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News, 13.12.2012
Leichter Rückgang der Verbraucherpreise
Inflation in Deutschland wieder unter zwei Prozent
Trotz steigender Nahrungsmittelpreise hat sich die Inflation in Deutschland im November abgeschwächt und erstmals seit vier Monaten wieder die von der Europäischen Zentralbank (EZB) definierte Grenzmarke für Preisstabilität unterschritten.
Größter Preistreiber war im November nicht mehr Energie, sondern vielmehr der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln.
Größter Preistreiber war im November nicht mehr Energie, sondern vielmehr der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ist die Inflationsrate in Deutschland im November auf 1,9 Prozent zurückgegangen. Eine Jahresteuerungsrate von unter 2,0 Prozent gab es in Deutschland zuletzt im Juli (+1,7%). Im Oktober und September waren die Verbraucherpreise noch auf Jahressicht um 2,0 Prozent gestiegen. Gegenüber Oktober sank der Index der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Damit bestätigte die Statistikbehörde ihre Vorabprognose vom 28. November.

Der leichte Rückgang der Inflationsrate im November 2012 ist im Wesentlichen auf die Preisentwicklung bei Energie zurückzuführen. Mit einer Jahresteuerung um 3,8 Prozent fiel hier der Preisanstieg geringer aus als in den Monaten zuvor. Grund hierfür war nach Auskunft des Statistikamts eine abgeschwächte Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Sprit. Größter Inflationstreiber bei den Energieprodukten waren im November die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (+7,6%) und die Verteuerung von leichtem Heizöl (+4,0%). Die Preise für Strom (+3,1%) sowie für Gas und Kraftstoffe (jeweils +3,0%) wiesen dagegen einen unterdurchschnittlichen Anstieg aus.  „Ohne Berücksichtigung der Energiepreise liegt die Teuerungsrate seit Oktober 2012 konstant bei 1,6 Prozent“, so das Statistikamt.

Ein weiterer, immer stärkerer Inflationstreiber ist die Teuerung von Nahrungsmitteln. Hier stiegen die Preise gegenüber November letzten Jahres um durchschnittlich 4,2 Prozent und gegenüber Oktober um 1,4 Prozent. Besonders Obst und Gemüse waren deutlich teurer als im Vorjahr (+10,5% bzw. +6,9%). Aber auch für Fleisch und Fleischwaren (+6,1%) sowie für Fisch und Fischwaren (5,2%) mussten Verbraucher deutlich mehr bezahlen als im Vorjahresmonat. Die Preise für Brot und Getreideerzeugnisse sowie für Süßwaren zogen ebenfalls spürbar an (+3,6% bzw. +3,4 %). Deutlich günstiger waren lediglich Speisefette und -öle (-6,4 %) und hier vor allem Butter (-13,5%).

Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich im Schnitt auf Jahressicht um 2,5 Prozent (darunter Verbrauchsgüter: +3,2%; langlebige Gebrauchsgüter: +0,2%). Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im November binnen Jahresfrist dagegen um 1,2 Prozent (darunter Nettokaltmieten: +1,1%). Deutliche Preisrückgänge gab es hier vor allem bei Finanzdienstleistungen, die sich bedingt durch den Wegfall von Bearbeitungsgebühren für Privatkredite auf Jahressicht im Schnitt um 27,3 Prozent verbilligten.
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