VOLLTEXTSUCHE
News, 04.04.2013
Potenzielle Produktionsausfälle
Deutsche Wirtschaft durch Korea-Krise punktuell gefährdet
Die Spannungen zwischen Nord- und Südkorea könnten auch die deutsche Wirtschaft treffen, warnt das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln.
Der Containerhafen in Busan, der nach der Hauptstadt Seoul zweitgrößten Stadt Südkoreas, zählt zu den weltweit fünf größten Umschlageplätzen.
Der Containerhafen in Busan, der nach der Hauptstadt Seoul zweitgrößten Stadt Südkoreas, zählt zu den weltweit fünf größten Umschlageplätzen.
Sollte es im Zuge der Korea-Krise bei deutschen Importen aus Südkorea zu Lieferschwierigkeiten kommen, könnte dies die Automobil- und die Elektroindustrie in Deutschland empfindlich treffen, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln am Mittwoch mit. So bezogen diese Branchen im vergangenen Jahr aus Südkorea Kleinteile im Wert von 1,3 Milliarden Euro. Kommt es hier zu Lieferproblemen, könnte dies den Kölner Wirtschaftsforschern nach so mancherorts die Produktion still legen.

Bei den deutschen Exporten nimmt Südkorea aktuell im Ranking der deutschen Absatzmärkte mit einem Ausfuhrvolumen von 13,4 Milliarden Euro (2012) Platz 19 ein. Insbesondere deutsche Kraftfahrzeuge, Elektrogeräte und Maschinen wurden im vergangenen Jahr in Südkorea nachgefragt. Die deutschen Importe aus Südkorea beliefen sich im Jahr 2012 dagegen lediglich auf insgesamt gut 8,3 Milliarden Euro und machten damit nur rund 0,9 Prozent der deutschen Gesamteinfuhren aus.

Da es sich bei den aus Südkorea importierten Waren aber auch um Vorleistungsgüter handelt, seien die von dort bezogenen Importe trotz des insgesamt geringen Anteils an den deutschen Einfuhren allerdings dem IW Köln zufolge „keinesfalls zu vernachlässigen“. So wurden neben Kraftfahrzeugen und Maschinen auch Bestandteile für Büro- und Datenverarbeitungssysteme sowie für Sende- und Empfangsgeräte bezogen. Auch Halbleiter, integrierte Schaltungen und Kfz-Bauteile waren hierzulande im vergangenen Jahr gefragt.

„Falls es durch die Korea-Krise nun zu Lieferschwierigkeiten kommt, könnte es in Deutschland zu Produktionsausfällen kommen. Denn die aus Südkorea importierten Teile sind in der deutschen Produktion – zumindest kurzfristig – oft nur schwer zu ersetzen“, so das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
Erfolgsfaktor Datensicherheit und Datenschutz
Gleich wie gut ein Unternehmen technologisch gegen Cyberkriminalität abgesichert ist: Die letzte ... mehr

SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG