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News, 08.02.2013
Anstieg der Industrieproduktion
Deutsche Produktion zieht wieder an
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Dezember nach viermonatiger Talfahrt erstmals wieder leicht auf Monatssicht gestiegen. Grund für den Zuwachs war eine deutliche Produktionsausweitung in der Industrie.
In der Investitionsgüterindustrie hat sich die Produktion auch auf Zweimonatssicht erhöht.
In der Investitionsgüterindustrie hat sich die Produktion auch auf Zweimonatssicht erhöht.
Die Talfahrt der Produktion in Deutschland ist gestoppt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) berichtet, hat das Produzierende Gewerbe im Dezember seine Erzeugung überraschend ausgeweitet. Dem Ministerium zufolge erzeugten Deutschlands produzierende Betriebe im Dezember preis-, kalender- und saisonbereinigt 0,3 Prozent mehr als im November. Von Dow Jones befragte Ökonomen hatten eigentlich mit einer Stagnation der Produktion gerechnet, nachdem der Ausstoß im November abwärts revidiert den vierten Monat in Folge um 0,2 Prozent zurückgegangen war.

Verantwortlich für den Produktionszuwachs war eine erhöhte Nachfrage in der Industrie, die ihre Erzeugung gegenüber November insgesamt um 1,2 Prozent erhöhte. Demgegenüber stand eine kräftige Produktionseinschränkung im Bauhauptgewerbe, das seinen Ausstoß binnen Monatsfrist um 8,9 Prozent verringerte. Auch im Bereich der Energie nahm die Erzeugungsleistung deutlich ab (-3,4%).  Eine Belebung der Nachfragedynamik verzeichnete vor allem die Konsumgüterindustrie, die ihre Produktion auf Monatssicht um 3,9 Prozent nach oben fuhr. Auch Investitionsgüterhersteller produzierten im Dezember deutlich mehr. Hier erhöhte sich der Ausstoß gegenüber November um 1,8 Prozent.  Eine Drosselung der Produktion meldeten lediglich die Vorleistungsgüterproduzenten, die ihre Erzeugung um 0,7 Prozent auf Monatssicht zurückfuhren.

In der Zweimonatsbetrachtung stand allerdings erneut ein Minus zu Buche: Im Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober verringerte sich die Produktion um 1,0 Prozent. Ausschlagend hierfür war dem Ministerium zufolge vor allem eine erheblich abgeschwächte Energieerzeugung (-5,6%) sowie ein deutlicher Rückgang der Bauproduktion (-4,0%). Die Industrieproduktion verringerte sich dagegen auf Zweimonatssicht nur leicht (-0,4%).  Hier belastete eine schwächere Vorleistungs- und Konsumgüterproduktion (-1,6 bzw. -0,9%) das industrielle Gesamtergebnis, während im Investitionsgüterbereich die Produktion leicht zunahm (+0,8%).

Im Zeitraum Oktober bis Dezember verringerte sich der Ausstoß im Vergleich zum Vorquartal um 2,0 Prozent. In der Zweimonatsbetrachtung stand gegenüber November/Dezember 2011 ein Minus von 2,2 Prozent zu Buche, wobei die industrielle Produktion um 2,5 Prozent und die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 3,8 Prozent hinter dem Vorjahresniveau zurückblieb.

„Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Jahresschlussquartal 2012 fiel erwartungsgemäß schwach aus, wenngleich sich die Entwicklung im Quartalsverlauf etwas stabilisieren konnte“, zog das Ministerium Bilanz. „Die aktuelle Belebung der Bestelltätigkeit in der Industrie sowie die seit einigen Monaten zu verzeichnenden teilweise deutlichen Verbesserungen wichtiger Stimmungsindikatoren deuten allerdings auf ein sich abzeichnendes Ende der Schwächephase hin.“
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