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News, 20.12.2011
„Grünes“ Wachstum
Investitions- und Wachstumsmotor Umweltschutz
Ein immer größerer Anteil der Umsätze und Investitionen der deutschen Wirtschaft entfällt auf Güter und Dienstleistungen rund um den Umweltschutz, zeigt eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes.
Mehr als 60 Prozent der Umweltschutz-Umsätze im Jahr 2009 entfielen auf Produkte in Verbindung mit Thema Klimaschutz
Mehr als 60 Prozent der Umweltschutz-Umsätze im Jahr 2009 entfielen auf Produkte in Verbindung mit Thema Klimaschutz
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes setzte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2009 mit Gütern und Dienstleistungen für den Umweltschutz rund 44,6 Milliarden Euro um. Damit hat sich der Umsatz mit grünen Technologien und Dienstleistungen im Krisenjahr 2009 mit einem Rückgang um knapp 1,8 Prozent weit weniger stark verringert als die Wirtschaftsleistung in Deutschland insgesamt (real: -5,0%). In einzelnen Segmenten stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr sogar an,  allen vor im Sektor Klimaschutz, der mit rund 27,3 Milliarden Euro ein Umsatzplus von 5,0 Prozent auswies. Zweitgrößte Umsatzquelle im Bereich des Umweltschutzes war der Gewässerschutz (rd. 6,4 Mrd. Euro; - 3,6%),  gefolgt von den Bereichen Luftreinhaltung (rd. 5,5 Mrd. Euro; -21,0%), Abfallwirtschaft (rd. 3,0 Mrd. Euro; +2,7%) und Lärmbekämpfung (rd. 1,2 Mrd. Euro; -26,1%) sowie  dem sonstigen Umweltschutz wie u.a. Bodensanierung und Landschaftspflege (rd. 1,1 Mrd. Euro; +8,9%).

Der mit Abstand größter Umsatzanteil entfiel mit 71 Prozent auf Waren (rd. 31,7 Mrd. Euro). Weitere 21 Prozent der Umweltschutz-Umsätze entsprangen Bauleistungen (rd. 9,6 Mrd. Euro), der Rest von 7,1 Prozent entfiel auf Dienstleistungen (rd. 3,3 Mrd. Euro). Wichtigster Absatzmarkt in Sachen Umweltschutz war abermals das Inland mit einem Umsatzvolumen von 29,4 Milliarden Euro. Die Erlöse aus dem Ausland beliefen sich 2009 auf 15,3 Milliarden Euro. Knapp 84 Prozent der Umweltschutz-Umsätze im Jahr 2009, rund 37,3 Milliarden Euro,  entfielen auf das Produzierende Gewerbe, der größte Teil davon auf den Maschinenbau (rd. 9,4 Mrd. Euro). Weitere gut 5,1 Milliarden Euro entfielen auf das Baugewerbe, rund 4,0 Milliarden Euro auf das Dienstleistungsgewerbe und gut 3,2 Milliarden Euro auf sonstige Wirtschaftszeige.

Exportschlager Windkraftanlagen

Größter Umsatzposten waren mit knapp acht Milliarden Euro Photovoltaik-Anlagen. Gut zwei Drittel vom Gesamtumsatz, rund 5,4 Milliarden Euro, entfielen dabei auf das Inland, knapp 2,6 Milliarden Euro auf das Ausland. Auf dem zweiten Platz im Umsatzranking folgten mit 5,9 Milliarden Euro Bauleistungen rund um das Thema Klimaschutz (Inland: 3,3 Mrd. Euro; Ausland: 1,6 Mrd. Euro). Den mit Abstand höchsten Auslandsumsatz erzielte die deutsche Wirtschaft jedoch mit Windkraftanlagen: Von den rund fünf Milliarden Euro Gesamtumsatz entfielen hier im Jahr 2009 mit etwas mehr als 3,2 Milliarden Euro fast zwei Drittel auf den Export. Weitere nennenswerte Umsatzposten waren Abgasreinigungsanlagen für Fahrzeuge und Bauleistungen im Bereich Gewässerschutz  (jeweils rd. 2,6 Mrd. Euro), Kunststofferzeugnisse zur Wärmeisolation (rd. 1,6 Mrd. Euro), Klimaschutz-Dienstleistungen (rd. 1,3 Mrd. Euro) und sonstige Erzeugnisse zur Wärmeisolation (knapp 1,1 Mrd. Euro).

„Bei der Betrachtung der Erzeugnisse, mit denen Umsätze für den Umweltschutz erwirtschaftet wurden, ist auffällig, dass auch hier insbesondere die Waren- und Dienstleistungen, die in Verbindung zum Klimaschutz stehen die höchsten Umsätze ausweisen“, so die Statistikbehörde in ihrem Detailbericht.

Höherer Investitionsanteil für Umweltschutz

Dem Statistikamt zufolge investierten Unternehmen aus dem Produzierenden Gewerbe im Rezessionsjahr 2009 rund 5,6 Milliarden Euro in Sachenanlagen für den Umweltschutz. Damit sanken die Umweltschutzinvestitionen gegenüber dem Vorjahr zwar um 6,9 Prozent, allerdings nicht so stark wie die Gesamtinvestitionen der Industrie. Infolgedessen erhöhte sich der Anteil der Umweltschutzinvestitionen an den Gesamtinvestitionen 2009 von 7,9 auf 8,8 Prozent. Die größten Investitionsbereiche waren der Gewässerschutz mit 2,6 Milliarden Euro und der Klimaschutz mit 1,6 Milliarden Euro. Weitere 752 Millionen Euro flossen in die Luftreinhaltung und 586 Millionen Euro in die Abfallwirtschaft.  

Betrachtet man die Umweltschutzinvestitionen nach Wirtschaftszweigen, fällt auf, das mehr als die Hälfte der Investitionen in den Umweltweltschutz auf Unternehmen aus den Sektoren Abwasserentsorgung (1,6 Mrd. Euro) und Energieversorgung (1,4 Mrd. Euro) entfiel. Differenziert nach industriellen Hauptgruppen investierten die Energiegüterproduzenten (2,0 Mrd. Euro) und die Produzenten von Vorleistungsgütern (800 Mio. Euro) am meisten in den Umweltschutz. Dahinter folgen die Investitionsgüterindustrie (300 Mio. Euro) und die Verbrauchsgüterproduzenten (212 Mio. Euro). Die geringsten Umweltschutzinvestitionen im Vergleich der industriellen Hauptgruppen wiesen die Gebrauchsgüterproduzenten aus (2009: 20.000 Euro).
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