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News, 13.08.2015
Produktionsrückgang
Deutsche Wirtschaft drosselt unerwartet Produktion
Industrie und Baugewerbe haben im Juni überraschend ihre Produktion zurückgefahren. Auch im Quartalsvergleich verlor die deutsche Produktion an Fahrt. Lediglich im Energiebereich nahm die Erzeugung sowohl auf Monatssicht als auch Quartalssicht zu.
Die Entwicklung der deutschen Produktion seit Juni 2005 (Grafik: BMWi)
Die Entwicklung der deutschen Produktion seit Juni 2005 (Grafik: BMWi)
Der Zick-Zack-Kurs der deutschen Produktion hält an: Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zufolge hat die deutsche Produktion im Juni nach einem leichten Zuwachs im Mai (+ 0,2 %) wieder deutlich an Fahrt verloren. Wie das Ministerium auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes mitteilte, lag der Ausstoß im Juni 1,4 Prozent unter dem Niveau von Mai. In einer Reuters-Umfrage hatten Ökonomen eigentlich im Median mit einem weiteren Anziehen der Produktion um 0,3 Prozent gerechnet.

Den stärksten Rückgang der Erzeugung meldete das Baugewerbe. Hier verringerte sich der Ausstoß gegenüber Mai über alle Gewerke hinweg um 4,5 Prozent. Im Ausbaugewerbe (hierzu zählen u.a. Maler, Installateure, Elektriker und Klempner) ging die Produktion sogar auf Monatssicht um 6,8 Prozent zurück. Im Bauhauptgewerbe wurde die Erzeugung gegenüber Mai um 2,5 Prozent zurückgefahren.

Aber auch die Industrie produzierte deutlich weniger. Hier verringerte sich der Ausstoß gegenüber Mai um 1,4 Prozent. Die stärksten Produktionseinschränkungen gab es in der  Investitionsgüterindustrie, wo die Erzeugung binnen Monatsfrist um 2,6 Prozent zurückging. Konsum- und Vorleistungsgüter wurden dagegen im Juni nur geringfügig weniger produziert als im Mai. Hier unterschritt der Juni-Ausstoß das Niveau von Mai um 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozent.

Energie wurde im Juni dagegen mehr erzeugt. Hier erhöhte sich die Produktion auf Monatssicht um 2,3 Prozent. Im Mai hatte sich die Energieproduktion, nachdem sie im April um 2,1 Prozent gestiegen war, um 2,7 Prozent verringert.

Deutsche Produktion stagniert im 2. Quartal

Auf Quartalssicht blieb die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt konstant. Hier ergab sich für das 2. Quartal eine Stagnation (+/- 0,0 %), wobei die Industrieproduktion das Vorquartalsniveau nur um 0,2 Prozent unterschritt, während die Bauerzeugung im Vergleich zum ersten Vierteljahr um 2,3 Prozent zurückging. In der Industrie stand dabei einer rückläufigen Produktion von Vorleistungsgütern eine Ausweitung der Erzeugung von Konsum- und Investitionsgütern gegenüber. Binnen Jahresfrist erhöhte sich die Produktion im Juni arbeitstäglich um 0,6 Prozent zu (Industrie: + 0,6 %; Baugewerbe: - 3,9 %; Energiewirtschaft: + 7,1 %)

„Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat sich im Frühjahr wenig dynamisch entwickelt. Dies lag vor allem am Baugewerbe, das nach dem starken ersten Quartal einen Rückprall erlebte. Die Rahmenbedingungen für die Branche bleiben aber weiterhin gut“, so das Ministerium.  Verhaltenen optimistisch zeigte sich das Ministerium auch für die Industrieproduktion. „Angesichts der zuletzt positiven Auftragsentwicklung und der weiterhin guten Stimmung in den Unternehmen ist in den kommenden Monaten mit einer Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends in der Industrie zu rechnen.

cs/BMWi
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