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Deutsche Wirtschaft will Acht-Stunden-Tag aufheben

(PM) Stuttgart, 21.08.2015 - Unlängst forderte die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die Bundesregierung auf, den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen. Begründung dafür: das deutsche Arbeitszeitgesetz sei nicht mehr zeitgemäß. Die starren Regelungen würden die Flexibilität der Arbeitgeber im digitalen Zeitalter behindern. Unternehmen seien damit im globalen Wettbewerb nicht mehr konkurrenzfähig. Aktuelle Diskussionen dazu sind sehr kontrovers. Schützt das Arbeitszeitgesetz Beschäftigte vor ausufernden Arbeitszeiten und unbezahlter Mehrarbeit oder beeinträchtigt es die moderne Wirtschaft?

Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, hält weiterhin am Arbeitszeitgesetz und somit am Acht-Stunden-Tag fest. Um herauszufinden, ob das Gesetz überhaupt angepasst werden muss und wenn ja, in welchem Umfang, lässt sie derzeit untersuchen, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Arbeitswelt hat. Ende 2016 sollen die Ergebnisse vorgestellt und in Gesprächen mit Unternehmen und Angestellten diskutiert werden:

• Wie kann die Arbeit der Zukunft aussehen?
• Wie lassen sich Beruf und Familie besser vereinbaren?
• Wie können Unternehmen im Rahmen neuer Arbeitswelten flexibler agieren?

Arbeitszeitgesetz – ein renovierungsbedürftiger Klassiker?

Im Jahr 1994 wurde das Arbeitszeitgesetz verabschiedet – einer Zeit, in der Smartphones und das mobile Internet noch Zukunftsmusik waren. Zu dieser Zeit beinhaltete das Arbeiten, an seinem eigenen Platz im Unternehmen zu sein sowie die vorgeschriebenen Arbeitszeiten und Ruhepausen einzuhalten. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hat sich die Arbeitswelt jedoch radikal verändert. Ausschlaggebend waren vor allem technologische Entwicklungen und der digitale Wandel. Ist es demnach unerlässlich, das Arbeitszeitgesetz an die aktuellen Herausforderungen anzupassen?

Fest steht, Arbeitgeber fordern neue Regeln sowie die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Unternehmen könnten damit unabhängiger auf betriebliche Notwendigkeiten wie etwa schwankende Auftragslagen reagieren. Allerdings sollten flexible Arbeitszeiten nicht nur dem Unternehmen dienen. Arbeitnehmer hätten damit die Möglichkeit, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.

Herausforderungen einer neuen Arbeitswelt

Abends noch mal die Mails checken oder kurz geschäftlich im Urlaub telefonieren – viele Arbeitnehmer haben selbst schon erlebt, wie infolge der digitalisierten und globalisierten Arbeitswelt Arbeitszeit und Freizeit immer enger miteinander verschmelzen. Laut einer aktuellen Statista-Studie steht in rund 42 Prozent der deutschen Arbeitsverträge die 40-Stunden-Woche. Tatsächlich arbeiten aber fast zwei Drittel an der gesetzlichen Höchstgrenze oder sogar länger. Nicht einmal die Hälfte der Überstunden wird vergütet. Im vergangenen Jahr fielen rund 1,87 Milliarden Überstunden in Deutschland an – davon wurden nur 43 Prozent bezahlt, 57 Prozent blieben unbezahlt.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) spricht nichts dagegen, dass Arbeitszeiten flexibel eingeteilt werden. Bedingung ist jedoch, dass die gesamte Arbeitszeit, egal ob im Büro, vor Ort beim Kunden oder im Home-Office, mit Zeiterfassungssystemen dokumentiert wird. Mithilfe moderner Smartphone-Apps können Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten überall und zu jeder Zeit festhalten. Wichtig dabei ist, dass die Dokumentation der Arbeitszeiten von den Angestellten nicht als zusätzliche Kontrolle wahrgenommen wird, sondern als Maßnahme für mehr Selbstbestimmung und mehr Verantwortung bei ihrer täglichen Arbeit. Aus der Digitalisierung ergeben sich viele Chancen, aber auch Risiken. Diese gilt es zu erkennen und für sich zu nutzen.

Mehr unter: www.workforce-wiki.com/
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