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News, 13.12.2017
Geringere Erzeugung in Industrie und Baugewerbe
Deutsche Produktion startet schwach ins Schlussquartal
Das Produzierende Gewerbe in Deutschland hat seine Produktion im Oktober unerwartet weiter zurückgefahren. Vor allem Investitions- und Vorleistungsgüter wurden weniger produziert. Auch im Bauhauptgewerbe schwächte sich die Erzeugung deutlich ab.
In der Investitions- und Vorleistungsgüterindustrie wurde die Produktion den zweiten Monat in Folge zurückgeschraubt.
In der Investitions- und Vorleistungsgüterindustrie wurde die Produktion den zweiten Monat in Folge zurückgeschraubt.
Das Produzierende Gewerbe drückt weiter auf die Bremse. Nach der deutlichen Produktionsausweitung im August hat sich der Ausstoß nach den Produktionsrückgängen im September zu Beginn des Schlussquartals weiter verringert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) schwächte sich die Produktion im Oktober saison- und arbeitstäglich bereinigt den zweiten Monat in Folge um weitere 1,4 Prozent ab. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten für Oktober eigentlich im Median einen Produktionszuwachs um 0,7 Prozent erwartet. Im September war die Produktion auf Monatssicht, nachdem sie im August um 2,6 Prozent gestiegen war, bereits um 0,9 Prozent zurückgegangen.

Die stärksten Produktionseinschränkungen meldete Industrie. Hier unterschritt der Ausstoß im Oktober das September-Niveau um 2,0 Prozent. Vor allem die Investitions- und Konsumgüterproduzenten drückten deutlich auf die Bremse. Sie schraubten ihre Produktion gegenüber September um 2,7 Prozent beziehungsweise 2,6 Prozent zurück. Auch Vorleistungsgüter wurden im Oktober weniger produziert (- 1,0 % gegenüber September). Im Baugewerbe verringerte sich die Erzeugung ebenfalls. Hier lag die Erzeugungsleistungen im Oktober  insgesamt 1,3 Prozent unter dem Vormonatsniveau (Bauhauptgewerbe: - 1,9 %; Ausbaugewerbe: - 0,4 %).  Die Energieerzeugung legte dagegen nach Produktionseinschränkungen im September wieder kräftig zu. Sie erhöhte sich auf Monatssicht saison- und arbeitstäglich bereinigt im Oktober um 5,1 Prozent.

Auch in der aussagekräftigeren Zweimonatsbetrachtung verlor die deutsche Produktion an Fahrt. Hier zeigt sich im Vergleich der Monate September und Oktober gegenüber Juli und August insgesamt ein Produktionsrückgang um 0,4 Prozent (Industrieproduktion: - 0,7 %;  Bauproduktion: - 04, %). Auf Jahressicht blieb allerdings die Produktion des Produzierenden Gewerbes mit einem Zuwachs um 3,1 Prozent (arbeitstäglich bereinigt: + 2,7 %) den vierten Monat in Folge aufwärtsgerichtet.

„Während die Fertigung im Produzierenden Gewerbe in der ersten Jahreshälfte spürbar ausgeweitet worden war, kam es in den beiden letzten Monaten zu Rückgängen. Im Oktober dürften hierzu Brückentage wesentlich beigetragen haben“, kommentierte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die neuesten Zahlen zur Entwicklung der deutschen Produktion. „Die günstige Auftragslage und vor allem die optimistischeren Geschäftserwartungen sprechen jedoch für eine Fortsetzung der guten Industriekonjunktur.“

cs/Destatis/BMWi; Bild: Arbeitgeberverband Gesamtmetall / flickr
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