der Fall ist.

Bücher, Spielwaren und Bekleidung sind am beliebtesten


Auch in diesem Jahr werden Bücher am häufigsten unter dem Weihnachtsbaum liegen. Rund 43 Prozent der Deutschen möchten sie an Freunde und Verwandte verschenken. Insgesamt wollen sie dafür 39 Euro ausgegeben. Laut GfK-Berechnungen ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,12 Milliarden Euro für den Buchhandel.

Spielwaren sowie Bekleidung und Accessoires sind in diesem Jahr gleich beliebt. Bei jeweils etwas mehr als einem Drittel der Deutschen stehen solche Geschenke auf der Einkaufsliste. Vor allem die Elterngeneration der 25- bis 44-Jährigen möchte ihrem Nachwuchs mit Spielzeug eine Freude bereiten. Dafür wollen sie durchschnittlich 80 Euro und somit 3 Euro mehr als im vergangenen Jahr ausgeben. Für den Handel ergibt sich daraus ein Umsatzvolumen von 1,74 Milliarden Euro. Bekleidung und Accessoires empfinden alle Altersstufen gleichermaßen als ein passendes Präsent. Die Deutschen wollen dafür durchschnittlich 85 Euro aufwenden. Der Handel kann mit einem Umsatz von 1,86 Milliarden Euro rechnen.

Auch Kosmetikartikel und Parfüm stehen in der Beliebtheit sehr weit oben (25 Prozent). Vor allem die 14- bis 24-Jährigen bedenken ihre Lieben gerne damit. Im Durchschnitt geben Sie dafür 53 Euro aus. Für den Handel ergibt sich somit ein Umsatzpotenzial von 867 Millionen Euro.

Jüngere verschenken gerne Lebensmittel, Ältere eher Bargeld

Gut ein Viertel der Verbraucher wollen in diesem Jahr auf Nummer sicher gehen und dem Beschenkten mit Bargeld oder Gutscheinen die Auswahl seines Geschenks selbst überlassen. Bargeld verschenkt jeder vierte Deutsche und nimmt dafür durchschnittlich 209 Euro aus seinem Budget. Mit fast 50 Prozent greift vor allem die ältere Generation der Über-65-Jährigen zu diesem Geschenk. Gutscheine legen vor allem die Jungen zwischen 14 und 24 Jahren auf den Gabentisch. Durchschnittlich sind hierfür 100 Euro eingeplant – etwas mehr als im letzten Jahr. In Summe kann der Handel mit einem Gutscheinvolumen von 1,75 Milliarden Euro rechnen.

Lebensmittel und Getränke sind in der Gunst der Verbraucher wieder leicht gestiegen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) finden Ess- und Trinkbares als Geschenk attraktiv. Dafür planen sie allerdings mit durchschnittlich 41 Euro etwas weniger Budget ein als im vergangenen Jahr. Der Handel kann mit rund 638 Millionen Euro rechnen.

CDs, DVDs und Blu-rays fallen in der Beliebtheit wieder etwas ab. Insgesamt entscheiden sich 17 Prozent der Deutschen für silberne Scheiben unter dem Weihnachtsbaum und wollen dafür 35 Euro ausgeben. Daraus ergibt sich ein Umsatz von voraussichtlich 402 Millionen Euro.

Insgesamt 14 Prozent der Deutschen möchten Freunde und Verwandte mit einem Abo oder Veranstaltungsticket erfreuen. Mit durchschnittlich 85 Euro geben sie dafür jedoch deutlich weniger aus als noch 2013. Das Umsatzvolumen fällt von 816 Millionen Euro auf 791 Millionen Euro.

Genauso viele Menschen möchten ihre Lieben mit Schmuck oder Uhren bedenken. Mit 121 Euro werden sie dafür etwas mehr aufwenden als im vergangenen Jahr, so dass der Handel 1,09 Milliarden Euro erwarten kann. Vor allem die 14- bis 24-Jährigen legen Glitzerndes auf den Gabentisch.

Online-Reichweite steigt weiter an

Geschenke im Internet zu bestellen, gewinnt weiter an Beliebtheit. Insgesamt wollen 51 Prozent der Deutschen mindestens ein Geschenk im Internet erwerben. In vielen Produktbereichen steigt die Zahl der Personen, die neben dem stationären Handel auch online einkaufen möchten.

Spitzenreiter beim Interneteinkauf sind Abos und Veranstaltungstickets. Insgesamt 70 Prozent derjenigen, die solche Geschenke einplanen, beabsichtigen, diese auch im Internet zu kaufen. Den größten Zuwachs verzeichnen CDs, DVDs und Blu-rays mit einem Plus von 11 Prozent. Spiele für Konsolen oder PCs wollen 10 Prozent mehr und somit 65 Prozent auch online erwerben. Lediglich Computer, Notebooks und Tablets (-3 Prozent auf 54 Prozent) sowie Schmuck und Uhren (-3 Prozent auf 26 Prozent) kaufen die Deutschen häufiger im stationären Handel als vergangenes Jahr.

Kurz vor dem Fest vor allem praktische Geschenke gefragt


Elektrokleingeräte sind die neuen SOS-Geschenke. Der Dezember ist ihr umsatzstärkster Monat des Jahres. Wer bis kurz vor dem Fest noch nichts gefunden hat, womit er Freunde oder Verwandte bedenken kann, greift besonders gerne zu Damen- und Herrenrasierern sowie Geräten zur Mundpflege. Im vergangenen Jahr setzte der Handel damit in der Woche vor Weihnachten 20 Millionen Euro, an Heilig Abend selbst noch einmal 9,4 Millionen Euro um. Im November dagegen lagen die Wochenumsätze zwischen 7,1 und 8,1 Millionen Euro. Wenn sie bei den Geschenken schon den praktischen Dingen den Vorrang geben, lassen es sich die Deutschen dafür etwas kosten und greifen ganz bewusst nach qualitativ hochwertigen Produkten. So steigen die Durchschnittsausgaben im Dezember für Elektrokleingeräte aus diesem Bereich um bis zu 34 Prozent. Und wer Bargeld zu Weihnachten erhält, gibt dies im Januar besonders gerne für elektrische Geräte im Bereich Personal Care aus.

Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehört dazu

Einen Weihnachtsmarkt zu besuchen, gehört bei vielen Deutschen zu den vorweihnachtlichen Aktivitäten. Insgesamt 45 Millionen Menschen planen mindestens einen Besuch auf einem Adventsmarkt. Die meisten (39,7 Millionen) bevorzugen dabei die Angebote in der Nähe ihres Heimatorts. Doch fast die Hälfte (22,2 Millionen) hat auch vor, einen weiter entfernten Weihnachtsmarkt bei einem Ausflug mit Familie oder Freunden zu besuchen. Dabei freuen sich die Deutschen nicht nur auf Lebkuchen und Glühwein. Fast 20 Prozent der Weihnachtsmarktbesucher wollen dort auch Geschenke für Freunde und Verwandte erstehen.

Feierliche Stimmung mit Weihnachtsbaum

In mehr als 23 Millionen Haushalten wird in diesem Jahr ein schön geschmückter Weihnachtsbaum an Heilig Abend feierliche Stimmung verbreiten. Besonders beliebt ist dafür die Nordmanntanne (72 Prozent). Immerhin 6 Prozent möchten sich das Aufsaugen von heruntergefallenen Nadeln sparen und kaufen einen künstlichen Baum. Im Durchschnitt geben die Deutschen für das Grün im Wohnzimmer knapp 34 Euro aus. Der Handel kann somit ein Volumen von 785 Millionen Euro einplanen.

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