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News, 17.02.2016
Industrie drückt auf die Bremse
Deutsche Produktion mit stärkstem Rückgang seit Sommer 2014
Das Produzierende Gewerbe in Deutschland hat seine Produktion im Dezember so stark eingeschränkt wie seit knapp eineinhalb Jahren nicht mehr. Neben der Energiewirtschaft die stärksten Produktionsrückgänge meldete die Investitionsgüterindustrie.
Auch im Vorjahresvergleich verlor die deutsche Produktion deutlich an Fahrt.
Auch im Vorjahresvergleich verlor die deutsche Produktion deutlich an Fahrt.
Die Produktion des Produzierendes Gewerbes hat zum Jahresabschluss deutlich an Dynamik eingebüßt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilt, ging die Produktion im Dezember gegenüber November preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt um 1,2 Prozent zurück. Einen so starken Produktionsrückgang gab es in Deutschland letztmals im August 2014, als die Erzeugung insgesamt im Monatsvergleich um 2,7 Prozent zurückgegangen war. Für Ökonomen kam der Rückgang überraschend. In einer Umfrage von Dow Jones Newswires hatte das Mittel der Befragten nach dem leichten Rückgang im November (- 0,1 %) eigentlich mit einer leichten Belebung der Produktion um 0,5 Prozent gerechnet.

Verantwortlich für den insgesamt um einiges geringeren Ausstoß im Dezember waren vor allem Produktionseinschränkungen in der Energiewirtschaft und in der Industrie. Hier unterschritt die Produktion den Ausstoß von November um 3,0 beziehungsweise 1,1 Prozent. In der Industrie waren es vor allem die Investitionsgüterproduzenten, die ihre Erzeugung deutlich drosselten (- 2,6 %). Auch Konsumgüter wurden im Dezember deutlich weniger produziert (- 1,4 %). Die Produktion von Vorleistungsgütern zog zum Jahresende dagegen um 0,8 Prozent an. Im Baugewerbe blieb die Erzeugungsleistung nahezu stabil (- 0,2 %; Bauhauptgewerbe: + 0,1 %); Ausbaugewerbe: - 0,4 %).

Der schwache Jahresabschluss machte sich auch im Quartalsvergleich bemerkbar. So unterschritt die Produktion im vierten Quartal das Vorquartalsniveau um 0,8 Prozent. Grund für den Rückgang waren Produktionseinschränkungen im Energiebereich (- 2,9 %) und in der Industrie (- 0,9 %). „Ausschlaggebend waren unter anderem Produktionszahlen in den konjunkturell wichtigen Branchen Maschinenbau und Kfz. Im Teilbereich Energie nahm die Erzeugung um 2,9 Prozent ab“, so das Ministerium. Das Baugewerbe zeigte sich dynamischer: Hier zog die Produktion im Schlussquartal um 1,2 Prozent an.

Im Vorjahresvergleich stand im Dezember ebenfalls ein Minus. Gegenüber Dezember 2014 verlor die Produktion arbeitstäglich bereinigt 2,2 Prozent an Fahrt. Dabei stand bei der Industrieproduktion ein Rückgang um 2,5 Prozent zu Buche, im Sektor Energie ein Minus von 1,2 Prozent und im Bau im Jahresvergleich eine um 1,6 Prozent geringere Erzeugungsleistung.

„Zum Jahresende 2015 durchlief die Industrieproduktion eine Durststrecke. Angesichts der verbesserten Auftragseingänge im Jahresschlussquartal dürften die Unternehmen ihre Produktion zu Jahresbeginn wieder etwas ausweiten“, resümierte das Ministerium

cs/BMWi

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